Das "Wort des Jahres" 2015 ist gekürt. Und es ist ein Begriff, der Deutschland sehr bewegt. Es ist das Wort "Flüchtlinge".

Nachfolger von "Läuft bei dir" steht fest und spricht wohl jeden von uns an.

Dieses Wort trifft den Zeitgeist des Jahres 2015: "Flüchtlinge" wurde zum "Wort des Jahres" 2015 gewählt. Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden erklärt die Entscheidung, dass es für das beherrschende Thema in Deutschland stehe.

Aus insgesamt 2.500 Vorschlägen wählte die Jury den Begriff aus, der das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben eines Jahres sprachlich besonders bestimmt habe.

"Wort des Jahres" 2015: "Je suis Charlie" vor "Grexit"

Den zweiten Platz belegt "Je suis Charlie", der weltweite Solidaritätsslogan nach dem Terroranschlag am 7. Januar auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" in Paris.

Auf Rang drei landet "Grexit", das Wortgebilde für die Diskussion um einen Austritt des krisengeschüttelten Griechenland aus der Eurozone.

"Flüchtlinge" beerbt "Lichtgrenze"

2014 wurde das Wort "Lichtgrenze" ausgewählt, angelehnt an die Feier in Berlin zum Mauerfall-Jubiläum.

Wahl zum Jugendwort 2016. Erinnern Sie sich an die kuriosen Vorgänger?

In den Jahren zuvor gewann die die Abkürzung GroKo (2013), die Rettungsroutine (2012) und der Stresstest (2011).

Das "Wort des Jahres" wurde erstmals 1971 und regelmäßig seit 1977 gewählt.

Mitte November wurde auch das "Jugendwort des Jahres" gewählt. Es gewann: "Smombie". Das Wort steht für "Smartphone Zombie" und damit für alle, die ständig nur auf ihr Smartphone starren. (am)