Chester Bennington wäre 42 geworden: Rückblick auf das viel zu kurze Leben des Linkin-Park-Sängers

Kommentare195

Linkin-Park-Sänger Chester Bennington wäre in diesem Jahr 42 Jahre alt geworden. Wir blicken zurück auf sein viel zu kurzes Leben.

Mehrere Singles des Albums sind auch heute noch Hymnen der jüngeren Rockgeschichte. Dazu zählen unter anderem "One Step Closer", "Crawling" oder "In The End". Zusammen mit Gründungsmitglied Mike Shinoda (2.v.l.) schreibt Bennington (l.) die Texte des Albums.
Mit "Meteora" (2003) knüpfen Linkin Park an den Erfolg des Debüts an. In zahlreichen Ländern landet das Album auf Platz eins, rund 18 Millionen Mal wird es verkauft. "Numb" und "Somewhere I Belong" sind die Hits des Albums.
Linkin Park experimentieren in ihren sieben Studioalben mit ihrem Musikstil. Er besteht aus einem Mix von Rock (Crossover und NuMetal), Hip-Hop und Electronic. Die Band bringt auch drei Remix-Alben heraus, die den Fokus auf elektronische Musik legen.
Die Liste der Preise für die Band ist lang. Um nur einige zu nennen: Linkin Park gewinnen zwei Grammys, drei World Music Awards und zehn MTV EMAs. In Deutschland werden sie unter anderem mit vier Echos ausgezeichnet.
Im Laufe der Zeit schlagen Linkin Park sanftere Töne an. Damit vergraulen sie aber mehr und mehr Fans der ersten Stunde. Zuletzt bringt die Band das Album "One More Light" (2017) heraus.
Die Band hat die Kritik aber nie gestört. Sein Ziel sei nie gewesen, möglichst viele Platten zu verkaufen oder Stadien zu füllen, sagte Bennington in einem Interview: "Unsere Absicht ist, Musik zu machen, die wir lieben."
Am 20. Juli 2017 dann der Schock: Bennington wird tot in seinem Haus nahe Los Angeles gefunden.
Sein Bandkollege Mike Shinoda meldet sich kurz nach Benningtons Tod über Twitter zu Wort: "Schockiert und untröstlich, aber es ist wahr."
Bennington hatte immer wieder mit Suchtproblemen und Depressionen zu kämpfen. In Interviews sprach er offen darüber. Er gab auch an, als Jugendlicher von einem älteren Bekannten sexuell missbraucht worden zu sein.
Der Soundgarden-Sänger Chris Cornell, ein guter Freund Benningtons, hatte sich Mitte Mai das Leben genommen. Benningtons Todestag am 20. Juli fällt auf den Geburtstag Cornells. Nach Cornells Suizid hatte Bennington auf Twitter geschrieben: "Ich kann mir keine Welt ohne dich vorstellen."
Später bestätigen sich die Befürchtungen: Bennington hat Suizid begangen. Fans auf der ganzen Welt trauern gemeinsam um ihr Idol.
Chester Bennington war sechsfacher Vater und in zweiter Ehe verheiratet. Die Recording Academy, die alljährlich die Grammy-Awards verleiht, würdigt ihn nach seinem Tod als einen "Helden des Hard Rock" mit einer enormen stimmlichen Bandbreite und einer starken Bühnenpräsenz.
Chesters Witwe Talinda versucht nun anderen Depressiven zu helfen. Zu seinem Geburtstag am 20. März möchte sie eine Kampagne für mentale Gesundheit starten: Fans sollen in den sozialen Medien ein Foto von sich mit erhobener Hand und den Worten "I am the change" posten.
Wenn Sie oder eine Ihnen nahestehende Person von Suizid-Gedanken betroffen sind, wenden Sie sich bitte an die Telefon-Seelsorge unter der Telefonnummer 08 00/ 11 10 - 111 (Deutschland), 142 (Österreich), 143 (Schweiz).
Neue Themen
Top Themen