"Fack ju Göhte" gibt es jetzt auch als Musical zu sehen: Auf der Münchener Bühne des Werk 7 erleben Sie die jungen Darsteller seit dem 22. Januar live in Aktion.

Ausgeflippt, frech und kunterbunt geht es in der künstlerischen Darstellung des ursprünglichen Kinohits "Fack ju Göhte" daher. "Se Mjusikal" erzählt die Geschichte von Zeki Müller und seiner Problem-Klasse auf eine neue und erfrischende Weise.

Zum Inhalt

Gerade erst aus dem Gefängnis entlassen, will Zeki Müller (Max Hemmersdorfer) sich seine langersehnte Beute holen, die er vor der Festnahme noch in Sicherheit bringen konnte. Doch da, wo seine Freundin Charlie (Jennifer Siemann) vor Kurzem noch das Geld vergraben hat, steht nun leider eine neue Turnhalle.

Kurzerhand beschließt Zeki einen Tunnel unter dem Gebäude zu graben: Dafür muss er sich nur als Lehrer an der zugehörigen Schule einschmuggeln. Schnell trifft er auf die energische Direktorin Gerster (Elisabeth Ebner), einen Haufen wildgewordener Schüler und ein paar zutiefst überforderte Lehrer.

Mit mitreißenden Songs, Raps und Tänzen rocken Danger (Lukas Sandmann), Chantal (Rebekka Corcodel), Burak (Anthony Curtis Kirby) und Co. das Klassenzimmer. Außerdem erleben wir Johanna Spantzel als glänzende Hauptdarstellerin in der Rolle der Elisabeth Schnabelstedt.

Zu Besuch im Klassenzimmer

Mit schrillen Lautsprecheransagen der Direktorin Gerster werden die Zuschauer vor der Show und nach der Pause ins "Klassenzimmer" zurück verwiesen. Mit kreativen Graffiti gestaltet, findet der Zuschauer statt traditioneller Theaterbühne eine Mischung aus Sporthalle und Klassenraum vor. Hautnah kann man hier das Szenario der frechen Schüler im Unterricht miterleben.

Inhaltlich ist das komplette Stück am ersten Teil der Erfolgsreihe orientiert. Obgleich der Sprechtext zu großen Teilen aus dem Film übernommen wurde, ergänzt die Musical-Darstellung gut durch zusätzliche Szenen, neue Musik, Witz und die tänzerischen Einlagen der Akteure.

Das Musical überrascht mit viel Kreativität

Die Show fasziniert: Kreativ wird eine Schwimmbadszene mithilfe von Trampolinen, Gesang und einer Zeitlupen-Szene umgesetzt. Nachdem Lisi Schnabelstedt während einer Klassenexkursion zum Bio-Bauernhof versehentlich von einem "Hormon-Pfeil" getroffen wurde, wird es sogar mal orientalisch. Hier erlebt der Zuschauer die Bühne in ganz neuem Licht mit einer erheiterten Frau Schnabelstedt als Göttin des Klassenzimmers.

Ebenfalls beeindruckend: Mithilfe von wenig Material werden große stilistische Momente erzeugt. Dafür verwenden die Darsteller lediglich Utensilien, die in jeder normalen Schule zur Verfügung stehen, wie etwa Sportmatten, Stühle und Turnkästen.

Es bleibt abwechslungsreich: Die musikalische Umsetzung des Stückes variiert von Rap, über lustige Melodien, bis hin zu nachdenklichen Songs. Songwriter des Musicals war unter anderem auch Nicolas Rebscher, der bereits den Mega-Hit "No Roots" mit Alice Merton schrieb und produzierte. Kein Wunder also, dass die Musik von "Fack ju Göhte" das Publikum überzeugte.

Am Ende der Premieren-Aufführung wurden die Schauspieler mit Standing Ovations von der Bühne entlassen. Die Show ist dank ihrer vielen Facetten eine gelungene Darstellung und für Fans der Filmreihe und Musical-Liebhaber sehr zu empfehlen.

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