Eminem früher und heute: Von Slim Shady zum Trump-Kritiker

US-Rapper Eminem feiert am 17. Oktober Geburtstag. Von seinem Alter Ego "Slim Shady" über das Biopic "8 Mile" bis zu seinem Wut-Freestyle gegen Donald Trump – Eminems Leben im Zeitraffer. © top.de

Eminem wurde 1972 als Marshall Bruce Mathers III in St. Joseph im US-Bundesstaat Missouri geboren. Seine Jugend verbrachte er aber in Detroit.
1999 gelang ihm der große Durchbruch. Schon drei Jahre zuvor hatte er sein Debütalbum "Infinite" veröffentlicht, doch erst mit der "Slim Shady LP" landete er in den USA auf Platz zwei der Albumcharts.
Der Name des Albums basiert auf einem Alter Ego des Rappers: "Slim Shady" repräsentiert seine düstere und verdrehte Seite. Der Name ziert auch Eminems Oberarm. 1999 gründete er zudem ein Plattenlabel namens "Shady Records".
Maßgeblich am Erfolg von Eminem beteiligt war Rap-Legende Dr. Dre (l.). Er holte den relativ unbekannten Künstler zu seinem Label. Dort erschien dann jene "Slim Shady LP", die unter anderem dank des Hits "My Name Is" ein Charterfolg wurde.
Auch Eminem engagierte sich später für verschiedene Künstler. Dazu zählt beispielsweise Curtis Jackson (M.), besser bekannt als 50 Cent. Vor allem dank der Hilfe von Eminem und Dr. Dre gelang diesem Anfang der 2000er der Durchbruch.
Eminem war außerdem Teil von D12. Die Hip-Hop-Crew war bereits vor seinem Durchbruch gegründet worden und gewann durch den Solo-Erfolg von "Slim Shady" stark an Bekanntheit. Neben Eminem gehörten unter anderem auch die Rapper Bizarre und Proof zu der Truppe.
2006 wurde DeShaun Dupree Holton alias Proof (l.) in Detroit erschossen. Für Eminem ein schwerer Schicksalsschlag, den er in mehreren Songs thematisierte. In dem Lied "Stepping Stone" erklärte er 2018, dass mit dem Tod von Proof auch D12 gestorben sei und gab so schließlich die Auflösung die Gruppe bekannt.
Eminems Musik wurde immer wieder kontrovers diskutiert. Kritiker warfen ihm unter anderem Gewaltverherrlichung vor. Auch abseits seiner Kunst sorgte der Rapper für Schlagzeilen. Im Jahr 2000 musste sich Eminem unter anderem wegen Körperverletzung vor Gericht verantworten. Wegen illegalen Waffenbesitzes wurde er 2001 zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt.
2002 veröffentlichte der Rapper sein viertes Studioalbum "The Eminem Show". Zudem übernahm er die Hauptrolle in dem Film "8 Mile" von Curtis Hanson.
"8 Mile" dreht sich um den jungen Rapper Jimmy Smith alias "B-Rabbit", der versucht sich als Weißer in der Rap-Szene von Detroit durchzusetzen. Die Handlung des Films orientiert sich dabei an der Biografie von Eminem.
Zwei Jahre später erschien das Album"Encore". Danach pausierte Eminem für fünf Jahre und feierte erst 2009 mit "Relapse" sein Comeback. Zuvor hatte er sich in den Entzug begeben, um seine Medikamentenabhängigkeit behandeln zu lassen - mit Erfolg.
Im Oktober 2017 sorgte Eminem mit einem Freestyle-Video unter dem Titel "The Storm" für Furore im Netz. Darin lässt er seiner Wut auf Donald Trump freien Lauf und beschimpft ihn unter anderem als Rassisten.
Im August 2018 überraschte Eminem seine Fans mit seinem zehnten Album. Die Platte mit dem Titel "Kamikaze" umfasste 13 Lieder und wurde ohne jegliche Vorankündigung veröffentlicht. Bei Fans und Kritikern kam das Album besser an als sein Vorgänger.
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