Er ist einer DER aufstrebenden Stars im Wrestling: Elias. Der 32-Jährige hat zwar noch keinen Titel in der WWE gewonnen und pöbelt ständig die Fans an. Trotzdem feiern sie ihn. Im Interview mit unserer Redaktion spricht Elias über seinen ungewöhnlichen Weg in die WWE.

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Elias, in der WWE treten Sie oft gar nicht als Wrestler auf, sondern setzen sich in den Ring und spielen Gitarre. Wie kam es dazu?

Elias: Im Wrestling habe ich das zum ersten Mal bei NXT (Anm. d. Red.: Die Nachwuchsliga der WWE) gemacht. Dort kam ich mit dem Beinamen "The Drifter" (auf Deutsch: der Herumtreiber, Landstreicher) zum Ring.

Ich habe aber vorher schon Gitarre gespielt. Öffentlich tat ich das zum Beispiel in Florida. Ich saß vor den Veranstaltungen von NXT auf einem Stuhl, spielte Gitarre und sprach mit den Leuten, die zu den Shows gingen. Damit wollte ich einfach auf mich und meine Musik aufmerksam machen. Ich wollte unbedingt bei NXT dabei sein.

Wie war es für Sie, das erste Mal bei NXT dabei zu sein und vor Hunderten Leuten zu spielen?

Nervös war ich nicht, eher positiv aufgeregt. Ich wusste ja, dass ich Gitarre spielen kann. Endlich konnte ich den Leuten etwas zeigen, was sie so noch nicht gesehen haben. Nun können Sie mich jeden Montag bei "Monday Night Raw" sehen. Ich wusste, dass ich an etwas Großem dran bin.

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Bei den Zuschauern kommt Ihr Showcharakter richtig gut an, obwohl Sie einen Bösewicht darstellen. Gefällt es Ihnen eigentlich, Leute ständig zu beleidigen?

Darum geht es nicht. Wenn ich im Ring sage, dass es eine beschissene Stadt ist, in der ich gerade bin, ist es auch eine beschissene Stadt. Ich bin einfach nur ehrlich.

Jedes Mal, wenn ich in einer anderen Stadt aufschlage, spreche ich mit Leuten und schaue mir die Sehenswürdigkeiten an. Einfach um ein Gespür für die Stadt zu bekommen. Danach sage ich den Leuten die Wahrheit.

Falls es eine großartige Stadt mit großartigen Leuten ist, bin ich auch bereit, das auszusprechen. Aber in solch einer Stadt war ich eben noch nicht.

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Und was ist mit Ihrer Heimatstadt Pittsburgh?

Nein! Definitiv nicht. Nein! Da lebe ich auch nicht mehr. Aus guten Gründen.

Sie sind erst seit April 2017 in den WWE-Hauptshows, trotzdem mischen Sie schon bei den ganz Großen mit. Sie haben gegen Seth Rollins, Braun Strowman oder Roman Reigns gekämpft. Ist Ihnen dieser schnelle Aufstieg nicht unheimlich?

Nein, Mann! Das habe ich mir mein ganzes Leben so vorgestellt. Sogar mehr. Es ist mir nicht unheimlich, es ist aufregend. Es macht Spaß und ist richtig cool, das auszuleben, wovon ich immer geträumt habe.

Beim "SummerSlam" am Sonntag haben Sie aber kein Match. Sie kommen lediglich in den Ring, um einen Song zu spielen. Was erwarten Sie von Ihrem Auftritt?

Ich will einfach performen, meinen Song singen, ihn zu Ende spielen. Und danach ernte ich Standing Ovations. So wie es immer sein soll.

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Und falls Sie jemand stört? Bobby Lashley zum Beispiel, der hat das ja zuletzt gerne gemacht.

Falls er das tut … Glauben Sie mir, dessen bin ich mir auch bewusst. Der Typ unterbricht mich jede Woche. Jedenfalls habe ich eine Überraschung für ihn parat, sollte er es wieder tun.

Ich mag es nicht, wenn meine Gitarren zu Bruch gehen, vor allem nicht meine neuen. Fender sponsert mich, ich will diesen Gitarren nichts antun. Sollte Bobby Lashley mich weiterhin zur Weißglut treiben, muss ich es aber tun.

Unser Redakteur Andreas Maciejewski ist in New York vor Ort und berichtet rund um den "SummerSlam". Er schreibt über seine Reise auch auf Twitter und Facebook.