Charlize Therons schönste Filme anlässlich ihres 45. Geburtstages

Vom Püppchen zur ernst zu nehmenden Bösewichtin und rebellischen Feministin: Mit ihrem Rollenwandel hat Charlize Theron Hollywood gezeigt, dass stereotype Frauenbilder der Vergangenheit angehören. Für die geballte Frauenpower gibt's zum 45. Geburtstag am 7. August herzliche Glückwünsche und eine Auswahl ihrer bekanntesten Filme.

Charlize Theron hat eine schwere Kindheit: Als sie 15 Jahre alt ist, erschießt ihre Mutter den gewalttätigen und alkoholsüchtigen Vater in Notwehr vor ihren Augen. Bis sie 18 ist, hält sie sich mit Model-Jobs über Wasser und zieht anschließend alleine nach Los Angeles. Dort wird sie von einem Agenten auf der Straße entdeckt und wenig später erhält sie ihre erste Nebenrolle im Horrorfilm "Kinder des Zorns 3". Es folgen weitere Rollen in eher kleineren Filmproduktionen.
1998 gelingt ihr mit der Hauptrolle in "Mein großer Freund Joe", einer Neuverfilmung von "Panik um King Kong" von 1949, der Aufstieg in die obere Liga. An der Seite von Bill Paxton (Bild) mimt sie die schöne Jill, die den Gorilla Joe vor gefährlichen Wilderern beschützt.
Ein Jahr später überzeugt sie an der Seite von Tobey Maguire (Bild) in "Gottes Werk und Teufels Beitrag" (1999). Die Literaturverfilmung handelt von dem Waisen Homer, der seine Vergangenheit mit einem Arzt als Ziehvater hinter sich lässt, und sich als Apfelpflücker in die Frau des Grundbesitzers verliebt.
Noch im selben Jahr gebührt ihr wieder die Rolle der schönen Frau an der Seite eines Mannes. Mit Johny Depp (Bild) gibt sie 1999 in "Die Frau des Astronauten" ein perfektes Duo ab. In dem Thriller verkörpert sie die Frau eines heimkehrenden Astronauten, der sich nach einem Zwischenfall mit Außerirdischen im All äußerst merkwürdig und wie ausgewechselt verhält.
An der Seite von Kevin Bacon (Bild) und ihrem damaligen Schauspielkollegen und Lebenspartner Stuart Townsend verkörpert sie in dem Thriller "24 Stunden Angst" (2002) überzeugend die Ehefrau eines erfolgreichen Mediziners, die gemeinsam mit ihrem Mann und ihrer Tochter Opfer eines Kidnapping-Überfalls wird. Der Zuschauer erlebt dabei die 24 Stunden Angst in den fesselnden 106 Minuten Spielzeit psychisch mit.
Ein Ausbruch aus den oberflächlichen Rollen der gutaussehenden Begleitung der männlichen Hauptfigur schafft sie 2003 mit dem Drama "Monster". Der Film basiert auf der Geschichte der Serienmörderin Aileen Wuornos. Für ihre schauspielerische Leistung und ihrem Mut zur Hässlichkeit wird sie mit zahlreichen Filmpreisen geehrt, unter anderem mit dem Oscar 2004 als beste Hauptdarstellerin. Damit ist sie die erste Südafrikanerin, die diesen Preis erhielt.
Nach diesem grandiosen Erfolg entpuppt sich ihr nächster Film "Head in the Clouds" (2004) allerdings als Flop. Das Drama erzählt von einem Liebesdreieck vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkrieges. Trotz der Starbesetzung mit Penélope Cruz (links), Charlize (Mitte) und Stuart Townsend (rechts) überzeugte das Melodram die Kritiker nicht.
2005 wird sie für ihre Rolle in "Kaltes Land" erneut für mehrere Filmpreise nominiert. Sie spielt eine alleinerziehende Mutter, die vor ihrem gewalttätigen Mann flieht und einen Job in einer Eisenmine annimmt, um über die Runden zu kommen. Als sie und die anderen dort arbeitenden Frauen jedoch von den männlichen Kollegen sexuell belästigt und schikaniert werden, entscheidet sie sich, dagegen zu kämpfen. Als ein Plädoyer für Gerechtigkeit und ein Appell zur Solidarität wird der Film von den Kritikern hochgelobt.
