In wenigen Tagen ist es wieder soweit. Ostern steht vor der Tür. Gibt es bei euch auch jedes Jahr einen ausgiebigen Osterbrunch mit allem, was das Herz begehrt? Stundenlang gemütlich frühstücken mit der Familie oder Freunden – gibt’s was Schöneres? Traditionell darf ein selbstgebackener Osterfladen auf keinen Fall fehlen. Dieses Jahr habe ich ihn aber ein wenig abgewandelt und zeige euch auch, wie einfach Hefeteig sein kann.

Der Brunch an Ostern ist jedes Jahr wieder etwas ganz Besonderes. Wie bereits erwähnt, ist traditionelles Ostergebäck, wie der Osterfladen aus Hefeteig oder aber auch das (selbstgebackene) Osterlamm, meist aus Biskuit- oder Rührteig, einfach Pflicht. Ein großes Buffet mit süßen aber auch herzhaften Speisen gibt es meist zu Ostern.

Macht ihr auch jedes Jahr einen großen Brunch oder habt ihr ein Lieblingsostergebäck? Verratet es mir gerne.

Osternester aus Hefeteig

Wie jedes Jahr gibt es etwas Leckeres aus Hefeteig für den Brunch. Kleine, feine Osternester sind eine super Abwechslung zum großen Osterfladen. Wenn ihr in der kleinen Runde frühstückt, sind doch so ein paar Osternester ideal. Seid ihr ein paar mehr, dann eignet sich mein Rezept natürlich trotzdem. Vor allem weil es ja immer noch so viel andere Leckereien gibt.

Die Osternester machen sich auch ganz gut als Tischdekoration, Eierhalter oder einfach nur so zum Essen. So viel Nutzen in einem so kleinen Hefegebäck. Jetzt könnt ihr ja fast nur überzeugt von meinen Osternestern sein und sie einem Osterfladen vorziehen. Oder ihr macht einfach Beides. Auf alle Fälle etwas mit Hefe.

Keine Angst vor Hefeteig

Ich höre immer wieder, dass sich Leute vor Hefeteig am Liebsten ganz weit fern halten, weil er beim ersten Versuch nicht ganz so gut geklappt hat und weil jeder andere Teig irgendwie einfacher ist – das sehe ich ganz anders. Probiert ihn doch einfach nochmal aus.

Beachtet ihr ein paar Tipps, müsst ihr euch nie wieder Sorgen machen, dass er nicht geht oder nicht saftig genug werden könnte. Ihr müsst euer Ostergebäck nicht beim Bäcker kaufen, ich möchte euch zeigen, wie einfach ihr es selbst backen könnt.

Hefeteig – meine hilfreichen Tipps

1. Der Vorteig

Damit der Hefeteig gelingt, solltet ihr darauf achten, dass ihr bei frischer Hefe nicht auf einen Vorteig verzichtet, um die Hefe schön aufgehen zu lassen. Dafür bereitet man zunächst den sogenannten Vorteig aus Hefe, Milch oder Wasser und etwas Zucker zu und lässt diesen ca. 10-15 Minuten lang abgedeckt mit einem Tuch bei Zimmertemperatur ruhen.

2. Wärme und Liebe

Zutaten wie Milch sollten warm sein, keinesfalls aber heiß, da die Hefe dann nicht schön langsam aufgehen kann. Auch den Hefeteig an einem warmen Ort zugedeckt mit einem Geschirrtuch gehen lassen.

3. Kneten

Beim Kneten, Knethaken eines Handrührgeräts verwenden oder mit euren warmen Händen kneten, was das Zeug hält.

4. Geduld

Der Hefeteig sollte auf jeden Fall ein zweites Mal gehen. Einmal für den Vorteig (ca. 10-15 Min.) und dann geknetet ein zweites Mal, sodass er sich verdoppeln kann.(etwa 35-45 Min) Wenn der Teig nun fertig geknetet auf dem Blech ist, freut er sich auch gerne noch über ein paar weitere Minuten (je nach Rezept 10-20 Min.) abgedeckt mit Tuch, und anschließend ab damit in den Backofen.

Jetzt kann doch gar nichts mehr schief gehen. Unten findet ihr noch die genaue Anleitung für die Osternester mit einfachem Hefeteig.

Das Rezept:

500 g Mehl

200 ml Milch

1/2 PK Hefe, frisch

60 g Butter, weich

60 g Zucker

1 PK Vanillezucker

Abrieb von 1/2 Bio-Zitrone

1 Ei

Nach Belieben:

25 g Zartbitterschokolade

Für die Form + Backblech:

50 g Butter

Außerdem zum Bestreichen:

1 Eigelb

3 EL Milch

Zubereitung:

  1. Für den Hefeteig zuerst die Milch lauwarm erhitzen.
  2. Das Mehl in eine Schüssel geben. Eine große Mulde formen, die Milch hineingießen, Hefe zerbröckeln und 1 EL des Zuckers dazugeben. Mit einem Geschirrtuch abdecken und den Vorteig 10 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
  3. Die restlichen Zutaten für den Teig hinzufügen und gut verkneten. (Wenn ihr Lust habt, könnt ihr in ein paar der Nester noch Schokoladenstücke hineingeben. Dafür einfach Schokolade klein hacken, einen Teil des Teiges nehmen und vorsichtig darunter kneten.)
  4. Teig an einem warmen Ort abgedeckt mit einem Tuch gehen lassen, bis sich der Teig etwa verdoppelt hat. (ca. 45 Minuten)
  5. Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben.
  6. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen und mit der Hälfte der Butter bestreichen.
  7. Teig in etwa 10 Stücke teilen. Diese halbieren und in etwa 15 cm lange Schnüre rollen. Für ein Osternest braucht ihr drei etwa gleich große Schnüre. Diese dann zu einem Zopf flechten und anschließend zu einem runden Kreis/Nest formen, zusammendrücken und auf die vorbereiteten Bleche legen.
  8. Hefenester noch einmal 10 Minuten gehen lassen. Backofen auf 160 Grad Heißluft vorheizen.
  9. Nun mit der Eigelb-Milch-Mischung bestreichen. Im Ofen bei 160 Grad Heißluft ca. 20 Minuten lang backen (je nach Größe eurer Hefe-Osternester).
  10. Nach Ende der Backzeit die Hefenester aus dem Ofen nehmen, mit der restlichen Butter bestreichen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Ich wünsche euch schöne Osterfeiertage und viel Spaß beim Hefeteig-Nachbacken. Genießt die Zeit.

Ich bin Anna, ich betreibe den Blog "teigliebe" und Backen ist für mich mehr als nur ein Hobby. Ich liebe es Menschen in meinem Umfeld mit meinen selbst gebackenen Leckereien ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern und glücklich zu machen.