Der Countdown zum Finale des diesjährigen Eurovision Song Contest in Lissabon hat für den portugiesischen Gastgeber schlecht begonnen.

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Beim nationalen ESC-Vorentscheid in Portugal kam es zum Eklat: Erst am Tag nach dem ersten Halbfinale am Sonntagabend räumte der organisierende Fernsehsender RTP - der auch für das ESC-Finale im Mai verantwortlich ist - falsche Endergebnisse ein.

Demnach ist nicht die Sängerin Beatriz Pessoa, sondern Rui David neben sechs weiteren Interpreten ins Finale am 4. März eingezogen, teilte der Sender mit.

"Gemischte Gefühle" bei Betroffenen

Wie es zum Irrtum kam, enthüllte am Dienstag die Digitalzeitung "Observador" unter Berufung auf einen RTP-Sprecher. Beim Auswerten des Publikumsvotums habe ein Mitarbeiter des Senders die Ergebnisse per Hand aufgeschrieben und dabei die Lieder Nummer "3" (Pessoa) und "13" (David) verwechselt.

Man habe die betroffenen Künstler informiert und um Entschuldigung gebeten, hieß es. Beatriz Pessoa gab zunächst keinen Kommentar ab. David sagte, er habe "gemischte Gefühle" und sei traurig, dass er nicht schon Sonntagabend habe feiern können. Das zweite Halbfinale findet an diesem Sonntag statt.

Portugal ist Schauplatz des Finales am 12. Mai 2018, weil der Sänger Salvador Sobral am 13. Mai vorigen Jahres in Kiew mit der zarten Jazz-Ballade "Amar Pelos Dois" (Liebe für zwei) den ersten Triumph der ESC-Geschichte für das Land errungen hatte.

Der 28-Jährige erholt sich von einer Herztransplantation, der er sich im Dezember unterzog. Man hofft, dass er beim ESC-Finale auftreten kann.© dpa

An diesem Donnerstag sucht Deutschland wieder seinen Beitrag für den Eurovision Song Contest. Sechs Kandidaten wollen das Ticket für Lissabon. Darunter: Mehrere "The Voice"-Talente und eine Lieblingsband von Florian Silbereisen.