Der Langenscheidt-Verlag hat am Freitag zum zehnten Mal das "Jugendwort des Jahres" gewählt.

Zur Vorauswahl standen in diesem Jahr 30 Begriffe, darunter Wörter wie "gefresht" (satt), "unfly" (uncool) und "schatzlos" (Single). Per Online-Abstimmung konnten die User daraus zehn Wörter in die Endrunde wählen.

Das letzte Wort hatte aber wie immer die Jury - und die entschied sich für "I bims" - was so viel bedeutet wie "ich bin's".

Online-Voting ergab einen anderen Favoriten

In einer unverbindlichen Online-Abstimmung war "I bims" allerdings nur auf dem zehnten Platz gelandet.

Spitzenreiter war der Ausdruck "Geht fit" als Bezeichnung für etwas, das klar geht.

Rund eine Million Stimmen waren diesmal abgegeben worden - laut Verlag so viele wie noch nie.

Im vergangenen Jahr lag im Vorfeld "isso" als Zustimmung oder Unterstreichung von etwas vorne.

Die Jury entschied sich dann aber für "fly sein", einen Begriff aus der Hip-Hop-Szene, der so viel heißt wie: Jemand oder etwas "geht besonders ab".

Wenn der Smombie mit dem Alpha-Kevin merkelt

2015 lag in der Online-Abstimmung das Verb "merkeln" vorne, das "nichts tun, keine Entscheidung treffen" bedeuten soll. Die Jury kürte aber mit "Smombie" ein Kunstwort aus Smartphone und Zombie.

Es soll jemanden beschreiben, der von seiner Umwelt nichts mehr mitbekommt, weil er nur noch auf sein Smartphone starrt.

Die Gewinner der vergangenen Jahre:

  • 2016 - "fly sein"
  • 2015 - "Smombie"
  • 2014 - "Läuft bei dir!"
  • 2013 - "Babo" (Chef, Boss)
  • 2012 - "YOLO" ("you only live once")
  • 2011 - "Swag" (coole oder lässige Art)
  • 2010 - "Niveaulimbo"
  • 2009 - "hartzen" (arbeitslos sein, rumhängen)
  • 2008 - "Gammelfleischparty" (Ü30-Party)


Die Wahl ist eine Werbeaktion des Langenscheidt-Verlags für sein Jugendsprachen-Lexikon und findet in diesem Jahr zum zehnten Mal statt.

Bei der Auswahl wird häufig hinterfragt, ob die Beispiele wirklich dem Sprachgebrauch von Jugendlichen entsprechen. (dh/dpa)

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