Rihanna: Ihre Karriere auf der Überholspur

Sie zählt seit Jahren zu den großen Musikstars unserer Zeit und ist ganz nebenbei auch noch eine erfolgreiche Geschäftsfrau. Dabei feiert Rihanna am 20. Februar gerade einmal ihren 33. Geburtstag. Wie schafft sie das nur? © 1&1 Mail & Media/spot on news

Rihannas Kindheit war mit Sicherheit keine leichte: Sie wurde am 20. Februar 1988 als Tochter einer Buchhalterin und eines Lagerarbeiters auf Barbados geboren. Ihr Vater nahm Drogen und wurde mehrfach gewalttätig gegen Rihannas Mutter. Das Paar ließ sich 2004 scheiden. Die Sängerin und ihr Vater haben bis heute ein schwieriges Verhältnis.
Ihre schwierige Kindheit sollte Rihanna nicht davon abhalten, sich ihre größten Träume zu erfüllen. 2003 gründete sie mit zwei Klassenkameradinnen eine Band und hatte einen Auftritt vor Produzent Evan Rogers. Rihanna sollte nach einer ersten Runde nochmals ohne ihre Kolleginnen vorsingen und konnte den Songwriter so von sich überzeugen.
Rihanna hatte Glück: 2005 nahm kein Geringerer als Rapper Jay-Z (2.v.l.) das junge Talent unter seine Fittiche. Er sah großes Potential in der damals 17-Jährigen und überzeugte sie, einen Deal über sechs Studioalben mit seinem Label zu unterzeichnen.
Die Zusammenarbeit sollte schon bald Früchte tragen. Rihannas Debütsingle "Pon de Replay", die im Mai 2005 erschien, wurde auf Anhieb zum weltweiten Hit und erreichte in 15 Ländern die Top Fünf der Singlecharts.
Nur drei Monate später, im August 2005, veröffentlichte Rihanna dann ihr Debütalbum "Music of the Sun", das sich weltweit über zwei Millionen Mal verkaufte. Der Sound des Albums erinnerte an ihre barbadischen Wurzeln und war geprägt von einem Disco-Reggae-Mix.
Schon im April 2006 veröffentlichte Rihanna ihr zweites Album. Auf die karibischen Klänge von "Music of The Sun" folgten auf der Platte "A Girl Like Me" deutlich rockigere Songs und ein R&B-lastiger Sound.
Mit Hits wie "SOS" und "Unfaithful" feierte Rihanna weltweit Erfolge und ihre ersten beiden Nummer-eins-Hits. Von November 2006 bis Februar 2007 tourte sie schließlich als Support Act mit der US-Band The Pussycat Dolls erstmals durch Europa.
Im Mai 2007 folgte das dritte Album: "Good Girl Gone Bad". Mit der neuen Musik kam auch ein neuer Look daher. Der asymmetrische Bob der Sängerin wurde zeitweise zu ihrem Markenzeichen und einer der beliebtesten Frisuren der späten 2000er.
Nicht nur die Frisur der Sängerin war plötzlich anders. Passend zu ihrem Albumtitel (dt.: "Gutes Mädchen wird böse") änderte Rihanna auch ihr Auftreten. Immer häufiger zeigte sie sich in knappen Lack- und Leder-Looks. Zeitgleich landete sie mit "Umbrella" ihren bis dato größten Hit.
Auch mit den Single-Auskopplungen "Shut Up and Drive", "Hate That I Love You" und "Don't Stop The Music" konnte Rihanna internationale Hits landen.
Im September 2007 begann die Künstlerin ihre zweijährige "Good Girl Gone Bad"-Tour, bei der sie 50 Shows in den USA, in Kanada und Europa spielte. Die harte Arbeit und der Fleiß der Künstlerin sollten belohnt werden…
Für ihre musikalischen Leistungen wurde Rihanna gebührend geehrt. 2008 durfte sie sich etwa über ihren ersten Grammy freuen. Jay-Z und sie nahmen den Award in der Kategorie "Best Rap/Sung Collaboration" für "Umbrella" entgegen. Nominiert war Rihanna in diesem Jahr sogar vier Mal.
Nach nur wenigen Jahren im Showbusiness hatte Rihanna bereits den kommerziellen Höhepunkt ihrer musikalischen Karriere erreicht. Bis heute ist "Good Girl Gone Bad" ihr meistverkauftes Album.
Auch mit dem Re-Release des Albums unter dem Titel "Good Girl Gone Bad: Reloaded" im Juni 2008 konnte sie weitere Erfolge erzielen. Die Songs "Disturbia", "Take a Bow" und, zusammen mit Maroon 5, "If I Never See Your Face Again" reihten sich in die Liste ihrer Hits ein.
So schillernd ihre Karriere zu diesem Zeitpunkt sein mochte, privat zogen für Rihanna dunkle Stunden auf. Seit 2007 war sie mit Sänger Chris Brown liiert, im Februar 2009 endete die Beziehung. Kurz darauf wurde bekannt, dass Brown gewalttätig geworden war. Bilder ihres verletzten Gesichts gingen durch die Presse.
Im Juni 2009 wurde Brown wegen Körperverletzung und Bedrohung zu einer fünfjährigen Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Rihanna verzieh ihm später, woraufhin sich beide wieder annäherten. Im Mai 2013 gab Brown bekannt, dass sich das Paar endgültig getrennt habe.
Im November 2009 meldete sich Rihanna mit ihrem vierten Studioalbum "Rated R" musikalisch zurück. Mit Songs wie "Russian Roulette" und "Rude Boy" schlug sie ungewohnt düstere Töne an.
Die Künstlerin zeigte damit abermals ihre Wandlungsfähigkeit. Für das Album arbeitete sie mit Künstlern wie Ne-Yo, Justin Timberlake und Will.i.am zusammen.
2010 veröffentlichte Rihanna zusammen mit Rapper Eminem den Track "Love the Way You Lie", der stolze fünf Mal für einen Grammy nominiert war. In Deutschland wurde die Single zudem zweimal mit Platin ausgezeichnet.
Es folgten die Alben "Loud" (2010) und "Talk That Talk" (2011). Die Single "We Found Love", die auf letzterem zu finden ist, brachte Rihanna erneut einen Grammy Award ein. Den nächsten, ihren bis dato siebten Grammy, erhielt sie für die Platte "Unapologetic" (2012), die ihr erstes Nummer-eins-Album in den USA markierte.