Stars

Von Cara Delevingne bis Angelina Jolie: Diese Frauen sind "Badass"!

Kommentare42

Kein Makeup, keine Angst vor dem Alter, keine Lust auf Abnehmen: Diese Frauen wollen lieber ihre Ziele umsetzen, anstatt es jedem Recht zu machen. "Badass" ist hier durchaus als Kompliment gemeint! © top.de

Sie ist ein Model und sie sieht gut aus – und gibt überhaupt nichts auf die Meinung der anderen. Crazy Cara (Delevingne) schneidet auf den Covern von Hochglanz-Magazinen Grimassen, spricht öffentlich über ihre Depressionen – und ließ sich sogar ein Tattoo auf den Fingerknöchel stechen. Eigentlich ein absolutes No-Go für ein Supermodel, aber sie will ja jetzt sowieso auf die Leinwand.
Heute kaum mehr zu glauben: 1997 hat sich Ellen DeGeneres in ihrer ABC-Sitcom geoutet – woraufhin die Sendung eingestellt wurde, weil wichtige Werbekunden abgesprungen waren. DeGeneres stand vor dem finanziellen Ruin und machte trotzdem weiter. Es hat sich gelohnt: Sie kam mit der "Ellen Show" und der "The Ellen DeGeneres Show" zurück, bekam unzählige Preise, darunter 12 People's Choice Awards. Und als sie 2008 im Fernsehen verkündete, dass sie ihre Freundin, Schauspielerin Portia De Rossi (Bild), heiraten wollte, gab es minutenlangen Applaus. So ändern sich die Zeiten!
Mit der "Don't give a Fuck"-Attitüde kann man auch Karriere machen: Mit 85 Jahren wurde Baddie Winkle aka Helen Ruth in Amerika berühmt – einfach, weil sie sich ziemlich verrückt anzog. Jetzt ist sie eine sogenannte Influencerin auf Instagram und läuft mit Miley Cyrus über den roten Teppich. Irgendwie auch gut zu wissen, dass es als Frau schon reicht, sich jenseits der 40 in den Glitzerbody von Britney Spears zu zwängen, um sich alle Aufmerksamkeit zu sichern.
Man kann auch schön sein, ohne makellos zu sein: Winnie Harlow macht uns das auf den Laufstegen dieser Welt bewusst. Ihr "Makel" ist ihr Markenzeichen, die weißen Stellen auf ihrer Haut stammen von einer Pigmentstörung, die ihr die Jugend zur Hölle gemacht hat: "Ich hatte zwei Möglichkeiten: Klarkommen oder Kaputtgehen", erzählte sie in einem "Spiegel"-Interview. Als die Stellen immer größer wurden, tat sie das Gegenteil von Verstecken: Sie begann, sich auf Social-Media-Plattformen zu zeigen. Mittlerweile gehört sie zur A-Liga der Topmodels.
Es ist zwar wirklich traurig, dass es als rebellisch gilt, als prominente Frau kein Makeup zu tragen, aber das ist nun mal unsere Welt im Jahr 2017. Alicia Keys kündigte im September 2016 in einem Essay an, kein Makeup mehr tragen zu wollen. Und zog es durch: Ob auf dem Roten Teppich der Video Music Awards oder ihrem Albumcover. Noch irrer ist nur, dass ihre ungeschminkte Haut noch immer für Diskussionen sorgt.
Madonna ist und bleibt mit ihrer gesamten Karriere ein Badass-Rolemodel für Frauen. Und wenn man gerade mal wieder in Versuchung ist, ihr vorzuwerfen, sie würde mit ihren provokanten Bühnenoutfits nicht in Würde altern, dann sollte man sich vielleicht mal überlegen, ob das nicht sogar Teil des Konzepts ist. Denn mal ehrlich: Die Queen of Pop hat seit den Achtzigern dafür gekämpft, sich ausziehen zu dürfen – wieso sollte sie sich plötzlich vorschreiben lassen, ab wann sie sich anzuziehen hat?
Nachdem ihr Karl Lagerfeld nach den Grammys 2012 vorgeworfen hatte, "ein bisschen zu fett" gewesen zu sein, sagte Adele der britischen "Marie Claire" selbstbewusst: "Ich wollte nie aussehen wie eines der Models von den Magazinen. Ich repräsentiere die Mehrheit der Frauen und ich bin sehr stolz darauf." Mr. Chanel entschuldigte sich anschließend bei ihr – der Satz sei aus dem Zusammenhang gerissen worden.
In Interviews spricht Beyoncé schon lange über Gleichberechtigung und Sexismus, spätestens seit den Video Music Awards 2014 sollte es wirklich jedem klar sein: Natürlich ist Beyoncé Feministin. Dabei "darf" man übrigens auch sexy sein. Laut "Forbes" ist sie durch diese Mischung nicht nur reicher, sondern auch einflussreicher als ihr Mann Jay Z.
"Game of Thrones" ist unter all dem Sex und der Gewalt ja eigentlich eine zutiefst feministische Serie – die weiblichen Charaktere nehmen früher oder später alle ihr Schicksal selbst in die Hand. Arya Stark zum Beispiel ist mit Pfeil und Bogen besser als ihr Bruder und macht sich schon als Kind daran, ihre Todesliste abzuarbeiten. Auch im wahren Leben beeindruckt Maisie Williams mit ihrer rotzfrechen Attitüde und trägt ihre geliebten Turnschuhe schon mal zum Prinzesinnenkleid auf dem roten Teppich.
Lena Dunham gibt sich vor der Kamera "furchtlos": Ob die Speckröllchen versteckt und die Pickelchen überschminkt sind, ist ihr absolut egal. Dem Rest der Welt leider nicht, wie man unter jedem Artikel über Dunham in den hasserfüllten Kommentaren lesen kann. Wer wie Lena noch Regisseurin, Autorin, Schauspielerin und Produzentin ist, hat eben einfach wichtigere Probleme zu lösen, als sich besonders ästhetisch zu präsentieren. Fragen Sie doch mal männliche Regisseure wie Michael Moore oder Peter Jackson, wie viele Gedanken die sich um ihr Äußeres machen.
Eigensinniger, radikaler und verrückter als Vivienne Westwood ist in der Modebranche (die übrigens auch von Männern dominiert wird) keine Frau: Die Designerin hatte schon immer ihren eigenen Kopf. Mit dem Glamour hatte es die "Queen of Punk“ und Ex von Sex-Pistols-Manager Malcolm McLaren nie so besonders, dafür mit Fetischklamotten und Sicherheitsnadeln. Womit sie eine absolute Vorreiterin war und ein paar der größten Trends der Welt auslöste. "Punk war für mich nur eine Fingerübung", sagte sie einst der "SZ" – in den Sechzigern musste sie nämlich noch gleichzeitig Kind, Karriere, Kunst und ihren herrischen Mann unter einen Hut bringen.
Emma Watson neben UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon: Die Schauspielerin muss ziemlich dicke Eierstöcke haben. Im Alter von 24 Jahren hat sie vor der EU eine Rede über ihre Feminismus-Kampagne HeForShe gehalten und war daraufhin den schlimmsten Anfeindungen ausgesetzt. Sie macht trotzdem weiter. Aktuell muss sie der Welt mal wieder erklären, dass "Feminismus kein Stock ist, mit dem man Frauen schlagen kann", er bedeutet ganz im Gegenteil, das frau eben alles tun darf – auch sich oben ohne in einem Frauenmagazin präsentieren.
Neue Themen
Top Themen