Demba Nabé ist tot: Das Leben des Seeed-Frontmanns in Bildern

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Demba Nabé, Frontmann der Berliner Band Seeed, ist tot. Er wurde nur 46 Jahre alt. Wir blicken zurück auf sein Leben.

Demba Nabé ist am Donnerstag, den 31. Mai 2018, im Alter von 46 Jahren verstorben. Fans und Musikkollegen sind schockiert von der Nachricht, die zumindest für Außenstehende völlig überraschend kam. Woran der Musiker starb, ist bislang nicht bekannt. (Bild: 2013)
Nabé (M.) war neben Peter Fox (r.) und Dellé einer der drei Frontmännern der bisher elfköpfigen Reggae- und Dancehall-Band Seeed, die für ihre energiegeladenen Live-Auftritte und Choreografien weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt ist. (Bild: 2014)
Demba Nabé wurde am 27. Januar 1972 in Berlin-Buch geboren, einem Ortsteil im Osten der Stadt. Über das Privatleben des Musikers ist wenig bekannt. Nach Angaben des Musikmagazins "Laut.de" schrieb er ab dem Jahr 1989 Theaterstücke, die unter seiner Regie inszeniert wurden. (Bild: 2003)
Er konzentrierte sich zunehmend auf die Musik, die er schon in seinen Theaterproduktionen einfließen ließ. Sein Fokus lag dabei auf Gesang, Klarinette, Songwriting und Tanz. Auch als bildender Künstler trat Nabé später in Erscheinung, diverse Plattencover wurden von ihm entworfen. (Bild: 2013)
Im Jahr 1998 gründete er unter dem Namen Ear mit zehn anderen Musikern ein Bandprojekt, dessen Musik die Massen noch heute zum Sieden bringt: Seeed war geboren. Ihr erstes Album "New Dubby Conquerors" aus dem Jahr 2001 erreichte in Deutschland Goldstatus. (Bild: 2001)
Es folgten drei weitere Studioalben - "Music Monks" (2003), "Next!" (2005) und "Seeed" (2012) - sowie ein Live-Album (2006). Die Platte "Seeed" stand 47 Wochen auf Platz 1 der deutschen Albumcharts und wurde mit über 310.000 verkauften Exemplaren dreifach mit Gold ausgezeichnet. (Bild: 2012)
Die Musik von Seeed - eine Mischung aus Dancehall, Hip-Hop, Ska und viel Bass – begeistert Menschen rund um den Globus. Seeed ist in weiten Teilen Europas und auch in Jamaika oder Afrika bekannt. Sie sind die einzige deutsche Band, der je ein Hit in Trinidad und Tobago gelang. (Bild: 2014)
Ab 2007 wandelte Nabé auch auf Solopfaden und veröffentlichte unter dem Namen Boundzound insgesamt zwei Alben. Auch seine Seeed-Kollegen Peter Fox und Dellé verwirklichten Soloprojekte, doch den ganz großen Erfolg erreichten sie zu dritt. (Bild: 2007)
Erst vor rund einem Monat hatte Seeed nach längerer Pause eine Tour für den Herbst 2019 angekündigt – etliche der 20 Konzerte in Deutschland, Österreich und der Schweiz waren binnen Minuten ausverkauft. Die Server der Ticket-Plattform seien wegen des Ansturms zeitweise zusammengebrochen, berichtete der Berliner "Tagesspiegel".
In sozialen Netzwerken fassen Fans und Kollegen ihre Trauer über Nabés überraschenden Tod in Worte. Tobias Schlegl reagierte auf Twitter als einer der ersten auf die Nachricht und schrieb: "Die Musik verliert ihren Beat". "Zu jung und zu gut. Zu schade und zu traurig", schrieb der Berliner Rapper Frauenarzt. (Bild: 2015)
Ob die Tour 2019 wie geplant stattfinden wird und ob an der neuen Seeed-Platte weitergearbeitet wird, ist völlig unklar. "Wir trauern um unseren Freund und Sänger Demba Nabé", heißt es auf der in Schwarz getauchten Homepage der Band. Das wird einige Zeit brauchen. (Bild: 2013)