Neues Kapitel in der Posse um Xavier Naidoo und den ESC 2016: Nach der umstrittenen Nominierung des Sängers und dem folgenden Rückzieher des NDR wird nun auf beiden Seiten rhetorisch scharf geschossen.

Die Diskussion um Xavier Naidoos ESC-(Nicht-)Nominierung hat mittlerweile jedes Maß verloren. Während Naidoos Gegner ihm Rassismus, Homophobie, Antisemitismus und nicht zuletzt komplette Selbstüberschätzung vorwerfen, sind auch befreundete Promis, die sich auf Facebook äußern, bei ihrer Wortwahl nicht gerade zimperlich.

Während der Sänger selbst den Vorgang auf seiner Facebook-Seite relativ nüchtern und unaufgeregt kommentiert, haben Til Schweiger & Co. da deutlich mehr zu sagen.

Kurz und knapp fällt noch das Statement von Comedian Atze Schröder aus. Für ihn ist Naidoo schlicht "einer unserer besten Sänger" und jeder, der nun statt ihm nach Stockholm fährt, auf jeden Fall eine "Pfeife".

Deutlich drastischer äußert sich da schon Schröders Kollege Michael Mittermeier. Für ihn ist Naidoo nicht nur einer der besten Sänger, sondern gleich "die beste Stimme" des Landes. Außerdem sei er sein "Herzensbruder", und was dem angetan werde, "das tut Ihr auch mir an!".

In eine ähnliche Kerbe schlägt auch Til Schweiger. Für ihn ist Naidoo nicht nur einer der "grössten dt. Sänger", sondern auch einer der "liebsten, lustigsten und gutmütigsten Menschen im Showbusiness".

Und weil Schweiger eben Schweiger ist, ist ihm kein Vergleich zu groß: "Was hier gerade von sogenannten Leitmedien abgezogen wird, das ist eine Form von Terrorismus!" Eine Nummer kleiner ging es wohl nicht?

Die Pöbeleien der beiden Lager werden uns wohl noch eine Weile begleiten. Denn einen Nachfolger für Naidoo gibt es noch nicht. Man darf aber darauf wetten, dass sich der NDR die Nominierung diesmal besonders gut überlegen wird.

(gesammelt von dh)