Les Humphries Singers: Diese Musiker waren Teil der Erfolgsgruppe

Am 10. August 2020 wäre Les Humphries 80 Jahre alt geworden. Der 2007 verstorbene englische Popmusiker wurde in Deutschland insbesondere mit seiner Gruppe Les Humphries Singers berühmt. Diese Musiker standen ihm zur Seite. © spot on news

Von der Bandgründung der Les Humphries Singers im Jahr 1969 bis zur Auflösung seiner Gruppe 1976 verkaufte der Brite Les Humphries rund 48 Millionen Tonträger. Der Bandgründer war auch als Komponist der Titelmelodie von "Derrick" bekannt. Les Humphries starb im Alter von 67 Jahren am 26. Dezember 2007 an einem Herzinfarkt. Zu den berühmtesten Mitgliedern seiner Les Humphries Singers zählt ...
... Gründungsmitglied Jimmy Bilsbury (li.). Er trat am häufigsten als Solosänger der Gruppe auf, die für ihre ethnische Vielfalt unter den Mitgliedern und ihrem Hippietum bekannt wurde. Bilsbury war zudem mit dabei, als ein Teil der Formation 1976 beim Eurovision Song Contest mit dem Titel "Sing Sang Song" an den Start ging. Der Sänger verstarb 2003 an Herzversagen.
Zu den ersten Mitgliedern der Gruppe, die regelmäßig ihre Anzahl und Mitglieder änderte, zählt auch Liz Mitchell. Zwischen Dezember 1970 und Herbst 1972 war die Sängerin Mitglied der Les Humphries Singers. Zusammen mit Malcolm Magaron verließ sie die Band und machte mit ihm gemeinsam Musik. Mit ihrer Band Boney M. und Hits wie "Daddy Cool" gelang ihr danach der Durchbruch.
Henner Hoier brachte einiges an Musikerfahrung mit: Der Sänger und Gitarrist war zuvor Mitglied der Bands Rivets und Rattles, bevor er 1969 zu den Les Humphries Singers stieß. 1971 verließ er die Gruppe, machte sich als Sänger selbständig und trat in Musicals auf.
John Lawton ist 1971 zu der Truppe gestoßen und blieb (zunächst) bis 1976. Bei der Gruppe war er als Solosänger für Hits wie "Mama Loo" (1973) verantwortlich. Nach seinem Ausstieg machte er sich als Sänger der Rockband Uriah Heep einen Namen, in der er David Byron nachfolgte. Dort sang er unter anderem die Charterfolge "Free Me" (1977) und "Come Back To Me" (1978).
Linda G. Thompson bereicherte die Les Humphries Singers von 1973 bis 1974, ab 1975 sang sie dann gemeinsam mit Penny McLean und Ramona Wulf bei Silver Convention. Die drei Sängerinnen feierten mit "Get Up and Boogie" oder "Fly Robin Fly" Charterfolge. Heute ist sie weiterhin als Musikerin aktiv. Ein weiteres Mitglied ...
Nach dem Misserfolg und dem schwindenden Interesse an der Gruppe lösten sich die Les Humphries Singers Ende 1976 auf. Neben "Mama Loo" und "Kansas City" gehörten "Mexico" und "We are going down Jordan" zu den größten Erfolgen der Gesangsgruppe. 1992 folgte dann ein besonderes Treffen.
Der lange in Hamburg lebende Les Humphries (3.v.re. unten mit Hut) trommelte seine Singers im Oktober 1991 für einen Auftritt bei der "NDR Talk Show" zusammen. Die Gruppe ergatterte danach einen Plattenvertrag und nahm das Album "Spirit of Freedom" auf. Unter anderem kehrten John Lawton und Jürgen Drews zur Gruppe zurück. 1993 folgte erneut der letzte Auftritt.
Acht ehemalige Mitglieder entschieden sich 2007 für ein weiteres Comeback der Truppe. Die Idee für das Revival wurde von einem Frankfurter Fanclub organisiert, sie luden alle Sänger zu einem Treffen ein. Gemeinsam veröffentlichten die "Les Humphries Singers Reunion" im Mai 2009 ein neues Album "Back in Time". Neben Jürgen Drews (Mitte) waren unter anderem die Ex-Mitglieder Judy Archer, Linda G. Thompson, Tina Kemp und Peggy Evers-Hartig (v.r.n.l.) dabei.
Ebenfalls bei der Reunion mit dabei: Malcolm Magaron (re.), der mit Mitchell 1972 ausstieg. Ab 2011 trat die Formation wieder runter dem Ursprungsnamen auf und macht bis heute Musik. Zu den neuen Mitgliedern zählen Chele Aguilera (SP), Michele McCain (USA), Antoinette Kruger (ZFA), Monica Green (USA), Marvin Broadie (USA) und Tommy Heart (GER).
Auch er war bei allen Reunions dabei: Victor Scott, der Mann mit dem Schlapphut, war 1970 bis 1976, 1991 bis 1993 und 2014 bis 2020 in der Gruppe mit dabei. Am 11. Mai 2020 ist der beliebte Musiker gestorben.