ESC 2017: Die Kandidaten im zweiten Halbfinale

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18 Länder treten beim zweiten Halbfinale des Eurovision Song Contests gegeneinander an. Die zehn besten Beiträge qualifizieren sich fürs Finale – aber wer hat das Zeug dazu? Wir stellen Ihnen die Teilnehmer und ihre Chancen beim ESC 2017 vor.

Vor zehn Jahren gewann Serbien den Eurovision Song Contest. Wie gerne würde das Land diesen Jahrestag mit einem erneuten Sieg feiern! Realisieren soll das Tijana Bogićević mit ihrem Song "In Too Deep". Der Einzug ins Finale dürfte ihr - Buchmachern zufolge - gelingen.
Es ist noch gar nicht lange her, dass Conchita Wurst den ESC für Österreich gewann. Das war 2014. In den folgenden zwei Jahren lief es für den Alpenstaat allerdings eher durchwachsen. Dass Nathan Trent mit "Running On Air" 2017 wieder einen Erfolg einfährt, ist eher unwahrscheinlich: Seine Aussichten, ins Finale zu kommen, sind mager.
Malta schickt in diesem Jahr Claudia Faniello in Kiew an den Start. Doch die Aussichten für sie und ihre Ballade "Breathlessly" sind düster: Sie rangiert bei Buchmachern derzeit auf den hinteren Plätzen. Ein Finaleinzug ist unwahrscheinlich.
Bei Ilinca feat. Alex Floreas ESC-Beitrag "Yodel It!" wird auf der Bühne - Sie ahnen es - gejodelt. Das ist mal etwas anderes - und anderes fällt auf! Das könnte Rumänien beim ESC 2017 ganz weit nach vorne bringen. Der Finaleinzug gilt daher als so gut wie sicher.
Die Niederlande schicken in diesem Jahr drei Schwestern ins Rennen: O'G3NE rangieren mit "Lights And Shadows" bei Buchmachern auf den vorderen Plätzen. Finaleinzug: sehr wahrscheinlich.
Auch Ungarn sticht mit Joci Pápai und seinem Song "Origo" aus der ESC-Masse heraus: In dem Song geht es mal nicht um Liebe, sondern um die Diskriminierung von Sinti und Roma in Ungarn. Schwerer Stoff - der voraussichtlich auch im Finale thematisiert wird.
Dreimal hat Dänemark den ESC gewonnen, zuletzt 2013. Ob sie in diesem Jahr einen vierten Sieg einfahren können? Unwahrscheinlich. Dass wir Anja Nissen und ihren Song "Where I Am" im Finale zu hören bekommen, ist allerdings sehr wahrscheinlich.
Siebenmal hat Irland schon gewonnen - häufiger als jedes andere Land! In den vergangenen drei Jahren konnte sich die Republik aber nicht fürs Finale qualifizieren. Die gute Nachricht: Es sieht so aus, als würde Brendan Murray mit "Dying To Try" diesen Negativ-Trend 2017 beenden.
San Marino gehört zu den größten ESC-Losern überhaupt - doch der Zwergstaat gibt nicht auf: 2017 geht wieder die alte Bekannte Valentina Monetta an den Start. Gemeinsam mit Jimmie Wilson wird sie "Spirit Of The Night" zum Besten geben - und wohl erneut das Schlusslicht bilden. Finaleinzug nahezu ausgeschlossen, sagen Buchmacher.
Pop meets Oper - mit diesem Mix will Kroatien in diesem Jahr etwas reißen. Doch die Chancen für Jacques Houdek und seinen Song "My Friend", ins Finale zu kommen, sind überschaubar: Er mischt laut Wettquoten im hinteren Drittel mit.
1.035 Titel standen für Norwegen zur Wahl, um das Land beim ESC zu vertreten. Gewonnen haben schließlich das Electro-Duo JOWST und Sänger Aleksander Walmann. Ob sich ihr Titel "Grab the Moment" auch gegen die 17 Konkurrenten im Halbfinale durchsetzen kann? Laut Wettquoten muss Norwegen noch zittern.
Die letzten beiden ESC-Anläufe der Schweiz waren vergebens: Immer scheiterten die Eidgenossen an der Halbfinalhürde. In diesem Jahr soll Timebelle mit der Power-Ballade "Apollo" den Sprung ins Finale schaffen - doch die Aussichten sind wieder düster: Bislang läuft der Beitrag bei Buchmachern unter ferner liefen.
Weißrussland wagt in diesem Jahr etwas: Sie schicken mit "Story of My Life" einen Beitrag in der Landessprache ins Rennen. Ob es Naviband mit ihrem eingängigen Hey-yay-yay-Refrain ins Finale schaffen? Ersten Prognosen zufolge nicht.
Bulgariens Kristian Kostov wird es mit "Beautiful Mess" nicht nur garantiert ins Finale schaffen - er gilt neben Italien und Portugal als einer der Top-Favoriten beim ESC 2017.
Ein sechster Platz ist das Beste, was Litauen seit seiner ersten Teilnahme 1994 in Sachen ESC vorzuweisen hat. Daran wird sich voraussichtlich erst einmal nichts ändern: Die Aussichten des baltischen Landes, ins Finale zu kommen, sind gering.
Für Estland geht das Duo Koit Toome & Laura ins Rennen. Zusammen interpretieren sie "Verona", eine estnische Version von "Romeo & Julia" - und haben den Einzug ins Finale damit schon so gut wie gepachtet.
Israel zählt zu den erfolgreicheren ESC-Ländern: Dreimal hat das Land schon gewonnen. Aber auch Gewinner haben Misserfolge - und es sieht ganz so aus, als wäre das in diesem Jahr der Fall: Die Aussichten fürs Finale sind für IMRI und seinen Song "I Feel Alive" eher mäßig.
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