Wo es einen roten Teppich gibt, da gibt es auch Geschmacklosigkeiten auf hohem Niveau. Bei den British Fashion Awards dürfen die Gäste modisch auftrumpfen - manche übertreiben es aber deutlich.

Wenn in London die British Fashion Awards verliehen werden, sollen und dürfen sich die geladenen Gäste natürlich ordentlich aufrüschen. Ein neongrüner Tüllunfall, wie ihn Model Adwoa Aboah ausführt, ist allerdings kein Augenschmeichler.
Auch das obligatorische transparente Spitzenkleid war natürlich wieder dabei. Laura Haddocks Version in lila mit extravielen Volants ist auch nicht gerade der Bringer. Noch schlimmer: Outfits dieser Art haben wir einfach schon zu oft gesehen.
Sängerin Soko findet aber, das man das gar nicht oft genug zeigen kann, und kombiniert zu ihrem Kleid weiße Socken und eine finstere Miene.
Nicole Scherzinger zeigt, dass Transparenz nicht nur bei Kleidern das große Ding ist und war in ihrem gewagten Hosenanzug ganz sicher DER Hingucker des Abends.
Visagistin Isamaya Ffrench setzte ebenfalls aufs Beinkleid und zog sich den Bund ihrer Hose anscheinend bis unters Kinn. Was unten zu kurz war, machte ihr Outfit an der Länge der Ärmel wieder wett.
Stil-Ikone Alexa Chung entschied sich für die Anzugversion des Morgenmantels ihrer Oma. In weniger bemüht damenhaften Anziehsachen gefällt sie uns wesentlich besser.
Wenig Stoff = sexy Outfit ist eine Rechnung, die oft aufgeht. Einfach ein Kleid anzuziehen, das zwei Nummer zu klein ist, sieht aber nur albern aus. Das hätte Amber Valletta mit einem kurzen Blick in den Spiegel auch herausfinden können.
Und auch die wunderschöne Lara Stone sieht in ihrem Mini-Kleid wenig glamourös aus und scheint sich selbst nicht wohl zu fühlen.
Männer und Mode? Auch nicht so einfach. Im schwarzen Anzug machen sie selten etwas verkehrt - wirken aber wenig (mode-)mutig. Das kann man von Designer Alessandro Michele und Jaret Leto wirklich nicht behaupten. Letos Satin-Morgenmantel ist aber auch nicht gerade roter-Teppich-tauglich.
Ende November wurden in Los Angeles die American Music Awards verliehen. Ein Großteil der anwesenden Damen nimmt derlei Großereignisse ja stets zum Anlass, auf körperliche Vorzüge hinzuweisen. Doch tiefe Ausschnitte und transparente Stoffe sind - wie hier bei Sängerin Kat Graham - längst kein Garant für einen großen Auftritt.
Das Dilemma sieht man bei der Träller-Truppe Fifth Harmony gleich in fünffacher Ausführung. Schlitze und Cut-Outs en masse - doch hätte man aus dem Stoff lieber zwei elegante Kleider schneidern sollen.
Wenigstens hat Chrissy Teigen - hier an der Seite ihres Gatten John Legend - auf einen tiefen Ausschnitt zum hohen Beinschlitz verzichtet. Dass ein stilsicherer Auftritt mit übertrieben hohen Beinschlitzen nicht möglich ist, nimmt sie mit Humor.
Hose vergessen? Ach was! Idina Menzel hypnotisiert die Fotografen mit ihrem irren Blick einfach ... "Bitte gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen!"
Dass die Rechnung "weniger Stoff = mehr Sex-Appeal" nicht aufgeht, sieht man auch bei auch Olivia Munn. Ein Kleid, das mindestens zwei Größen zu klein ist, sieht einfach nur albern aus.
Zugeknöpft zeigt sich dagegen Heidi Klum. Da sie sich allerdings für einen Hosenanzug entschieden hat, den andere nicht mal zum Fasching anziehen würden, ist auch ihr Auftritt alles andere als elegant.
Gigi Gorgeous dagegen wäre mit diesem Outfit bei der "Venus" wirklich besser aufgehoben gewesen als bei der ehrwürdigen Award-Show.
Längsstreifen machen schlank? Soll ja so sein - allerdings gilt die Regel nicht, wenn man sie wie Janelle Monae als dicke Plüsch-Jacke trägt. Und sonst nichts ...
Dass die Thorne-Schwestern Dani und Bella sich ganz dolle lieb haben und alles miteinander teilen, hätten wir ihnen auch ohne die identischen neongrünen Haarspitzen geglaubt.
Hey, Bebe Rexha: Andrea Berg hat gerade angerufen und will ganz schnell ihre Klamotten zurück!
Gigi Hadid hat sich kurz vor ihrem Auftritt noch schnell in Omas Häkel-Decke gewickelt - leider ist das "gute Teil" dann doch noch zehn Zentimeter heruntergerutscht.