Andreas Gabalier wird 35: Sein ungewöhnlicher Weg zum Schlagerstar

Er ist erfolgreich, brachte frischen Wind in die Volksmusik und sorgt mit seinen Ansichten für Kontroversen: Andreas Gabalier, der am 21. November seinen 35. Geburtstag feiert, hat sich auf seinem Weg zum gefeierten Schlagerstar nie aufhalten lassen. Ein Rückblick. © spot on news

Andreas Gabalier wird 1984 in Friesach bei Kärnten geboren. Seine Kindheit verbringt er mit seinen Eltern und den drei Geschwistern in Graz und beginnt nach seinem Schulabschluss ein Studium der Rechtswissenschaften. Seine Leidenschaft gilt bereits da der Musik.
In einem Hobbystudio nimmt Gabalier seine ersten Lieder auf. 2008 schickt er zwei seiner Werke an einen steiermärkischen Radiosender, der die Songs prompt spielt – Gabalier gelingt der Durchbruch in seiner Heimat.
2009 nimmt er am nationalen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest teil und veröffentlicht sein Debütalbum "Da komm' ich her", das es bis auf Platz vier der österreichischen Charts schafft.
Besonders mit dem Titel "Amoi seg' ma uns wieder" (Einmal sehen wir uns wieder) berührt er seine Fans. Darin verarbeitet Gabalier (im Foto mit Mutter Huberta und Bruder Willi) den Tod seines Vaters und seiner Schwester, die sich 2006 und 2008 das Leben nahmen.
2011 wird dann auch das deutsche Publikum auf ihn aufmerksam: Bei der TV-Show von Carmen Nebel (re.) performt er seinen Song "I sing a Liad für di" aus seinem zweiten Album "Herzwerk" (2010) und schafft es mit dem Titel in die deutschen Single-Charts.
In Österreich hält sich das Lied 132 Wochen lang in den Charts, womit es das bisher am längsten gelistete in den österreichischen Charts ist. Auch sein 2011 erschienenes Album "Volks-Rock‘n’Roller" wird zum Erfolg. Der Name ist Programm...
Dank Gabalier, der stets in Lederhose, mit lässiger Tolle und einem Hirschgeweih-Mikroständer auftritt, bekommt die Volksmusik durch seine Rock'n'Roll-Einflüsse ein frischeres Image. Für seine Auftritte werfen sich sogar die Fans in die Tracht. Zu seinen größten Hits zählen "Hulapalu" und "Verdammt lang her".
2014 nimmt er an der VOX-Show "Sing meinen Song – Das Tauschkonzert" teil. Xavier Naidoo (4.v.l.) erreicht mit seiner in der Sendung gesungenen Version von Gabaliers Ballade "Amoi seg’ ma uns wieder" sogar Platz 12 der deutschen Charts. Ein Wiedersehen mit Naidoo gibt es bei der Konzertreihe "MTV Unplugged", die Gabalier 2016 als erster österreichischer Künstler bestreiten darf.
Gabalier erhielt in seiner bisherigen Karriere auch zahlreiche Auszeichnungen. Dazu gehört ein Echo in der Kategorie Volkstümliche Musik (2012), der Bambi in der Kategorie Shooting Star und der Amadeus für Best Live Act.
Der Steirer eckt auch an: Bei einem Formel-1-Rennen (Foto) stimmt Gabalier 2014 die österreichische Hymne an und besingt nur die "großen Söhne" und nicht dem Liedtext nach auch die "großen Töchter". Die Social-Media-Gemeinde, Frauenrechtlerinnen, Politiker und Politikerinnen zeigten sich im Anschluss empört.
Auch mit teils sehr konservativen Äußerungen (Mütter sollten länger die Kinder hüten) stößt er auf Kritik. "Die Toleranz reicht doch nur so weit, bis irgendjemand anderer Meinung ist. Dann wird mit Händen und Füßen darauf losgehackt", wehrt er sich 2015 im Interview mit "spot on news" gegen seine Kritiker.
Im September gibt Gabalier die Trennung von Silvia Schneider bekannt. "Ich bin auch nicht auf der Suche nach einer neuen Frau. Ich genieße lieber die Ruhe, gehe in die Berge und bin dort ganz allein mit mir“, sagte er danach in einem "Bild"-Interview.