"Morgestraich" in Basel: Die Fasnacht hat begonnen

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Die "drey scheenschte Dääg" haben begonnen - mit lautstarker Kritik. (ank/dpa)

"Morgestraich, vorwärts, marsch!": Die Basler Fasnacht ist gestartet.
Seit 4.00 Uhr früh ziehen die Narren musizierend durch Basel.
Rund 18.000 Aktive und 200.000 Zuschauer feiern jedes Jahr die "drey scheenschte Dääg".
Begleitet von der Musik der Piccoloflötenspieler und Trommlerinnen in Kostümen und Masken beginnt das Fest mit dem Umzug der riesigen kunstvoll bemalten Laternen.
Auf den Laternen werden sowohl die große Politik als auch Lokalskandale auf die Schippe genommen - so auch der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un und seine Atombombenfantasien.
Zu sehen ist diesmal etwa auch die deutsche Kanzlerin Angela Merkel samt Raute, umringt von Donald Trump, Kim Jong Un und Wladimir Putin beim Risiko-Spiel. Untertitel: "D'Wält stoot uff em Spiil!" (Die Welt steht auf dem Spiel!)
Merkel, Putin und auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sind auf mehreren Laternen zu sehen.
Diese Laterne ziert ein Vogel und der Schriftzug "Basel zerscht" - ein weiterer Seitenhieb auf Trumps "America First". Eine andere Laterne ist mit einem digitalen Wurm verziert: "Dr Grieg totaal isch digitaal" (der Krieg total ist digital) und "Für'n Weltkrieg mit totalem Schaden, musst Du nur noch das Handy laden".
Seit 2017 gehört die Basler Fasnacht zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit. Die Unesco erweitert diese Lise ständig.
Die Basler Fasnacht findet genau 40 Tage vor Ostern statt - so lange soll die vorösterliche Fastenzeit schließlich dauern. Weil die katholische Kirche aber die Sonntage einst ausnahm, feiern die überwiegend evangelischen Basler sechs Tage später.
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