Zehn Länder qualifizierten sich im ersten Halbfinale des Eurovision Song Contests. Für die Schweiz hingegen heißt es "Adieu". Die bisherigen Favoriten der Wettbüros sind Israel und Zypern.

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Es war bunt, mit vielen Lichteffekten und Showeinlagen, aber auch einer Reihe starker Sängerinnen und Sänger: Die rund zweistündige Halbfinalshow am Dienstag war eine gelungene Auftaktveranstaltung dieser ESC-Woche.

Im ersten Halbfinale hatten neunzehn Nationen um die Finalisten-Plätze gekämpft. Zehn Länder haben sich am Dienstagabend in Lissabon für das große ESC-Finale am Samstag qualifiziert.

Unter den erfolgreichen Startern waren dabei auch die in den Wettbüros als Favoriten gehandelten Sängerinnen aus Israel und Zypern.

ESC-Trauer hingegen in der Schweiz: Das Duo Zibbz schaffte es nicht. Die Geschwister Corinne und Stefan Gfeller hatten mit ihrem Anti-Mobbing-Song "Stones" zwar ordentlich die Altice Arena in Lissabon gerockt, aber am Ende doch nicht genügend Stimmen eingesammelt, um in die Top 10 zu kommen.

Antwort auf #MeToo

Experten hatten das erste Halbfinale am Dienstagabend im Vorfeld als das Stärkere eingeschätzt.

Tatsächlich traten mit der israelischen Sängerin Netta und ihrem als Antwort auf die #MeToo-Debatte um sexuelle Übergriffe verstandenen Lied "Toy" sowie Eleni Foureira mit "Fuego" aus Zypern zwei Favoritinnen an. Bei den Buchmachern lagen sie zuletzt vorne. Inzwischen werden auch Norwegen und Frankreich zumindest nach den Wettquoten große Chancen zugerechnet.

Auch der ein bisschen an die Hauptfigur des Kinderfilms "Kevin allein zu Hause" erinnernde Tscheche Mikolas Josef wird hoch gehandelt, er überstand ebenfalls erfolgreich das Halbfinale.

Hat Deutschland diesmal eine Chance?

Neben Gastgeber Portugal sind die fünf größten Geldgeber des Musikwettbewerbs für das ESC-Finale gesetzt, die weiteren 20 Plätze werden in zwei Halbfinals vergeben.

Der deutsche ESC-Kandidat Michael Schulte mit seiner Ballade "You let me walk alone" muss deshalb also nicht durch die Qualifikation gehen, er steht automatisch im Finale.

Im ersten Halbfinale direkt ausgeschieden sind Aserbaidschan, Island, Belgien, Weißrussland, Mazedonien, Kroatien, Griechenland, Armenien und die Schweiz.

Wie beim ESC üblich, entschied eine Punktevergabe von Juroren und Zuschauern über das Weiterkommen.

Im Finale am Samstag treten 26 Länder gegeneinander an. Der ESC ist der am meisten beachtete Musikwettbewerb. Die Finalshow wird regelmäßig weltweit von rund 200 Millionen Menschen gesehen. Im vergangenen Jahr konnte Portugals Salvador Sobral die 62. Ausgabe des Wettbewerbs gewinnen.

Deutschland schnitt in den vergangenen drei Jahren auf den letzten oder vorletzten Plätzen enttäuschend ab. Allerdings scheint Schulte in diesem Jahr deutlich bessere Karten für ein ordentliches Abschneiden zu haben, die Buchmacher verorten ihn im gehobenen Mittelfeld.

Die Gewinner der ersten Halbfinal-Show im Überblick:

  • Albanien: Eugent Bushpepa mit "Mall"
  • Bulgarien: Equinox mit "Bones"
  • Estland: Elina Nechayeva mit "La forza"
  • Finnland: Saara Aalto mit "Monsters"
  • Irland: Ryan O'Shaughnessy mit "Together"
  • Israel: Netta mit "Toy"
  • Litauen: Ieva Zasimauskaite mit "When We're Old"
  • Österreich: Cesár Sampson mit "Nobody But You"
  • Tschechien: Mikoslaf Josef mit "Lie To Me"
  • Zypern: Eleni Foureira mit "Fuego"

(dar/afp/dpa)

Das zweite Halbfinale können Zuschauer am Donnerstag, 10. Mai um 21 Uhr auf ONE oder der offiziellen Internetseite des Eurovision Song Contest im Livestream mitverfolgen. Auch das Finale am Samstag, 12. Mai wird dort und in der ARD zu sehen sein.
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