Weniger ist mehr – dieses Konzept erobert immer mehr die Architektur und auch das Interior Design. So groß, so protzig und so pompös zu wohnen wie möglich, ist nicht mehr gefragt. Stattdessen geht der Trend hin zur Small-House-Bewegung, die zeigt, dass man auch auf wenigen Quadratmetern modern, stilvoll und komfortabel wohnen und leben kann.

Wir haben euch heute ein echtes Paradebeispiel mitgebracht: Das Pocket House wurde von der brasilianischen Architektin Cristina Menezes entworfen und hält auf nur knapp 29 Quadratmetern jede Menge Style, Komfort und so einige coole Überraschungen bereit.

Wohntraum im Grünen

Ausgefallene Wohnidee: Dieser Bungalow hat ein ganz besonderes Geheimnis.

Das Haus erobert auf den ersten Blick die Herzen von alldenjenigen, die auf modernes Design, klare Linien und Wohnkomfort im Grünen stehen. Hättet ihr gedacht, dass es sich bei diesem coolen Zuhause tatsächlich um einen alten Schiffscontainer handelt? Die Basis für den Mini-Bungalow bildete ein herkömmlicher Überseecontainer. Wahnsinn, was die Experten daraus gemacht haben, oder?

Drinnen und draußen

Raus in die Natur: Mehrere Terrassen sowie ein großzügiger Garten laden zum Entspannen im Freien ein.

Von der Vergangenheit als Container ist hier wirklich überhaupt nichts mehr zu sehen. Eine der Wände wurde komplett entfernt und durch Glasschiebetüren ausgetauscht, welche nun die gesamte Vorderseite des Bungalows einnehmen. Als Wohnraumerweiterung des kleinen Häuschens dienen der Außenbereich mit Garten und Terrasse sowie die Dachterrasse, die auf dem Flachdach errichtet und mit einem Glasgeländer umgeben wurde.

Warmes Holz

Natürlich eingerichtet: Nachhaltigkeit spielt bei der Gestaltung des Innenraums eine bedeutende Rolle.

Im Innenraum geht es genauso modern und stylish weiter wie draußen. Hier kam neben Glas vor allem ein Material zum Einsatz: Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft, mit dem sowohl die Wände als auch die Decke und der Boden verkleidet wurden. Auch die meisten Möbel wurden aus dem Naturmaterial gefertigt, das einen Bezug zur idyllischen Umgebung herstellt und dem ehemaligen Container ein warmes, wohnliches Ambiente verleiht.

Durchdachtes Mobiliar

Praktische Möbel: Tisch, Stuhl und Co. können genauso gut im Außenbereich genutzt werden.

Hier der Blick in die andere Richtung, vom Sitzbereich zur Koch­ und Essecke. Bei der Einrichtung des Mini-Häuschens wurde auf flexible, leichte und mobile Möbel gesetzt, die sich nach Belieben im Handumdrehen nach draußen tragen und im erweiterten Wohnbereich auf der Terrasse nutzen lassen. An der gesamten Länge der Glasfront wurden Rollos angebracht, die auf Wunsch für Privatsphäre und/oder Sonnenschutz sorgen.

Schlafzimmer

Clevere Raumplanung: In dem Mini-Bungalow muss man auf nichts verzichten.

Hinter dem Raumteiler befindet sich der Schlaf­ und Badbereich. Der Spiegelschrank bietet nicht nur jede Menge Stauraum, sondern lässt den Raum noch dazu optisch großzügiger und weitläufiger wirken. Auf Wunsch des Bauherren wurde ausschließlich mit natürlichen, nachhaltigen und ökologisch unbedenklichen Materialien gearbeitet.

Bad

Klein, aber oho: Selbst eine Dusche konnte in dem winzigen Bad untergebracht werden.

Das Badezimmer ist zwar winzig klein, bietet aber dennoch genügend Platz für alles, was man braucht – WC, Waschtisch und Dusche. Die Ausstattung ist dabei sehr luxuriös gehalten, sodass eine richtige Wellnessatmosphäre entsteht. Durch Spiegel­ und Glasflächen erscheint der Innenraum des ehemaligen Containers größer und luftiger, als er tatsächlich ist.

Blick zurück

Cooles Design in kurzer Zeit: In nur 10 Tagen verwandelte sich der Container in ein gemütliches Zuhause.

Zum Abschluss unseres Rundgangs werfen wir noch einen letzten Blick zurück auf dieses beeindruckende Zuhause, das trotz seiner geringen Größe echtes Traumhauspotenzial hat. Übrigens wurde der alte Seecontainer innerhalb von nur zehn Tagen zum einzigartigen Bungalow umgebaut. Wahnsinn, oder?

Weitere Inspirationen gibt es bei homify.

Jessica Labbadia liebt es, mit Wörtern zu jonglieren und ihre Wohnung regelmäßig umzugestalten. Auf dem Interior- und Architektur-Portal homify.de schreibt sie deshalb über außergewöhnliche Umbauprojekte, spannende Architekturströmungen oder die neusten Deko-Trends.