Bob Geldof: Zwischen Erfolg und Gerechtigkeit

Seine Karriere startete Bob Geldof zwar als Musiker, doch in die Geschichte wird er als Samariter eingehen. Sein soziales Engagement für Afrika und gegen Armut und Hunger in Ländern der Dritten Welt kennt nahezu keine Grenzen. Anlässlich seines 68. Geburtstages blicken wir auf seine Karriere zurück. © spot on news

Der Musiker Bob Geldof startet seine berufliche Karriere eigentlich zunächst auf der anderen Seite des Musik-Business. Als freier Journalist führt er für "New Musical Express" Interviews mit Stars wie Elton John und Little Richard. Offenbar Inspiration genug, wenig später selbst professionell Musik zu machen. Er gründet die Band The Nightlife Thugs, die er wenig später in The Boomtown Rats umbenennt. Ihr größter Hit: "I Don't Like Mondays".
1978 verliebt sich der Rockmusiker in die TV-Moderatorin Paula Yates. Mit ihr bekommt Geldof drei Kinder.
Fifi Trixibelle (1983, nicht im Bild), Peaches Honeyblossom (1989, li.) und Little Pixie (1990, re.). Yates Tochter Heavenly Hiraani Tiger Lily (1996, mi.) aus ihrer Beziehung mit Michael Hutchence adoptiert Geldorf im Jahr 2000, obwohl sich das Paar bereits 1996 scheiden ließ. Besonders tragisch: Tochter Peaches stirbt 2014 an einer Heroin-Überdosis.
Doch Geldof macht nicht nur mit seiner Musik von sich Reden. Vor allem sein Einsatz für Afrika sorgt immer wieder für Schlagzeilen. Eine Dokumentation über die Hungersnot in Äthiopien öffnet Geldof 1984 die Augen - und weckt sein soziales Engagement. Zusammen mit Midge Ure gründet er die Gruppe Band Aid und veröffentlicht den Song "Do They Know It's Christmas?", der ein voller Erfolg wird und Gelder gegen den Hunger in Äthiopien sammelt.
Aufgrund des großen Erfolges stellt er 1985 das weltweite Konzert "Live Aid" auf die Beine, um Geld gegen Hunger und Armut in Afrika zu sammeln.
Geldof trifft im Kampf gegen Afrikas Armut Größen wie Nelson Mandela, der ihn unter anderem bei seiner Kampagne "Make Poverty History" unterstützt.
Seit den 90er Jahren kämpft er zudem zusammen mit Bono für einen Schuldenerlass für die Dritte Welt. 2005 organisiert er im Zuge dessen das Live-8-Konzert, welches eine Neuauflage des Live-Aid-Konzerts aus dem Jahr 1985 war.
Während des G8-Gipfels 2007 veranstaltet Geldof das "P8"-Konzert, welches sich für den Schuldenerlass der acht ärmsten Länder einsetzt ("Poorest Eight"). Auch deutsche Musiker wie Campino und Herbert Grönemeyer treten bei dem Charity-Event auf.
Aufgrund seines unermüdlichen Engagements wurde Geldof bereits zwei Mal für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen und von der Queen zum Ritter geschlagen, auch wenn er als gebürtiger Ire nicht dazu berechtigt ist, sich offiziell "Sir" zu nennen.