Donald wer? Aus Protest gegen die aktuelle Politik in den USA weigert sich R.E.M.-Sänger Michael Stipe den Namen von Donald Trump laut auszusprechen. Für den Musiker ist der Präsident nur noch eine Nummer.

In seinem Wahlkampf benutzte Donald Trump Ende 2015 ohne Erlaubnis den Song "It's the End of the World" von R.E.M. – und machte sich damit keine Freunde bei der Alternative-Rock-Band, die sich 2011 aufgelöst hat.

Knapp zwei Jahre nach dem Wahlkampf will der einstige Frontmann der Gruppe, Michael Stipe, nun nicht einmal mehr den Namen des US-Präsidenten in den Mund nehmen. Für ihn ist Donald Trump nur noch "Nummer 45".

Donald Trump? Für Stipe nur eine Nummer

Er wolle dem 45. Präsidenten der USA schlicht keine Bühne mehr geben, erklärt Michael Stipe im Gespräch mit der "Welt am Sonntag".

"Ich verspüre den Drang, ihn zu entpersönlichen. Denn jedes Mal, wenn wir seinen Namen nennen, tritt dieser verstärkte Warhol-Effekt ein", so der ehemalige Leadsänger von R.E.M.

Die ständige Präsenz in den Medien mache Donald Trump lediglich "größer und größer und größer. Wir müssen es schaffen, von ihm wegzuschauen."

Politik trifft Reality-TV

Die massive Berichterstattung habe schon zuvor maßgeblich dazu beigetragen, dass Donald Trump die Wahl zum Präsidenten für sich entscheiden konnte, meint Stipe.

Der "Reality-TV-Star" wisse schließlich ganz genau, wie man die Leute vor dem Fernseher mitreißt. "Im Moment scheint in der US-Politik nichts mehr irgendeinen Sinn zu ergeben. Alles ist unglaublich surreal. Bizarr." Und Schuld daran trägt für den aufgebrachten Musiker vor allem einer: "Nummer 45".

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