Boygroups - früher und heute

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In den 90er Jahren ließen eine Vielzahl an Boygroups Teenieherzen höherschlagen. Die Trennung von "Take That" oder das Ende von "NSYNC" sorgten weltweit für Schlagzeilen. Doch was ist aus den einstigen Weltstars geworden? Nicht nur die "Backstreet Boys" rocken noch immer die Bühne. © spot on news

Sie gelten als eine der erfolgreichsten Boybands aller Zeiten: Die "Backstreet Boys". A. J. McLean, Howie Dorough, Nick Carter, Kevin Richardson und Brian Littrell konnten seit ihrer Gründung im Jahr 1993 bisher über 175 Millionen Tonträger verkaufen. Auch auf einen eigenen Stern auf dem Walk of Fame können die Jungs inzwischen stolz sein.
Unglaublich aber wahr: Noch heute sind die "Backstreet Boys" in Original-Besetzung (!) unterwegs. Bis Ende April 2019 ist die Boygroup noch in ihrer Las-Vegas-Show zu sehen, dann geht es mit dem im Januar erscheinenden neunten Studioalbum "DNA" auf große Welttournee. Für ganze sechs Konzerte machen die Jungs auch in Deutschland halt.
Doch zehn Jahre später wagten Gary Barlow, Howard Donald, Mark Owen und Jason Orange ein Comeback und sogar Robbie Williams war kurzzeitig wieder mit von der Partie. Unter anderem stand die Band gemeinsam beim Benefiz-Konzert "One Love Manchester" auf der Bühne. Das achte Studioalbum erschien 2017 und landete in Großbritannien auf Platz zwei der Charts. Zurzeit ist die Band nach dem Ausstieg von Jason Orange in Dreier-Besetzung unterwegs und will zum 30-jährigen Jubiläum ein "Greatest Hits"-Album veröffentlichen und auf Europa-Tour gehen.
Die fünf Jungs von "NSYNC" bekamen 1995 ihren ersten Plattenvertrag und galten schnell als die zweiterfolgreichste Band neben den "Backstreet Boys". Mit ihrem zweiten Album "No Strings Attached" brachen sie im Jahr 2000 einen Rekord: Die Platte verkaufte sich alleine in der ersten Woche 2,4 Millionen Mal und wurde in den USA mit dem Diamant- und Platinstatus ausgezeichnet. Doch als Superstar Justin Timberlake entschied, sein Ding solo durchzuziehen, war Schluss. 2002 löste sich die Band auf.
Noch heute ist Justin Timberlake ein Weltstar und hat neben fünf Studioalben, die allesamt Platz eins der Charts erreichten und mit Gold und Platin ausgezeichnet wurden, auch eine beachtliche Hollywood-Karriere zu verzeichnen. So spielte er unter anderem die Hauptrolle in "Bad Teacher" an der Seite von Ex-Freundin Cameron Diaz und mimte in "Freunde mit gewissen Vorzügen" den Traumtyp aller Frauen an der Seite von Mila Kunis. Eine Reunion mit "NSYNC" gab es im Jahr 2013: Bei den MTV Video Music Awards stand die Band gemeinsam auf der Bühne.
Die "Lyte Funkie Ones" (kurz LFO) gründeten sich 1995. Den ersten großen Erfolg hatte die Band, die aus Rich Cronin, Devin Lima und Brad Fischetti bestand, allerdings erst vier Jahre später mit dem Hit "Summer Girls". Cronin verliebte sich 1999 in Schauspielerin Jennifer Love Hewitt und widmete ihr den Song "Girl on TV" – ebenfalls ein Hit der Band.
Inzwischen ist von der Besetzung nur noch Brad Fischetti am Leben. Lima (Bild) starb im Alter von 41 Jahren am 21. November 2018 an einem schweren Krebsleiden. Rich Cronin dagegen wurde nur 39 Jahre alt – er starb bereits 2010 an Leukämie. Eigentlich wollte die Band im Frühling dieses Jahres wieder gemeinsam auf Tour gehen.
Die Mitglieder der irischen Boygroup "Boyzone" wurden 1993 bei einem Gesangscasting entdeckt. Schon einen Tag später hatten sie völlig unbekannt ihren ersten Auftritt in einer Late-Night-Show und sorgten durch anzügliches Tanzen für Schlagzeilen. In den kommenden sieben Jahren verkaufte das Quintett mehr als 25 Millionen Platten und landete mit vier Alben auf Platz eins der Charts in Großbritannien und Irland. 2000 stieg Ronan Keating aus und begann eine erfolgreiche Solo-Karriere.
Nach sieben Jahren Pause gab die Band im November 2007 ihr Comeback in Originalbesetzung. Die Tour durch Irland und Großbritannien im Jahr 2008 war nach drei Stunden ausverkauft. Im Oktober 2009 verstarb Bandmitglied Stephen Gately an den Folgen eines Lungenödems. Am 16. November erschien das finale Album "Thank You & Goodnight". Der Song "I Can Dream" ist ein bewegendes Tribut an Gately. Im kommenden Frühjahr geht die Band zum 25-jährigen Jubiläum auf Abschiedstour durch Irland und Großbritannien.
Nicky Byrne, Kian Egan, Mark Feehily, Shane Filan und Brian McFadden gehörten seit 1998 der irischen Boyband "Westlife" an. Mit weltweit mehr als 43 Millionen verkauften Tonträgern gehören sie zu einer der erfolgreichsten Boybands Europas. Doch intern kam es immer wieder zu Streitigkeiten. 2004 verließ Brian McFadden die Gruppe und startete erfolgreich solo durch. In den folgenden Jahren kam es zu den üblichen kurzzeitigen Trennungen und Comebacks, bevor im Mai 2012 dann endgültig Schluss war.
Doch im Oktober 2018 gab "Westlife" tatsächlich ihr Comeback bekannt – erneut ohne Brian McFadden. Der Song, mit dem die große Reunion nach sechs Jahren Pause gelingen soll, stammt aus der Feder von Superstar Ed Sheeran. Auch eine Tour ist im Jahr 2019 geplant, vorerst allerdings nur in Irland und Großbritannien.