Xavier Naidoo: Engelsstimme und Teufelswerk?

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Sanfte Stimme, krude Ansichten: Xavier Naidoo macht immer wieder mit Verschwörungstheorien und streitbaren Aussagen von sich reden. Die Karriere des Popstars. © top.de

Xavier Naidoo wurde als Sohn eines Südafrikaners mit indischer Herkunft und einer Südafrikanerin mit irischer Herkunft in Mannheim geboren. Nach der Mittleren Reife fing er eine Ausbildung als Koch an, doch dann ...
... kam sein Talent "dazwischen". Als Backgroundsänger bei Sabrina Setlurs Hit "Freisein" machte er 1998 nachhaltig Eindruck, als Solosänger debütierte er im selben Jahr mit der Single "20.000 Meilen über dem Meer."
"Nicht von dieser Welt" hieß 1998 Xavier Naidoos Debütalbum. Hier singt er seinen Hit "Sie sieht mich nicht", der auch auf dem Soundtrack von "Asterix und Obelix" zu hören war.
Auch Filmfans dürften seine Stimme kennen: 2002 synchronisierte Naidoo die Hauptfigur in dem erfolgreichen Drama "City of God". Der Film war für vier Oscars nominiert.
Der Popsänger beim Echo 2003. Da hatte er gerade sein zweites Album "Alles für den Herrn" herausgebracht, das seinen Glauben und eine drohende Apokalypse thematisiert.
2006 bescherte er der WM mit "Dieser Weg" den inoffiziellen WM-Song.
2011 und 2012 ging er als Coach und Jury-Mitglied mit der Castingshow "The Voice Of Germany" ins Fernsehen. V.l.n.r.: Alec Völkel, Sascha Vollmer (beide von The BossHoss), Nena, Naidoo und Rea Garvey.
Sechs Echos, zwei "Europe Music Awards", zwei "Cometen" und so weiter: Das musikalische Talent von Xavier Naidoo stand nie in Frage.
Mit seinen Texten handelte er sich allerdings schon öfter Ärger ein: Als Xavas veröffentlichte er 2012 zusammen mit Rapper Kool Savas ein umstrittenes Album – zwei Songs darauf wurden wegen Homophobie und Gewaltverherrlichung stark kritisiert.
Es war nicht das erste Mal, dass Naidoo mit seinen Aussagen für Verwirrung sorgte. Vor allem für seine Rede bei einer Demo sogenannter Reichsbürger 2014 in Berlin erntete er Kritik.
Beim ESC durfte er danach nicht mehr antreten, den Echo 2017 dafür aber schon noch moderieren, hier mit seinem Kollegen Sasha (l.).
Bereits seit 1996 ist Naidoo bei den Söhnen Mannheims. 2017 provozierte er mit dem Song "Marionetten" einen Skandal, weil er rechtsextremes und verschwörungstheoretisches Gedankengut bediente. Es folgte eine bitterböse Parodie von Jan Böhmermann, ein Treffen mit dem Bürgermeister und ...
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