Neues Album von Helene Fischer: Gibt es wieder ein "Atemlos"?

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Endlich ist es da: Helene Fischers neues Album. Aber lohnt der Kauf? Wie viele neue Superhits sind drauf auf "Helene Fischer"? Wir haben sämtliche Songs auf Charts-Tauglichkeit geprüft. © teleschau - der mediendienst GmbH

Na, auch schon ganz "atemlos"? Immerhin veröffentlicht Deutschlands Schlager-Queen endlich ein neues Album! Aber wie ist es um die Hit-Dichte bestellt? Wir haben "Helene Fischer" auf Herz und Nieren geprüft.
"Nur mit dir": Dreisilbiger Refrain, fast dieselbe Melodiefolge - auf einen "Atemlos"-Klon muss man nicht lange warten. Es ist schon der erste Track: "Wir steigen höher, sei bereit!" Hit-Potenzial: 100 Prozent.
"Sonne auf der Haut": Eurodance-Gedächtnisbeats und Euphorie-Gesang zu Handclaps aus dem Computer. "Ich hab Lust auf mehr, wir träumen laut. Und das Leben schmeckt nach Sonne auf der Haut." Bald wahrscheinlich in der TUI-Fernsehwerbung. Hit-Potenzial: 30 Prozent.
"Wenn Du lachst": Perlendes Piano und die Fischer mit ganz viel Gefühl: "Und ich vergess' alle Zweifel, alle Sorgen - wenn du lachst." Will Helene wirklich nicht mal zum ESC? Hit-Potenzial: 65 Prozent.
"Flieger": Die Gitarre ist NDW, der Refrain eine technoide Marsch-Polka. "Keiner hier bleibt auf der Strecke", verspricht Helene. Wir gehen mit. Hit-Potenzial: 60 Prozent.
"Herzbeben": In Helenes Brust pulsieren funky Technobeats. Ist die schöne Blonde am Ende doch ein Cyborg? Wie auch immer. Ein Chartstürmer wird das eher nicht. Hit-Potenzial: 10 Prozent.
"Wir zwei": Den Refrain hätte schon Roland Kaiser in den 70ern so ähnlich gesungen. So coole Beats und Bässe gab's da aber noch nicht. Schlager-Pop eben. Bleibt aber nicht haften. Hit-Potenzial: 30 Prozent.
"Schon lang nicht mehr getanzt": Schifferklavier und eine romantische Erzählung in der dritten Person. Rosamunde Pilcher in Schlager gegossen. Was für Mutti. Aber nix für die Charts. Hit-Potenzial: 20 Prozent.
"Viva La Vida": Olé! Se­ño­ri­ta Fischer heißblütig zu Flamenco-Gitarre und Ricky-Martin-Animier-Beats. "Die Luft, sie brennt wie Feuer. Die Sinne, sie pulsieren." Wirklich? Nö. Da tanzen wir nicht mit. Hit-Potenzial: 5 Prozent.
"Achterbahn": Schlagwortpop im Konfektionskostüm. Der Refrain fliegt aus der Kurve. Auch da fahren wir nicht mit. Hit-Potenzial: 0 Prozent.
"Du hast mich stark gemacht": Die Schlager-Queen sehr zerbrechlich und nur ein bisschen schmalzig. Wir zücken die Taschentücher. Hit-Potenzial: 60 Prozent.
"Das volle Programm": Synthesizer, Disco-Beats und ein Song-Aufbau nach Bauklötzchenprinzip: Das volle Programm eben. Der Refrain hält nicht ganz das Versprechen. Hit-Potenzial: 50 Prozent.
"Dein Blick": Dürfen wir vorstellen: Helene Fischer, Honky-Tonk-Woman. In Nashville würde sie für so eine Fernfahrerkneipenromantik geteert und gefedert, von The BossHoss könnte es aber einen Heiratsantrag geben. Hit-Potenzial: 5 Prozent.
"Lieb mich dann": Leise rieselt die Ballade. Nur Gitarre und Geige schauen zu. "Weiß ich nicht weiter, bist du mein Wegbegleiter!" Ach Gottchen. Tim Bendzko, Max Giesinger und Co. aufgepasst! Hit-Potenzial: 65 Prozent.
"Wir brechen das Schweigen": Und noch mal Gitarren-Pop nach patentierter Echo-Formel, nur echt mit Oh-Oh-Oh-Refrain. Schlagerspuren sind nur noch mikroskopisch nachweisbar. Hit-Potenzial: 80 Prozent.
"Sowieso": Erotik im Techno-Tempel: "Die Luft ist so heiß, das kleine Schwarze auf der Haut." Auf Malle gehen die Hormone steil. Aber nur mit ganz viel Alkohol. Hit-Potenzial: 40 Prozent.
"Genau mein Ding": Disco-Inferno aus der Gute-Laune-Hölle. "Steig einfach ein!" Eher nicht. Hit-Potenzial: 40 Prozent.
"Weil die Liebe nie zerbricht": Die Chanteuse räkelt sich gedanklich auf dem Flügel - die Streicher tragen sie davon. Läuft wahrscheinlich im Abspann der nächsten Til-Schweiger-Kinoromanze. Hit-Potenzial: 50 Prozent.
"Adieu": Zum Abschluss noch mal Akkordeon, die Leichtmatrosin des deutschen Pop blickt ergriffen, aber aufrecht aufs Meer. Chansonesk! Hit-Potenzial: 30 Prozent.
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