Der Langenscheidt-Verlag gibt am Freitag (12.00 Uhr) in München zum zehnten Mal das "Jugendwort des Jahres" bekannt.

Zur Auswahl standen 30 Begriffe, die zeigen sollen, wie die Jugend von heute spricht - darunter Wörter wie "gefresht" (satt), "unfly" (uncool) und "schatzlos" (Single). Per Online-Abstimmung wurden daraus zehn Wörter in die Endrunde gewählt.

Die Favoriten der Teilnehmer sind "geht fit" als Bezeichnung für etwas, das klar geht, und "napflixen" für ein Nickerchen während eines Films.

Mit rund einer Million Abstimmungen habe es diesmal so viele gegeben wie noch nie, teilte Langenscheidt mit. Doch nicht das Voting entscheidet, sondern eine 20-köpfige Jury - darunter YouTuber, Blogger und Sprachwissenschaftler.

Im vergangenen Jahr lag "isso" als Zustimmung oder Unterstreichung von etwas vorne. Die Jury entschied sich aber für "fly sein", einen Begriff aus der Hip-Hop-Szene, der so viel heißt wie: jemand oder etwas "geht besonders ab".

Wenn der Smombie mit dem Alpha-Kevin merkelt

2015 lag in der Online-Abstimmung das Verb "merkeln" vorne, das soviel bedeuten soll wie "nichts tun, keine Entscheidung treffen". Die Jury kürte aber mit "Smombie" ein Kunstwort aus Smartphone und Zombie. Es soll jemanden beschreiben, der von seiner Umwelt nichts mehr mitbekommt, weil er nur noch auf sein Smartphone starrt.

Die Wahl ist eine Werbeaktion des Langenscheidt-Verlags für sein Jugendsprachen-Lexikon und findet in diesem Jahr zum zehnten Mal statt. Bei der Auswahl wird häufig hinterfragt, ob die Beispiele wirklich dem Sprachgebrauch von Jugendlichen entsprechen.  © dpa