Der Fall Sulli: Die widersprüchliche Welt des K-Pop

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Der Tod des beliebten K-Pop-Stars Sulli mit gerade einmal 25 Jahren schockiert nicht nur die asiatische Musikwelt. Ersten Ermittlungen der Polizei nach sei es möglich, dass es sich bei ihrem Ableben um Suizid handele, der unter Umständen auch mit ihrer K-Pop-Karriere zu tun haben könnte. Aber wie ist das möglich? Was diese spezielle Musikrichtung auszeichnet und wer ihre größten Stars sind, gibt es in dieser Galerie zu sehen. © 1&1 Mail & Media/spot on news

K-Pop entwickelte sich Anfang der 90er parallel zum J-Pop aus Japan, beide Gattungen besitzen daher viele Gemeinsamkeiten. So setzen sie zumeist auf quietschbunte und im Fall männlicher Sänger auch gerne auf androgyne Optik (Bild: die Band Super Junior). Wie beim Vorbild der US-amerikanischen Boy- und Girlbands steht dabei oftmals die Attraktivität der Mitglieder im Vordergrund.
Musikalisch gibt es bei asiatischem Pop die unterschiedlichsten Einflüsse. Er kann Rap-, Rock-, R&B- und sogar Techno-Elemente enthalten. Zudem behandelt er in der Regel positive Aussagen und Botschaften.
Die Schattenseiten dieser künstlich-schönen und vermeintlich heilen Welt werden nun aber am Fall Sulli deutlich. Denn so frenetisch diese asiatischen Popstars gefeiert werden, so überschwänglich schlägt ihnen im Netz auch Hass und Ablehnung entgegen. Es gibt beispielsweise auch ehemalige Fans der verstorbenen Sängerin Sulli, die es ihr nicht verzeihen konnten, 2015 die Mädchengruppe f (x) verlassen zu haben, um eine Solokarriere zu starten.
In Zeiten von Pop-Up-Shops war auch die südkoreanische Band Wanna One sozusagen eine Pop-Up-Gruppe: Die elfköpfige Boygroup wurde in einer TV-Show zusammengestellt und war nur als temporäres Projekt geplant. Ihr erstes Album erschien Mitte 2017, ihre Auflösung erfolgte, wie geplant, am 27. Januar 2019.