Der unter vielfachem Missbrauchsverdacht stehende Hollywoodmogul Harvey Weinstein hat einem Medienbericht zufolge private Sicherheitsfirmen angeheuert, um Informationen über die Frauen zu sammeln, die ihm sexuelle Belästigung und Missbrauch vorwarfen.

Auch Journalisten gerieten demnach ins Visier. Die Wochenzeitung "The New Yorker" berichtete, der 65 Jahre alte Filmproduzent habe die Firmen Kroll und Black Cube im Herbst 2016 eingeschaltet. Die Wochenzeitung beruft sich auf Dokumente und die Aussagen von sieben beteiligten Personen.

Mitarbeiter treffen sich unter falschem Namen mit McGowan

Zwei Mitarbeiter von Black Cube sollen sich unter falschem Namen mit der Schauspielerin Rose McGowan getroffen haben.

Eine Privatermittlerin habe sich als Frauenrechtsanwältin ausgegeben und mindestens vier Treffen mit McGowan verdeckt mitgeschnitten, heißt es in dem Bericht. Die 44-Jährige wirft Weinstein vor, sie vergewaltigt zu haben.

Mehrere Polizeibehörden ermitteln gegen Harvey Weinstein

Weinsteins Sprecherin Sallie Hofmeister sagte "The New Yorker": "Es ist eine Fiktion es so hinzustellen, als seien irgendwelche Personen zu irgendeiner Zeit ins Visier genommen oder unterdrückt worden."

Dutzende Frauen werfen dem Hollywoodmogul sexuelle Belästigungen bis hin zur Vergewaltigung vor. Weinstein streitet nicht einvernehmlichen Sex ab. Polizeibehörden in Los Angeles, Beverly Hills, New York und London ermitteln gegen den 65-Jährigen.

Neue Vorwürfe gegen US-Schauspieler Kevin Spacey: Auch Kollegen aus der Serie "House of Cards" werfen ihm sexuelle Belästigung vor. 


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