Trotz Oscar ging's für diese Stars bergab

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Sie waren vielversprechende Talente mit großen Namen in Hollywood. Doch für diese Schauspieler ging es nach einem Oscar nicht weiter bergauf. © spot on news

Schauspielerin Diane Keaton ist schon seit mehreren Jahrzehnten in Hollywood unterwegs. Ihren Oscar erhielt sie 1978 als beste Hauptdarstellerin für "Der Stadtneurotiker". Über die Jahre entwickelte sie eine Vorliebe für romantische Komödien mit Filmen wie "Was das Herz begehrt" (2003) oder "Morning Glory" (2010). Ein großer Erfolg blieb aber bis heute aus.
Geena Davis war der Star in "Die Piratenbraut", einer der größten finanziellen Flops der Kinogeschichte, von dem sie sich lange nicht erholte. Dabei ergatterte sie 1989 für "Die Reisen des Mr. Leary" den Oscar als beste Nebendarstellerin.
Er war "Robin Hood" und der wohl berühmteste "Bodyguard": Kevin Costner. 1991 war das Jahr für den amerikanischen Schauspieler: Mit "Der mit dem Wolf tanzt" erhielt Costner den Oscar als Produzent sowie den als bester Regisseur. Doch Ende der 90er-Jahre kam der Wendepunkt. Seitdem war Kevin Costner zwar noch in vielen Filmen zu sehen, doch er war nie wieder so erfolgreich.
Auch bei den Damen gibt es ein vergleichbares Beispiel. Anna Paquin hatte vor allem mit der Serie "True Blood" großen Erfolg. Dass sie für ihre Nebenrolle in "Das Piano" 1994 mit elf Jahren einen Oscar gewann, dürften viele vergessen haben.
Nicolas Cage war einmal ein gigantischer Name in Hollywood. Inzwischen ist der Schauspieler aber eher für absoluten Trash und schlechtes Finanz-Management bekannt. Dabei gewann der Mime 1996 einen Oscar als bester Hauptdarsteller für "Leaving Las Vegas".
Mira Sorvino konnte 1996 den Oscar als beste Nebendarstellerin in "Geliebte Aphrodite" von Woody Allen gewinnen. Sorvino ist wie andere Schauspielerinnen davon überzeugt, dass Harvey Weinstein daran schuld ist, dass sie keine Rollen mehr bekam.
Cuba Gooding Jr. darf auf dieser Liste nicht fehlen. Nachdem ihm 1997 seine Rolle in "Jerry Maguire - Spiel des Lebens" einen Oscar als bester Nebendarsteller einbrachte, sorgte er danach zum größten Teil nur noch mit albernen Komödien für "Aufsehen".
Helen Hunt holte 1998 für "Besser geht's nicht" den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Seitdem ist die 55-Jährige zwar regelmäßig in Filmen zu sehen, doch an die erfolgreichen 90er-Jahre konnte die Schauspielerin und Filmregisseurin nicht mehr anknüpfen.
Ähnlich verhält es sich im Fall von Regisseur und Schauspieler Roberto Benigni. Bei der Auszeichnung seiner Tragikomödie "Das Leben ist schön" als bester fremdsprachiger Film im Jahr 1999 sorgte er für Trubel, indem er über die Stühle seiner Vorderleute zur Bühne stieg. In den folgenden Jahren wurde es wieder ruhiger um den Italiener.
Adrien Brody gewann 2003 als bester Hauptdarsteller für den Film "Der Pianist". Statt für seine Leistung im Kriegsdrama ist er aber bis heute eher für den dicken Schmatzer bekannt, den er damals Laudatorin Halle Berry aufdrückte.
Mit Filmen über den Irakkrieg und die Jagd auf Osama bin Laden wurde Kathryn Bigelow die erfolgreichste Frau Hollywoods und heimste 2010 zwei Oscars für ihren Film "Tödliches Kommando" ein, davon einen als erste Frau für "Beste Regie". Abgesehen von ihrem Film "Zero Dark Thirty" 2013 konnte die Regisseurin bisher nicht an ihren Siegeszug durch Hollywood anknüpfen.
Der Franzose Jean Dujardin gewann 2012 für den Stummfilm "The Artist" den Oscar als bester Hauptdarsteller. Trotz einiger Hollywood-Rollen ist es aber leider auch um ihn stumm geworden.