Filmproduzent Harvey Weinstein wurde von der Staatsanwaltschaft in New York wegen Vergewaltigung angeklagt. Zuvor hatte er sich nach schweren Vorwürfen Dutzender Frauen der Polizei gestellt.

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Seit Bekanntwerden erster Vorwürfe um sexuelle Übergriffe gegen den Filmprozenten Harvey Weinstein haben Dutzende Frauen weitere Anschuldigungen publik gemacht. Viele sind allerdings bereits verjährt.

Die New Yorker Staatsanwaltschaft hat nun Anklage wegen Vergewaltigung in zwei Fällen gegen Weinstein erhoben.

Danach verließ Weinstein die Polizeiwache in Handschellen, wie Fernsehübertragungen zeigten. Als nächstes soll er vor einem Gericht in Manhattan erscheinen.

Harvey Weinstein musste Pass abgeben

Weinstein war am frühen Freitagmorgen (Ortszeit) in Begleitung von Anwälten in ein Gebäude der New Yorker Polizei im Süden Manhattans gegangen, wie in Fernsehübertragungen zu sehen war.

Bereits am Donnerstag ist bekannt geworden, dass sich der 66-Jährige den Behörden stellen will. US-Medien hatten übereinstimmend berichtet, dass die Staatsanwaltschaft in Manhattan Anklage gegen Weinstein wegen sexueller Übergriffe erheben werde. Die Ermittlungen laufen seit Monaten.

Seine Kautionsbedingungen seien schon vorab festgelegt worden. Demnach werde er eine Million Dollar hinterlegen und sich verpflichten, ein Überwachungsgerät wie etwa eine Fußfessel zu tragen. Seine Reise- und Bewegungsfreiheit werde eingeschränkt. Seinen Pass müsse er abgeben.

Der Fall Weinstein war im vergangenen Oktober bekannt geworden und hatte unter dem Schlagwort #MeToo eine weltweite Debatte über sexuelle Übergriffe ausgelöst.

Der einst einflussreiche Hollywood-Mogul hatte Fehlverhalten eingeräumt, bisher aber Vorwürfe von nicht-einvernehmlichem Sex zurückgewiesen. (dh/ff/dpa)