Bushido wird Thema im Bundestag: Nachdem sich die FDP bereits zu den Mafia-Vorwürfen geäußert hat, melden sich nun auch SPD und CDU zu Wort. Bushido selbst gibt sich betont gelassen – und macht sich auf Twitter über die Affäre lustig.

SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann erklärte gegenüber der "Bild am Sonntag", dass der Rapper nichts im Bundestag zu suchen habe, sollten sich die Mafia-Vorwürfe bestätigen. "Dass er bei der CDU ein- und ausgeht und dort auch Innenminister Friedrich zu Gesprächen trifft, ist nicht in Ordnung."

Kommende Woche will Oppermann die Angelegenheit vor dem Ältestenrat des Bundestages zur Sprache bringen. Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) fordert ebenfalls Aufklärung im Fall Bushido.

Vor wenigen Tagen verlangte der integrationspolitische Sprechers der FDP, Serkan Tören, in einem Brief an Verleger Hubert Burda, dem Rapper die Bambi-Auszeichnung für gelungene Integration aus dem Jahr 2011 abzuerkennen. "Wer einen engen Kontakt zu Größen der Berliner Unterwelt pflegt, ist kein Beispiel für Integration, sondern das genaue Gegenteil davon."

Gangster-Rapper gibt sich gelassen

Bushido selbst hat sich bislang nicht offiziell zu den Vorwürfen geäußert. Auf Twitter gibt sich der 34-Jährige aber betont gelassen und zieht die die Affäre ins Lächerliche. Hier ein paar Auszüge:

  • "Serkan Tören von der FDP... Wer zum Geier soll das sein?" (18. April 2013)
  • "Ich finde meinen Bambi nicht mehr ich glaube Arafat hat ihn entwendet… #generalvollmacht" (19. April 2013)
  • "Sitzen gerade vier fremde Menschen in meiner Küche und essen. Die meinten Arafat sagte das geht klar. #generalvollmacht" (19. April 2013)
  • "Keine Sorge Herr Innenminister unsere Gespräche bleiben vertraulich" (20. April 2013)
  • "Kopf hoch Herr Hoeneß, ich hatte letztes Jahr die selbe Bild-Schlagzeile" (21. April 2013)
  • "Sorry Frau Elvers, dass ihre Trennung wegen mir medial untergegangen ist" (21. April 2013)

(jwo)