Beyoncé, Taylor Swift und Co.: Diese Stars räumten bei den Grammy Awards 2021 ab

In der Nacht von Sonntag auf Montag deutscher Zeit wurden die Grammy Awards 2021 verliehen. Zu den großen Abräumern des Abends zählten Beyoncé und Taylor Swift, es wurden sogar Rekorde aufgestellt. Das sind die Gewinner der diesjährigen Preisverleihung. © 1&1 Mail & Media/spot on news

Sie war die große Gewinnerin des Abends. Gleich vier der heißbegehrten Musikpreise gingen an Beyoncé: beste R&B-Performance für "Black Parade", bester Rap-Song und beste Rap-Performance für Megan Thee Stallion featuring Beyoncé mit "Savage". Den Preis für das beste Musikvideo erhielt sie zusammen mit ihrer Tochter Blue Ivy und WizKid für "Brown Skin Girl".
Damit hat Beyoncé bislang 28 Grammys gewonnen und brach damit einen Rekord: Die US-Sängerin hat nun mehr Grammy-Auszeichnungen erhalten als jede andere Performerin. Ihren ersten erhielt die damals 19-Jährige vor 20 Jahren zusammen mit Destiny's Child für den besten R&B-Song und die beste R&B-Performance eines Duos oder einer Gruppe mit "Say My Name". Für ihre neunjährige Tochter Ivy Blue war es dagegen die erste große Auszeichnung.
Der Preis für die Platte des Jahres ging an "Everything I Wanted" von Billie Eilish (mit ihrem Bruder Finneas). Damit gewann die 19-Jährige zum zweiten Mal in Folge in dieser Kategorie. Billie Eilish gewann auch in der Kategorie "Bester Song für Visuelle Medien" mit dem Bond-Song "No Time To Die".
Das Album des Jahres machte Taylor Swift mit "Folklore". Geschlagen geben mussten sich in dieser Kategorie etwa Dua Lipa mit "Future Nostalgia" oder Coldplay mit "Everyday Life". Taylor Swift stellte mit diesem Erfolg ebenfalls einen Rekord auf: Sie ist die erste Frau, die zum dritten Mal in dieser Kategorie ausgezeichnet wurde.
In ihrer Rede dankte die Sängerin nicht nur ihren Fans, sondern auch ihrem Freund, dem britischen Schauspieler Joe Alwyn. Gemeinsam mit ihm hatte Swift an den Songs "Exile" und "Betty" auf "Folklore" gearbeitet: "Joe ist die erste Person, der ich jeden einzelnen Song vorspiele, den ich schreibe. Ich hatte die beste Zeit, während der Quarantäne Songs mit dir zu schreiben."
Für den Song des Jahres wurde "I Can't Breathe" von H.E.R. (l., mit Tiara Thomas) ausgezeichnet. "I Can't Breathe" (dt.: "Ich kann nicht atmen") ist der Slogan der Black-Lives-Matter-Bewegung nach dem Tod von George Floyd 2020, auf den sich auch die 23-jährige Sängerin H.E.R. in ihrem Song bezieht.
In der Kategorie "Bester Newcomer" gewann Megan Thee Stallion (r.). Die Rapperin und Sängerin veröffentlichte 2020 ihr Debütalbum "Good News", mit dem sie es in den USA auf Platz zwei der Charts schaffte und Gold einheimste. Auf dem Album befindet sich zudem der Track "Savage" mit Beyoncé (l.), für den sie auch in der Kategorie "Beste Rap-Performance" abräumte.
Harry Styles punktete mit seinem Song "Watermelon Sugar" und sahnte in der Kategorie "Beste Pop-Solo-Performance" ab. Damit setzte er sich gegen Justin Bieber ("Yummy"), Doja Cat ("Say So"), Billie Eilish ("Everything I Wanted"), Dua Lipa ("Don't Start Now") und Taylor Swift ("Cardigan") durch.
Lady Gaga gewann gemeinsam mit Ariana Grande in der Kategorie "Beste Pop-Duo/Gruppen-Performance". Ihr gemeinsamer Song "Rain On Me" setzte sich unter anderem gegen BTS mit "Dynamite" oder Taylor Swift und Bon Iver mit "Exile" durch.
Dua Lipa war zwar in sechs Kategorien nominiert, konnte jedoch "nur" einen Grammy mit nach Hause nehmen. Ihr Album "Future Nostalgia" sahnte in der Kategorie "Bestes Pop-Vokal-Album" ab. Für diesen Preis waren auch Justin Bieber ("Changes"), Lady Gaga ("Chromatica"), Harry Styles ("Fine Line") und Taylor Swift ("Folklore") nominiert.
The Strokes gewannen den Grammy für das beste Rock-Album. "The New Abnormal" erschien 2020 und schaffte es in den USA, Großbritannien, der Schweiz und Österreich in die Top Ten der Charts. In Deutschland erreichte das Album Platz zwölf.
Den Preis für das beste R&B-Album nahm John Legend mit nach Hause. Während sich das Album "Bigger Love" in Deutschland oder Österreich nicht in den Charts platzieren konnte, war es in den USA in den Top 20 vertreten.
Rapper Nas gewann in der Kategorie "Bestes Rap-Album" mit "King's Desease". Sein dreizehntes Studioalbum schaffte es bis auf Platz fünf der US-amerikanischen Charts.
Der Jazzmusiker Chick Corea, der am 9. Februar im Alter von 79 Jahren starb, erhielt posthum zwei Auszeichnungen. Sein Stück "All Blues" gewann in der Kategorie "Bestes Improvisiertes Jazz-Solo", sein Album "Trilogy 2" in der Kategorie "Bestes Instrumentales Jazz-Album".
Kanye West, der in letzter Zeit vor allem mit seiner schrägen Präsidentschaftskandidatur und der Scheidung von Kim Kardashian Schlagzeilen machte, räumte ebenfalls einen Grammy ab. Sein Longplayer "Jesus Is King" gewann in der Kategorie "Bestes Zeitgenössisches Christliches Album".
Das beste Latin-Pop- oder Urban-Album lieferte Bad Bunny mit "YHLQMDLG". In Spanien und den US-amerikanischen Latin-Charts landete das Album an der Spitze und heimste eine Goldene und eine Diamantene Schallplatte ein.
Regisseur Taika Waititi gewann in der Kategorie "Bester Compilation-Soundtrack" für den Film "Jojo Rabbit". Bei dem Drama war er nicht nur für die Regie, das Drehbuch und die Produktion verantwortlich, sondern stellte auch die Filmmusik zusammen.
Den Preis für die beste Filmmusik gewann die isländische Komponistin Hildur Guðnadóttir für den Film "Joker". Für den Soundtrack der Comicverfilmung hatte sie 2020 bereits einen Oscar erhalten.
Eine Auszeichnung konnten BTS bei den Grammy Awards 2021 zwar nicht gewinnen, dennoch haben sie Geschichte geschrieben. Die südkoreanische Boygroup war der erste K-Pop-Act überhaupt, der einen eigenen Song bei der Preisverleihung performen durfte.
Die siebenköpfige Band, so machte es den Anschein, performte ihren Song "Dynamite" auf der Bühne des Staples Center in Los Angeles. Doch wie Moderator Trevor Noah im Anschluss verriet, befand sich die Band an einem ganz anderen Ort. "Habt ihr das gesehen, sie waren die ganze Zeit in Seoul", erklärte der Comedian. "Sie haben das ganze Set dort nachgebaut. (…) Allein dafür sollte es einen Preis geben."