Johnny Cashs Tochter Rosanne macht sich stark für die Gegner der Waffenlobby. Nach dem Massker in Las Vegas übt sie harte Kritik an der NRA, die die Waffengesetzte noch immer lockern will.

Countrymusiker müssen nach Ansicht von Johnny Cashs Tochter Rosanne Cash mehr tun, um die Waffenlobby in den USA zurückzudrängen.

"Die NRA finanziert heimischen Terrorismus", schrieb die 62-Jährige in der "New York Times" vom Mittwoch über die National Rifle Association (NRA), die größte Schusswaffenlobby-Organisation des Landes.

Hintergrund von Cashs Beitrag ist der Massenmord in Las Vegas mit 58 Toten und mehr als 500 Verletzten. Der Schütze hatte das Feuer auf Konzertbesucher bei einem Country-Festival eröffnet.

Die NRA will Waffengesetzte weiter lockern

Die NRA habe über Jahrzehnte ein enges Verhältnis zu Countrymusikern und deren Fans gepflegt, schrieb Cash.

Die Gesetze über den Gebrauch von Schusswaffen würden heute von denjenigen gemacht, die von Waffenverkäufen profitierten.

Die NRA versuche sogar, die ohnehin laxen Waffengesetze in den USA weiter zu lockern.

"Die Gesetze, die die NRA verabschieden würde, sind eine Bedrohung für euch, eure Fans und die Konzerte und Festivals, die wir genießen", schrieb Cash.

USA führen Krieg im eigenen Land. Opferzahlen machen sprachlos.


Cash fordert Unterstützung von Musikerkollegen

Cash drängte ihre Musikerkollegen, sich von Fans nicht unter Druck setzen zu lassen, die Ziele der NRA unterstützen.

Selbst wenn Fans Alben verbrennen oder sich Konzertkarten erstatten lassen wollten, müssten die Künstler aus moralischer Überzeugung handeln.

Die Sängerin und Songschreiberin Rosanne Cash ist die älteste von vier Töchtern, die Johnny Cash (1932-2003) mit seiner ersten Ehefrau Vivian Liberto hatte.

Der für Hits wie "I Walk the Line" und "Ring of Fire" bekannte Gitarrist und Sänger gilt als einer der einflussreichsten Countrymusiker des 20. Jahrhunderts.© dpa