Dieter Pfaff, bekannt aus den TV-Serien "Der Dicke" und "Bloch", ist tot. Der 65-Jährige sei am Dienstagmorgen im Kreis seiner Familie in Hamburg gestorben, sagte seine Agentin Sibylle Flöter der Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch. Sie bestätigte damit einen Bericht der "Bild"-Zeitung.

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Trauer um Dieter Pfaff

Mit dem Tod von Dieter Pfaff geht eine große deutsche Schauspielkarriere zu Ende. Mit seinen schönsten Rollen wird uns "Der Dicke" in Erinnerung bleiben.

Im vergangenen Herbst wurde bei Dieter Pfaff Lungenkrebs diagnostiziert. Nach mehreren Chemotherapien schien der Schauspieler wieder auf dem Wege der Besserung. Noch Anfang Februar teilte er der "BamS" mit: "Der Krebs ist weg."

Pfaff hatte daraufhin angekündigt, bald wieder vor der Kamera für die fünfte Staffel der ARD-Serie "Der Dicke" stehen zu wollen. Er arbeite hart daran, schnell wieder gesund zu werden. In den letzten Tagen hatte er sich aber erneut in einer Lungenklinik behandeln lassen müssen.

Pfaff war einem großen Publikum als Franziskanerpater in "Bruder Esel", als Kommissar "Sperling", Psychotherapeut "Bloch" und als Rechtsanwalt "Der Dicke" bekanntgeworden. Der ARD-Vorsitzende Lutz Marmor würdigte den Schauspieler am Mittwoch als "wahrhaftig, beharrlich, einfühlsam und von einzigartiger Präsenz". Nach einem abgebrochenen Lehramtsstudium hatte Pfaff zunächst als Dramaturg, Autor und Regisseur beim Theater gearbeitet. Als ihm der endgültige Durchbruch gelang, war er fast 50 Jahre alt.

Pfaff erhielt zahlreiche Auszeichnungen. 1996 bekam er für seine Rolle als Kriminaloberrat Vollmer in der Serie "Balko" den Adolf-Grimme-Preis, 1997 erhielt er den Grimme-Preis noch einmal für "Bruder Esel". Zudem wurde Pfaff unter anderem mit dem Bayerischen Fernsehpreis und der "Goldene Kamera" geehrt.

(lug/dpa)