Die modischen Fehltritte bei den Grammys

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Wo es einen roten Teppich gibt, da gibt es auch Geschmacklosigkeiten auf hohem Niveau. Bei den Grammys machten die Stars da keine Ausnahme.

Man sollte sich keinem von außen aufgezwungenen Beauty-Diktat unterwerfen. Richtig. Das heißt allerdings nicht, dass man sich gleich in die unvorteilhafteste Klamotte aller Zeiten zwängen sollte - so wie Gospel-Sängerin Tamela Mann bei den Grammys.
Sängerin Vaja erschien als cremefarbenes "Graf Zahl"-Double bei den Grammys. Gegen das Kleid ist nichts einzuwenden - gegen dieses unnötige Stehkragen-Cape hingegen schon.
Minus mal Minus ergibt bekanntlich Plus. Für Mode gilt das allerdings nicht, wie das Outfit von Medalion Rahimi beweist. Blaue Flokati-Jacke plus Prilblumenkleid ergibt eindeutig grässlich.
Egypt Jahnari Criss, Tochter des Rappers Treach, konnte sich eindeutig nicht entscheiden, ob sie als Schneewittchen oder als Rockerbraut zu den Grammys gehen will. Die Entscheidung für eine Kombination aus beidem war die denkbar schlechteste Wahl.
Umstandsmode ist ein Thema für sich - im Morgenmantel muss man als Schwangere dennoch nicht bei den Grammys erscheinen. (Bild: Musikerin Ciara an der Seite ihres Verlobten, dem NFL-Spieler Russell Wilson)
In Hollywood wollen sich alle jünger machen. Eigentlich. Rebecca Sweet, Frau von Country-Musiker Phillip Sweet, gelingt mit diesem zweireihigen Samt-Albtraum in Schwarz genau das Gegenteil.
Man muss nicht näher ausführen, wie scheußlich das Kleid von Sängerin Santigold ist. Sich in einem rosafarbenen Schulmädchen-Kleid samt dreiköpfiger Seeschlange auf dem roten Teppich der Grammys zu präsentieren, ist ein Statement und hat eindeutig Respekt verdient.
Solange Knowles heimste bei den Grammys einen Preis ein - allerdings nicht für ihren Modegeschmack. Entweder, ihr Totemtier ist eine Motte, oder sie wurde unmittelbar vor ihrem Auftritt bei den Grammys von einer Riesenspinne in einen Kokon eingewoben.
Weniger ist manchmal mehr: Der Spruch ist zwar abgedroschen, gilt aber immer noch - ganz besonders für Blumenmuster. Elle King, das lebende Bukett der Grammys 2017, hätte ihn beherzigen sollen.
Einfach mal das Oberteil vergessen - dieser "Trend" scheint nie aus der Mode zu kommen. Aber wenn die Jacke schon das einzige richtige Kleidungsstück ist, so wie bei Musikerin Symon, dann hätte man sich etwas mehr als ein billiges Polyester-Sakko gewünscht.
Aus Neopren kann man nicht nur Taucheranzüge machen, sondern offenbar auch Kleider - so wie das von Singer-Songwriterin Laura Pausini. Wieder was gelernt!
Nein, es gab keinen Wasserrohrbruch bei den Grammys. Country-Musiker Rory Lee Feek erschien trotzdem in Latzhose und hochgekrempelten Hemdsärmeln. Ein bisschen mehr hätte er sich in Schale werfen können - er war immerhin nominiert!
Sie ist ein gerne gesehener Gast bei den Golden Globe Awards: Heidi Klum war auch 2017 wieder auf dem roten Teppich - in einem Kleid, das aussieht, als hätte sie auf einem schmalen Streifen Stoff alte Klettverschlüsse, die sie über die Jahre angesammelt hat, befestigt.
Nicole Kidman hat es über die Jahre mit Botox und anderen vermeintlichen Verjüngungskuren ein bisschen übertrieben. In diesem Gruftie-Kleid sieht sie wie eine extrem blasse Wachsfigur aus. Kein besonders gelungener Auftritt.
Keri Russell ist die Mutter eines sieben Monate alten Sohnes. Das könnte erklären, wieso sie so müde und ausgezehrt aussieht. Der graue Leoprint-Alptraum, den sie anhat, macht die Sache aber tatsächlich nochmal viel schlimmer.
Das Konstrukt auf Sophie Turners Hüften sieht aus, als hätte ein Designer drei Ideen, aber nur genug Stoff für ein Kleid gehabt. Da passt gar nichts zusammen.
Kristen Wiig mag die lustigste Frau bei den Golden Globes gewesen sein - die bestangezogene war sie definitiv nicht. Omas Tischdecke war vielleicht doch keine so gute Wahl.
Chris Sullivan wusste mangels Nominierung schon vor der Preisverleihung, dass er leer ausgehen würde. So wollte er wenigstens auffallen. Goldene Schuhe, grün-goldenes Jackett und eine Sonnenbrille in Herzform verschaffen ihm immerhin einen Platz in der Liste der am schlechtesten angezogenen Stars.
Annette Benings Ziel scheint es gewesen zu sein, mehr zu funkeln als die goldene Statuette, die es bei den Golden Globes zu gewinnen gibt. Egal, wie das aussieht.
Überstrahlt wurde Bening nur von Sarah Paulson in diesem funkelnden Stück Designer-Müll.
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