Die Verwirrung um das Aus von Xavier Naidoo als deutscher Teilnehmer am Eurovision Song Contest 2016 wird immer größer. Wie sich nun herausstellt, war wohl nicht nur die öffentliche Kritik Auslöser für die Entscheidung des NDR, Naidoo doch nicht nach Stockholm zu schicken.

Laut "Bild"-Zeitung sind nun die wahren Gründe für Xavier Naidoos ESC-Aus ans Licht gekommen. Ein Brief aus den eigenen Reihen an die Senderleitung des Norddeutschen Rundfunks (NDR) soll zur Absage geführt haben.

NDR-Entscheidung wurde aus eigenen Reihen schwer kritisiert

Die "Bild" zitiert aus dem vom NDR bestätigten, internen Schreiben: "Wir festangestellte Redakteure und Redakteurinnen des Bereiches Zeitgeschehen und Kultur und Dokumentationen haben die Entscheidung mit Unverständnis und Fassungslosigkeit aufgenommen."

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Die Unterzeichner, darunter offenbar viele in leitenden Positionen, werfen dem Sender dem Bericht zufolge vor, Naidoo gewählt zu haben, obwohl er mit Antisemitismus und Homophobie in Verbindung gebracht werde. "Diese Entscheidung beschädigt das Ansehen der ARD und damit unser aller Arbeit nachhaltig."

Nach diesem Schreiben hätten sich laut "Bild" NDR-Intendant Lutz Marmor und ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber gegen Naidoos Teilnahme am ESC entschieden.

Der NDR habe Naidoo anschließend die Möglichkeit gegeben, freiwillig zurückzutreten. Erst als der 44-Jährige auf diesen Vorschlag nicht eingegangen sei, habe der Sender die Nominierung zurückgezogen. (kst)

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