Böser Twitter-Patzer von Hulk Hogan: Die Wrestling-Legende hat ein Foto von Josef Fritzl verbreitet. Offenbar wusste Hogan nichts von der Inzest-Tragödie in Österreich. Entsprechend heftig sind die Reaktionen.

Josef Fritzl ist ein rechtskräftig verurteilter Straftäter aus Österreich. Er hat rund 24 Jahre lang seine Tochter in einem Keller eingesperrt, sie missbraucht und vergewaltigt - und mit ihr sieben Kinder gezeugt. Die grausame Tat und das Schicksal der Frau beschäftigte die Öffentlichkeit jahrelang. Doch Wrestling-Star Hulk Hogan hat von diesem Fall offenbar noch nie etwas gehört. Bis gestern.

Denn am 1. April ist Hogan auf einen bitterbösen Scherz hereingefallen. Ein Internetnutzer montierte Fritzls Kopf auf ein T-Shirt. Auf dem Oberteil stand, um die Sache noch fieser zu gestalten, auch noch "bester Vater der Welt". Mit der Bitte um einen Retweet schickte der Mann Hogan die Fotomontage und behauptete, Fritzl sei sein Großvater, der so gut wie nie eine Wrestling-Show verpasse.

Das ist der Tweet, der den Wrestler erreichte:

Hogan meinte es vermutlich nur gut, er wollte dem Fan einen Wunsch erfüllen - und setzte den Retweet.

Was dann geschah, war vorherzusehen: Der Tweet, für die Öffentlichkeit bis dahin kaum zu sehen, verbreitete sich an Hogans 1,2 Millionen Follower, wurde knapp 4.000 Mal geretweetet. Und Hogan wurde zum Gespött der Twitter-Gemeinde.

"Hulk Hogan war auch mal intelligenter", "Wie doof bist du eigentlich?" oder "Der dümmste Retweet aller Zeiten" waren noch vergleichsweise freundliche Kommentare. Irgendwann bemerkte Hogan dann doch, dass er in die Falle getappt war und löschte seinen Retweet.

Ob Hogan aus der Panne lernt? Schon vor drei Wochen war er auf einen ähnlich geschmacklosen Retweet-Witz hereingefallen - und erkannte ein Foto der seit Jahren verschwundenen Madeleine McCann nicht. (sw)