Israel hat den Eurovision Song Contest in Lissabon gewonnen. Die Sängerin Netta bekam für ihr Lied "Toy" die meisten Punkte. Davor gab es einen Schockmoment bei der ESC-Liveshow: Ein Flitzer hat den Auftritt der britischen Sängerin SuRie gestört.

Mehr Themen aus dem Ressort Unterhaltung

Die Sängerin Netta aus Israel bekam für ihr Lied "Toy" die meisten Punkte. Deutschlands Kandidat Michael Schulte landete unter den 26 Finalisten auf Platz vier. Er beendete damit die Misserfolgsserie der vergangenen drei Jahre, in denen Deutschland immer ganz hinten landete.

Schockmoment wegen Flitzer

Während SuRie als neunte Kandidatin von 26 Finalisten ihren Song "Storm" sang, stürmte der Mann auf die Bühne, entriss ihr das Mikro und rief Unverständliches ins Publikum. Mehrere Security-Mitarbeiter zerrten ihn von der Bühne.

Der britische Sender BBC schrieb auf Twitter, der Mann habe wohl so etwas gerufen wie "For the nazis of the UK media, we demand freedom" (deutsch: Für die Nazis der britischen Medien: Wir verlangen Freiheit!).

Surie "extrem stolz auf Auftritt"

SuRie unterbrach daraufhin für einige Sekunden ihren Gesang, bevor sie wieder einsetzte und ihren Song souverän zu Ende sang. Die Europäische Rundfunkunion teilte auf dem offiziellen Twitter-Account des ESC mit, dass den Briten angeboten worden sei, den Auftritt zu wiederholen. SuRie samt Team habe dies aber abgelehnt, da sie "extrem stolz auf ihren Auftritt" seien.

Viel Gefühl bei Schulte

Der 28-jährige Schulte hingegen sang sein Lied ohne Zwischenfall ab genau 22 Uhr mit viel Gefühl, begleitet von grafischen Einblendungen und Fotos im Hintergrund und ohne große Showeffekte. Das Lied hat er seinem Vater gewidmet, der starb, als sein Sohn noch ein Teenager war.

Schulte: "Hab' echt ein gutes Gefühl"

Schulte gab sich vor Beginn des Finales entspannt. "Ich hab' eigentlich echt ein gutes Gefühl", sagte er am Samstagabend in einer Liveübertragung im Ersten. Mit seinem Auftritt ist die Hoffnung verbunden, endlich wieder einen besseren Platz zu belegen. Deutschland landete in den vergangenen Jahren stets ganz hinten. (dpa / mgw)