Chester Bennington ist tot: Leben und Karriere des Sängers von Linkin Park

Chester Bennington ist tot. Der Sänger der US-Rockband Linkin Park ist im Alter von 41 Jahren gestorben. Wir blicken zurück auf die Historie der Band und das Leben des Sängers.

Chester Bennington stößt 1999 zu Linkin Park, die damals aber noch Hybrid Theory heißen. Erst dann benennt sich die Band um. Dafür lautet der Titel ihres Debütalbums "Hybrid Theory" (2000), mit dem Linkin Park sofort der Durchbruch gelang. Weltweit verkaufte sich die Platte über 27 Millionen Mal.
Mehrere Singles von Linkin Park sind auch heute noch Hymnen der jüngeren Rockgeschichte. Dazu zählen unter anderem "One Step Closer", "Crawling" oder "In The End". Zusammen mit dem Gründungsmitglied Mike Shinoda (2. v. li.) schreibt Bennington (li.) die Texte des Albums.
Mit dem Album "Meteora" (2003) knüpfen Linkin Park an ihren Erfolg an. In zahlreichen Ländern landet das Album auf Platz eins, rund 18 Millionen Mal wird es verkauft. "Numb" und "Somewhere I Belong" schaffen es unter anderem in die Charts.
Linkin Park experimentieren in ihren sieben Studioalben mit ihrem Musikstil. Er besteht aus einem Mix von Rock (Crossover und NuMetal) mit Hip-Hop und Electronic. Die Band bringt auch drei Remix-Alben heraus, die den Fokus auf elektronische Musik legen. Insgesamt sollen Linkin Park über 70 Millionen Tonträger verkauft haben.
Die Liste der Preise für die Band ist lang. Um nur einige zu nennen: Linkin Park gewinnen zwei Grammys, drei World Music Awards und zehn MTV EMAs. In Deutschland werden sie unter anderem mit vier Echos ausgezeichnet.
Im Laufe der Zeit schlagen Linkin Park sanftere Töne an. Damit vergraulen sie aber mehr und mehr Fans der ersten Stunde. Zuletzt bringt die Band das Album "One More Light" (2017) heraus. In der Single "Heavy" singt Bennington schwermütig über seine Gedanken. Im Refrain fragt er, warum alles so schwer sei.
Die Band habe sich an der Kritik aber nicht gestört. Sein Ziel sei nie gewesen, möglichst viele Platten zu verkaufen oder Stadien zu füllen, sagte Bennington im Mai in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur: "Unsere Absicht ist, Musik zu machen, die wir lieben."
Chester Bennington war sechsfacher Vater und in zweiter Ehe verheiratet. Die Recording Academy, die alljährlich die Grammy-Awards verleiht, würdigt ihn nach seinem Tod als einen "Helden des Hard Rock" mit einer enormen Stimmbreite und einer starken Bühnenpräsenz.
Sein Bandkollege Mike Shinoda (Bild) meldet sich kurz nach Benningtons Tod über Twitter zu Wort: "Schockiert und untröstlich, aber es ist wahr."
Der Soundgarden-Sänger Chris Cornell, ein guter Freund Benningtons, hatte sich Mitte Mai das Leben genommen. Benningtons Todestag am 20. Juli fällt auf den Geburtstag Cornells. Nach Cornells Suizid hatte Bennington auf Twitter geschrieben: "Ich kann mir keine Welt ohne dich vorstellen."
Am 20. Juli 2017 wurde Bennington tot in seinem Haus nahe Los Angeles gefunden, wie ein Sprecher der Gerichtsmedizin in Los Angeles der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Möglicherweise habe er Suizid begangen, sagte Sprecher Brian Elias. Der Vorfall werde aber noch untersucht.
Wenn Sie oder eine Ihnen nahestehende Person von Suizid-Gedanken betroffen sind, wenden Sie sich bitte an die Telefon-Seelsorge unter der Telefonnummer 08 00/ 11 10 - 111 (Deutschland), 142 (Österreich), 143 (Schweiz).
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