Oscars 2021: Die Highlights vom roten Teppich und von der Verleihung

Die 93. Ausgabe der Oscars ist vorbei. Es war die wohl ungewöhnlichste Verleihung aller Zeiten, die von Höhen und Tiefen geprägt war. Der Film "Nomadland" ging als Favorit der Academy Awards ins Rennen - und räumte ab. © 1&1 Mail & Media/spot on news

Es ist definitiv die bislang ungewöhnlichste Oscar-Verleihung gewesen, die in der Nacht vom 25. auf 26. April über die Bühne gegangen ist. Was den 93. Academy Awards ausgesprochen guttat, war die Entscheidung, auf mehrere Orte zu setzen und dadurch pannenanfälligen Zoom-Dankesreden oder Ähnlichem weitestgehend zu entgehen.
Auf diese Weise bewahrten sich die Oscars trotz mehr als widriger Umstände ihren Glamour, für den unter anderem Schauspielerin Margot Robbie sorgte.
Besondere Looks auf dem roten Teppich durften auch dieses Jahr nicht fehlen. Einer von vielen Hinguckern des Abends war Schauspielerin Halle Berry, die nicht nur mit einem knalligen Chiffonkleid von D&G samt außergewöhnlichen Raffungen auffiel. Auch ihre neue Frisur – ein kinnlanger Bob mit Pony – war nicht zu übersehen. Berry war eine der Laudatorinnen.
Besonders farbenfroh kam am Abend Zendaya daher. Die Sängerin zog die Kameras mit einem neongelben Abendkleid auf sich, das vor allem durch seine großzügigen Cut-outs bestach. Der kostspielige Schmuck, den die 24-Jährige trug, soll übrigens insgesamt sechs Millionen Dollar (rund 4,9 Millionen Euro) gekostet haben.
Keine Frage – auch Glenn Close konnte sich allemal sehen lassen. Die Schauspielerin ging bei ihrer achten Oscar-Nominierung zwar erneut leer aus. Auf dem roten Teppich machte sie mit ihrem schimmernden Armani-Kleid dennoch eine gute Figur.
In einem Tülltraum ganz in Rot von Armani marschierte Amanda Seyfried über den roten Teppich in Los Angeles. Die Schauspielerin war für "Mank" in der Kategorie "Beste Nebendarstellerin" nominiert, ging allerdings ohne Oscar nach Hause.
Sängerin H.E.R. blieb nicht nur dank ihres spektakulären Looks – ein blauer, aber durchsichtiger Einteiler samt Kopftuch – in Erinnerung. Sie heimste auch den Oscar in der Kategorie "Bester Song" in "Judas and the Black Messiah" ein.
Die Verleihung selbst war von Höhen und Tiefen geprägt. Die übliche Reihenfolge, in der die Kategorien nach und nach verliehen werden, wurde dieses Jahr gehörig durcheinander gewirbelt.
Und so dauerte es etwas länger als gewöhnlich, ehe von Vorjahresgewinnerin Laura Dern der "Beste Nebendarsteller" verkündet wurde.
Diesen Oscar sahnte Daniel Kaluuya für seine Nebenrolle in "Judas and the Black Messiah" ab.
Eine größere Überraschung gab es bei den Nebendarstellerinnen. Nicht Olivia Colman ("The Father") oder Glenn Close ("Hillbilly Elegy") durften sich die Trophäe abholen, sondern Yoon Yeo-jeong für "Minari".
In gebrochenem Englisch hielt die südkoreanische Darstellerin eine ausgesprochen liebenswerte Dankesrede und erkundigte sich bei ihrem Laudatoren Brad Pitt sogleich, wo der eigentlich ihr ganzes Leben lang gewesen sei.
Erstaunlich früh wurde dieses Jahr der Oscar für die "Beste Regie" verliehen. Dementsprechend früh wurde Geschichte geschrieben: "Parasite"-Regisseur Bong Joon-ho verkündete Chloé Zhao als Gewinnerin für ihren Film "Nomadland".
Erstmals ging damit der Preis in dieser wichtigen Kategorie an eine Asiatin - und erst zum zweiten Mal überhaupt an eine Frau.
Bei den Drehbuch-Oscars hatte Emerald Fennell die große Ehre, den ersten Goldjungen des Abends für "Promising Young Woman" abzuräumen. Sie setzte sich in der Kategorie "Bestes Originaldrehbuch" unter anderem gegen Aaron Sorkin ("The Trial of the Chicago 7") durch.
Es folgte sogleich auch die Kategorie "Das beste adaptierte Drehbuch", bei der Christopher Hampton und Florian Zeller (Foto) von Paris aus triumphierten. Sie hatten das Skript zu "The Father" mit Anthony Hopkins verfasst.
"Nomadland" räumte außerdem den Preis für den "Besten Film" ab, der dieses Jahr schon vor den beiden Auszeichnungen "Bester Hauptdarsteller" und "Beste Hauptdarstellerin" verliehen wurde. Letztere Kategorie ging bei den Frauen einmal mehr an …
… Frances McDormand (li.), die in "Nomadland" nicht nur die Hauptrolle gespielt hat. Sie war auch an der Produktion beteiligt. Somit gingen drei der "Big Five"-Oscars an "Nomadland".
Bei den Herren setzte sich unterdessen Anthony Hopkins ("The Father") gegen seine namhafte Konkurrenz durch. Wegen Corona konnte der 83-Jährige allerdings nicht in die USA reisen.
Und so blieb Laudator Joaquin Phoenix nichts anderes übrig, als unverrichteter Taten wieder von der Bühne zu gehen.