Hochzeit: Die schönsten und schrägsten Bräuche und Traditionen aus aller Welt

Kommentare29

Die Hochzeit ist für jedes Brautpaar auf der Welt etwas ganz Besonderes. Am 18.8.18 müssen Standesbeamte gar Zusatzschichten einlegen. Doch nicht in jedem Land läuft eine Hochzeitsfeier gleich ab. Denn es gibt jede Menge unterschiedliche Bräuche und Traditionen. © spot on news

Auf den Klassiker verzichtet kaum eine Braut: Das Brautstrauß-Werfen! Diese Tradition stammt ursprünglich aus der Renaissance und kommt so gut wie in jeder amerikanischen Romantic Comedy vor. Die Dame, die den Strauß fängt, wird als nächstes heiraten, heißt es.
Aus der viktorianischen Zeit stammt der Spruch: "Something old, something new, something borrowed, something blue." Nicht selten tragen Bräute bei der Hochzeit etwas Altes, Neues, Geliehenes und Blaues bei sich. Häufig wird ein blaues Strumpfband gewählt - als etwas Blaues und Neues.
In der Türkei werden traditionell verschiedene Dinge in die gemeinsame Wohnung des Paares gebracht: Als Erstes der Koran als Symbol für den Glauben, ein Spiegel für Erleichterung, eine Kerze für Licht, Reis für Fruchtbarkeit und Segen sowie Zucker für die Süße des Lebens.
In Schottland ist alles Grüne verboten! Diese Farbe sei den Elfen vorbehalten, heißt es. Um sie nicht zu verstimmen, darf niemand der Hochzeitsgäste in Grün erscheinen und auch beim Hochzeitsmenü wird auf Rosenkohl, Brokkoli oder Salat verzichtet.
In Dänemark wird auf Hochzeiten fleißig geknutscht – mit dem Brautpaar! Bei der Feier besagt es die Tradition, dass auch Freunde und Verwandte die Frischvermählten küssen dürfen. Allerdings nur, wenn sich Braut und Bräutigam nicht im gleichen Raum aufhalten.
In Frankreich geht es noch wilder zu! Die Braut platziert sich in die Mitte des Festsaales und lässt ganz bewusst vor allen Anwesenden ihren Rock langsam immer höher gleiten. Alle Männer bieten Geld für jeden Zentimeter mehr – bis das Strumpfband sichtbar ist. Früher wurde so der Schneider bezahlt.
In Schweden heißt es, Blickkontakt halten! Es soll Glück bringen, der Braut tief in die Augen zu sehen. Allerdings wird das nicht nur bei den Feierlichkeiten praktiziert, sondern auch vor der Hochzeit – sodass es vorkommen kann, dass jemand für tiefe Blicke an der Haustür klingelt!
In Thailand wiederum teilt sich das Ehepaar sein Ehebett für eine Zeit mit dem ältesten Ehepaar der Feier. Doch das war nicht alles. Drei Tage müssen Sesam, Reis, ein Steinstößel, Münzen und eine mit Regenwasser gefüllte Schüssel mit im Bett bleiben, sonst bricht Unglück herein!
In Kenia wird eine Massai-Braut vor der Hochzeit von ihrem Vater bespuckt. Damit gibt er ihr seinen Segen. Er spuckt Milch auf ihren Kopf und die Brust und sagt dabei "Möge Gott Dir viele Kinder schenken".
In Mexiko heißt es zuschlagen – auf eine Hochzeits-Piñata! Die hohle Papp-Figur wird mit Süßigkeiten oder anderen kleinen Geschenken gefüllt und an der Decke oder einem Baum angebracht. Das Brautpaar darf dann mit einem Stock und verbundenen Augen zuschlagen. Das soll alle feindlichen Gefühle des Eheglücks verjagen.
In Rumänen ist es Tradition, in der Kirche, dort wo das Brautpaar während der Trauung steht, Geldmünzen zu verteilen. Das soll bedeuten, das Geld und Wohlstand nicht so wichtig sind, wie das Eheglück selbst.
In Korea übergibt die Braut nach der Hochzeit ihren Schwiegereltern Datteln und Kastanien – als Symbol für Fruchtbarkeit. Sie werfen diese zu ihrer Schwiegertochter zurück, die die Früchte mit ihrem Kleid auffangen soll. Die Anzahl, die sie fängt, soll verraten, wie viele Kinder sie gebären wird.
Besonders beliebt sind bei Hochzeitstagen Schnapszahlen-Termine. Laut dpa wollen sich allein in Dresden an diesem Tag 39 Paare das Ja-Wort geben. Australische Forscher haben nachgeforscht, ob ein Termin wie der 18.8.18 wirklich Glück bringt ...
und die Antwort ist: nein.. Die Forscher untersuchten 14 Jahre niederländische Heiratsregister und fanden heraus, dass Paare, die sich an Daten mit speziellen Zahlenkombinationen die lebenslange Liebe geschworen haben, häufiger scheiden als andere Ehepaare.
Trotzdem – der 18.8.2018 war laut dpa schon Monate zuvor in etlichen Standesämtern schon seit Monaten vergeben. Auch für den 19.9.2019 gibt es schon etliche Interessenten. Wer an diesem Tag heiraten will, sollte also nichts anbrennen lassen.
Neue Themen
Top Themen