Stars

Neue Banksy-Werke in Paris aufgetaucht

Kommentare0

Banksy ist wieder unterwegs: In den vergangenen Tagen sind in Paris sechs Graffitis aufgetaucht, die von dem britischen Street-Art Künstler Banksy stammen sollen.

Experten vermuten hinter den Motiven eine Kritik an der Flüchtlingspolitik der französischen Regierung. Dieses Graffiti tauchte in der Nähe der Universität Sorbonne in Paris auf und zeigt einen Mann, der eine Säge hinter seinem Rücken versteckt und mit der anderen Hand einem Hund einen Knochen hinhält - dem Hund fehlt ein Stück eines Vorderbeins. 
Eines der Bilder prangt in der Nähe eines ehemaligen Aufnahmezentrums für Flüchtlinge am nördlichen Stadtrand von Paris. Es zeigt ein dunkelhäutiges Mädchen, das neben seinem Schlafsack ein Hakenkreuz mit einem rosafarbenen Teppichmuster überpinselt.
Seit die Aufnahmeeinrichtung im März geschlossen wurde, campieren hunderte Flüchtlinge an Kanälen und unter Autobahnbrücken im Freien - auch am Sonntag schliefen einige Migranten nahe des Graffitis.
Bereits zuvor äußerte Banksy seine Kritik an Frankreichs Umgang mit Flüchtlingen. 2015 tauchte in der Nähe des Camps "Jungle" in Calais ein Motiv auf, das Apple-Gründer Steve Jobs - selbst Sohn syrischer Einwanderer - mit einem Bündel über der Schulter und einem Computer in der Hand zeigt.
Banksy, der seine Identität geheim hält, hat die Kunstwerke nicht angekündigt. Experten gehen aber davon aus, dass sie von ihm stammen.
"Das ist absolut der Stil von Banksy aus den Zweitausenderjahren", sagte der Kunsthistoriker Paul Ardenne. Das Kunstwerk zeigt einen verdeckten und somit blinden Napoleon Bonaparte, der als Sinnbild für Frankreich stehen soll.
In Paris begann nach Bekanntwerden der neuen Motive die Jagd auf die Bilder: In sozialen Netzwerken fragten Nutzer, an welchen Adressen die Kunstwerke zu finden sind.
Das jüngste Werk tauchte am Bataclan auf. In dem Club verloren bei einem terroristischen Anschlag 2015 über 90 Menschen ihr Leben.
Neue Themen
Top Themen