Beim Glastonbury-Festival am Samstag feierte sich Kanye West (mal wieder) selbst als "größter lebender Rockstar des Planeten". Mit Auftritten wie diesen bietet der Rapper eine ziemlich große Angriffsfläche - und die wurde attackiert.

Am Samstagabend musste Kanye West erfahren wie es ist, wenn sich andere über einen lustig machen. Zunächst stürmte der britische Komiker Lee Nelson in bester Kanye-West-Manier auf die Bühne. Auch wenn Nelson vom Sicherheitspersonal schnell wieder entfernt wurde war klar, worauf der Auftritts-Crasher anspielen wollte. In ähnlicher Manier war der Rapper 2009 bei den MTV-Awards auf die Bühne gestürmt, nur um die Legitimation der verdutzten Taylor Swift als Preisträgerin in Zweifel zu ziehen.

Doch nicht nur Nelson gab West beim Glastonbury-Festival der Albernheit preis. Um Hörgeschädigten die Teilhabe an den Ergüssen des Rappers zu ermöglichen, wurde der Auftritt mit Untertiteln übertragen. Schimpfwörter wie "Motherfucker" oder "Nigga" wurden dabei im Sinne des Jugendschutzes durch "Motherducker" oder "Ligga" ersetzt. Irgendwann wurde es der zuständigen Person jedoch zu bunt. Statt des eigentlichen Textes titelte dieser daraufhin: "[Rappt] Irgendwas, irgendwas, irgendwas … Oh Gott, wann ist das endlich vorbei?", und irgendwann schlicht: "Er rappt."– Ausser Kanye West selbst hat ihm das wohl niemand übel genommen.

(lug)