Rick Astley wird 55: Die britischen Popstars der 80er Jahre

Mit seiner Debütsingle "Never Gonna Give You Up" machte Rick Astley sich im Alter von 21 Jahren international einen Namen, viele weitere Hits folgten. Am 6. Februar feiert der Sänger seinen 55. Geburtstag. Gemeinsam mit diesen Musikern prägte er eine ganze Generation und ebnete den Weg für den Britpop der 90er Jahre. © 1&1 Mail & Media/spot on news

An den Erfolg seiner Debütsingle von 1987 konnte Rick Astley mit dem Album "Whenever You Need Somebody" anknüpfen. Es folgten weitere Alben und internationale Tourneen - um 1990 war er am Höhepunkt seiner Karriere angekommen.
Für sein drittes Album "Free" (1991) kollaborierte er unter anderem mit Elton John, an seinen anfänglichen Erfolg konnte er aber nicht mehr anknüpfen. Ab 1993 zog er sich zunehmend aus dem Musikgeschäft zurück und gründete mit seiner Frau Lene Bausager eine Familie.
2001 wagte Rick Astley mit der Single "Sleeping" ein Comeback, 2002 folgte ein Greatest-Hits-Album und 2004 ein weiteres Album mit seinen besten Love Songs.
Mehr als zehn Jahre später schaffte er es 2016 mit seinem siebten Studioalbum "50" pünktlich zum 50. Geburtstag wieder auf Platz 1 der britischen Charts.
Ihre unverwechselbare Stimme machte Bonnie Tyler in den 80er Jahren zum Star, sie begeisterte unter anderem mit ihrem größten Hit "Total Eclipse of the Heart" von 1982. Insgesamt veröffentlichte die Waliserin zwischen 1981 und 1991 fünf Studioalben, in den Jahren darauf folgten viele weitere.
Mit ihrer Mischung aus Glam Rock und Art Pop begeisterten Roxy Music ab 1971 und vor allem Anfang der 80er Tausende Fans weltweit. Ihre Alben "Flesh + Blood" (1980) und "Avalon" (1982) sowie die Single "Jealous Guy" (1981) landeten jeweils in mehreren Ländern auf Platz 1 der Charts.
Als Wham! starteten George Michael (li.) und Andrew Ridgeley 1981 ihre Musikkarriere. Ihr Debütalbum "Fantastic" war 1983 ein Riesenerfolg, den sie mit "Make It Big" 1984 noch einmal wiederholen konnten. Bis heute ihr erfolgreichster Song: der Weihnachts-Hit "Last Christmas", der sich jährlich wieder in die internationalen Charts verirrt.
Nach der Trennung des Duos 1986 nahm George Michaels Solokarriere schnell Fahrt auf. Mit seinem Solo-Debütalbum "Faith" (1987) erreichte er in mehreren Ländern Platz 1, die darauffolgenden Alben und Singles waren nicht weniger erfolgreich. Mit über 100 Millionen verkauften Platten weltweit ist Michael auch nach seinem Tod 2016 bis heute einer der erfolgreichsten Popmusiker aller Zeiten.
Duran Duran war in den 1980er Jahren eine der Bands an vorderster Front der "Second British Invasion" und Teil der "New Romantic"-Musikszene. Die ursprünglich aus Birmingham stammende Gruppe hat über 100 Millionen Platten verkauft, alleine in den 80ern veröffentlichten sie sieben Alben und zahlreiche Top-Ten-Hits wie "The Reflex".
Die Londoner Band Spandau Ballet gehörte ebenfalls zur "New Romantic"-Ära und war Teil der "Second British Invasion" der 80er. 1983 gelang ihnen mit dem Album "True" der internationale Durchbruch, auch die nächsten Alben "Parade" (1984) und "Through the Barricades" (1986) konnten mithalten.
Zur "Second British Invasion" gehörte auch die Band Tears for Fears, deren Debütalbum "The Hurting", aus dem die Single "Mad World" stammt, 1983 Platz 1 der britischen Charts eroberte. Mit dem darauffolgenden Album "Songs from the Big Chair" gelang ihnen 1985 dann endgültig der weltweite Durchbruch.
In den 80ern befand sich auch die Band Ultravox am Höhepunkt ihrer Karriere. Sie läuteten das Jahrzehnt mit "Vienna" ein - ihr erster Top-40-Hit und bis heute die erfolgreichste Single. Mit "Dancing with Tears in My Eyes" landete Ultravox 1984 einen internationalen Riesenerfolg.
Die 80er waren auch für David Bowie das erfolgreichste Jahrzehnt. Der "Heroes"-Sänger zählt zu den einflussreichsten Musikern der britischen Glamrock- und Popszene, die den Weg für den späteren Britpop ebneten.
Die Karriere des Pop-Duos Yazoo war zwar kurz, aber erfolgreich: 1981 formierten sich Ex-Depeche-Mode-Mitglied Vince Clarke (im Bild) und Alison Moyet, 1983 folgte nach dem Brit Award als "Best British Breakthrough Act" jedoch die Trennung. Mit "Don't Go" (1982) und "Nobody's Diary" (1983) feierten sie ihre größten internationalen Erfolge.
Zu Beginn war die Karriere der The Stone Roses etwas holprig, erst 1989 folgte der große internationale Durchbruch mit "Fools Gold". Die Stone Roses gelten als große Vorbilder von Oasis, die sich kurze Zeit später gründeten und zu einer der größten Bands des Britpop zählen.
Nik Kershaw wurde 1984 mit "I Won't Let the Sun Go Down on Me" bekannt. Insgesamt veröffentlichte er in dem Jahrzehnt acht weitere Singles, die allesamt die Top 40 der britischen Charts erreichten.
Ab 1983 wurde Paul Young mit Hits wie "Come Back and Stay" und "Love of the Common People" international bekannt. Mit einer Coverversion von Marvin Gayes "Wherever I Lay My Hat" erreichte er 1983 erstmals Platz 1 der britischen Charts, in den drei darauffolgenden Jahren erhielt er jeweils einen Brit Award.
Das Pop-Duo Eurythmics erschien 1981 erstmals auf der Bildfläche. Zwei Jahre später gelang Annie Lennox und David A. Stewart, die auch privat liiert waren, mit "Sweet Dreams (Are Made of This)" der kommerzielle Erfolg.
Die Popband Bucks Fizz wurde 1981 eigens für die Teilnahme am Eurovision Song Contest, den sie mit "Making Your Mind Up" dann auch gewannen, gegründet. Mit "The Land of Make Believe" und "My Camera Never Lies" landeten sie zwei Nummer-eins-Hits. Ende der 1980er Jahre ebbte der Erfolg ab.
Mit "The Power of Love" und "Relax" schufen Frankie Goes to Hollywood (FGTH) zwei Lieder, die auch über die 80er Jahre hinaus häufig gespielt werden. 1984 waren sie die erste Band seit über 20 Jahren, die in Großbritannien mit ihren ersten drei Singles Platz 1 der Charts belegt hatten.