Die Verliererin des Eurovision Song Contest (ESC) von 2015, Ann Sophie (25), hat Verständnis für den Misserfolg ihrer Nachfolgerin Levina (26) in Kiew:

"Ich möchte Levina sagen, es liegt nicht an ihr", sagte Ann Sophie, die vor zwei Jahren mit null Punkten Letzte geworden war, der "Bild"-Zeitung vom Dienstag.

Die deutschen Teilnehmerinnen der vergangenen Jahre seien vor ihren ESC-Auftritten international zu wenig bekannt gemacht worden, erklärt sich die Musikerin die Pleitenserie.

Nach drei Debakel: Stimmen Sie ab, ob es überhaupt noch was bringt.


"Ich finde, dass Deutschland es sich zu einfach macht. Frei nach dem Motto: "Das wird schon irgendwie laufen!"", beschwerte sie sich über die "Erniedrigung".

Gefangen im "deutschen Hamsterrad"

Dass sich eine im Vorfeld geführte PR-Kampagne auszahle, habe Lena Meyer-Landruts Sieg 2010 gezeigt, meinte Ann Sophie: "Lena hat funktioniert, weil Stefan Raab ihren Song vorher im Ausland kräftig beworben hatte."

Sie selbst habe fünf Jahre später eine ganz andere Erfahrung gemacht: "Ich war bis auf wenige Ausnahmen ausschließlich im deutschen Hamsterrad gefangen, vom Ausland war nie die Rede."

Erneutes Debakel beim ESC Soll Deutschland überhaupt noch antreten?
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Auch die 2016 für Deutschland angetretene Jamie-Lee Kriewitz war auf dem letzten Platz gelandet, Levina war Vorletzte geworden.

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ESC 2017: Wie Levina gnadenlos unterging

Schräge Szenen auf der ESC-Bühne in Kiew: Ein tanzender Gorilla oder ein Anzugträger mit Pferdekopf - so etwas hätte es in der guten alten Zeit von Abba, Udo Jürgens und Co. nicht gegeben. Aber hätte Levina auf diese Art gewinnen können?

© dpa