Berlin (dpa) - Die Schriftstellerin Christa Wolf ist tot. Sie starb heute im Alter von 82 Jahren in Berlin nach schwerer Krankheit. Das teilte der Suhrkamp Verlag mit.

Als DDR-Autorin galt Wolf als eine der wichtigsten deutschen Schritstellerinnen der Nachkriegszeit. Zu ihren bedeutendsten Werken gehören die Romane und Erzählungen "Nachdenken über Christa T.", "Kindheitsmuster", "Kein Ort. Nirgends", "Kassandra", "Medea. Stimmen" und "Der geteilte Himmel". Ihr letzter Roman "Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud" erschien im Sommer 2010.

Wolf konnte auf 50 Jahre literarisches Schaffen zurückblicken, ihr erstes Werk veröffentlichte sie 1961 mit "Moskauer Novelle". Es folgten rund 30 Veröffentlichungen, für die sie unter anderem den "Deutschen Bücherpreis" und den "Thomas Mann Preis" erhielt.

Wolf sah die DDR und die SED mit kritischer Distanz, blieb ihr aber bis zum Schluss treu. Vielen Lesern in Ost und West war sie über Jahre eine moralische Instanz des anderen Deutschlands.

Die Schrifstellerin wurde am 18. März 1929 in Landsberg an der Warthe als Christa Ihlenfeld geboren. 1951 heiratete sie den Schrifsteller Gerhard Wolf, mit dem sie zwei Töchter hatte.