Im Drama "Auf brennender Erde" (2008) spielt Charlize eine Frau, die mit einer psychischen Belastung aufgrund einer früheren schweren Schuld zu kämpfen hat. Rückblenden offenbaren ihre Vergangenheit, wobei die jüngere Version ihrer Figur von der damals 18-jährigen Jennifer Lawrence (Bild unten) verkörpert wird. Für ihre schauspielerische Leistung erhält diese dafür den Marcello-Mastroianni-Preis als beste Nachwuchsdarstellerin.
Ganz ungewohnt mit dunkelbraunen Haaren zeigt sich Charlize Theron 2007 in dem Drama "Im Tal von Elah" an der Seite von Tommy Lee Jones (Bild). Als Detective unterstützt sie den Kriegsveteranen bei der Aufklärung der Ermordung seines Sohnes, der als Soldat diente. Doch mit den Ermittlungen werden auch unangenehme Wahrheiten ans Licht befördert, die den Vater das Bild, das er bislang von seinem Sohn hatte, infrage stellen lassen.
In der Komödie "Young Adult" (2011) spielt sie eine Frau in den Mitt-30ern, die nach einer gescheiterten Ehe in eine Lebenskrise stürzt und in ihre Heimatstadt zurückkehrt, wo sie mit alten Liebschaften konfrontiert wird. Von den Kritikern wird der Film als gelungenes Porträt einer Generation gelobt und hervorgehoben, dass er sich von den altbekannten Mustern dieses Filmgenres auf erfrischende Art abhebt.
Zusammen mit Noomi Rapace (Mitte) und Michael Fassbender (links) spielt sie in dem Science-Fiction-Film "Prometheus - Dunkle Zeichen" (2012) die Leiterin eines Forschungsteams, das nach den Spuren der außerirdischen Schöpfer der Menschheit sucht.
Mit Buzz Cut, Armprothese und dreckverschmiertem Gesicht kämpft sich Charlize in "Mad Max: Fury Road" (2015) an der Seite von Tom Hardy (links) in einem Endzeit-Szenario durch die Wüste, um das einzige bewohnbare, sogenannte Grüne Land zu erreichen.
In der Westernparodie "A Million Ways to Die in the West" (2014) versprüht Charlize mit ihrem Cowboyhut eine ordentliche Portion Charme und zeigt, dass ihr nicht nur ernste Rollen stehen.
Im Jahr 2015 ergattert Charlize Theron die Hauptrolle in dem Thriller "Dark Places - Gefährliche Erinnerung" und spielt hier an der Seite von Nicholas Hoult (links) eine junge Frau, die sich auf die Spuren ihrer Vergangenheit begibt und die Wahrheit hinter der angeblichen Ermordung ihrer Familie durch ihren Bruder aufdecken will.
Zwar nicht selbst zu sehen, aber zu hören ist sie 2016 in der amerikanischen Version des Animationsabenteuers "Kubo - Der tapfere Samurai". Hier leiht sie dem Schneeaffen "Monkey" ihre Stimme und verhilft dem Film so zu zahlreichen Nominierungen, unter anderem als "Bester Animationsfilm" bei den Golden Globes 2017.
2017 überzeugt sie in dem Agentenfilm "Atomic Blonde" als verführerische britische Geheimagentin. Charlize ist hier nicht nur vor, sondern auch hinter der Kamera tätig und wünscht sich als Mitproduzentin einen Actionfilm, der mit einer Frau als Hauptfigur ein weibliches Pendant zur James-Bond-Reihe darstellt.
In "Fast and Furious 8" bringt sie 2017 als erster weiblicher Bösewicht neuen Schwung in die sonst so männerdominierte Reihe. Als Gegenspielerin von Vin Diesels (Bild) legendärer Figur "Dom" kann sie sowohl als sympathische als auch hinterlistige Schurkin überzeugen und ist dabei nach Angaben ihres Co-Stars Michelle Rodriguez der stärkste Bösewicht, den die Reihe je gesehen hat.
Von ihrer romantischen Seite zeigt sich Charlize als Charlotte Field in der Komödie "Long Shot – Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich" (2019). Während ihrer Kandidatur als Präsidentin trifft sie auf den arbeitslosen Journalisten und ihre alte Jugendliebe Fred (Seth Rogen, rechts), der sie beim Schreiben ihrer Wahlkampfreden unterstützt. Die Kritik lobt dabei vor allem den Wechsel von stereotypen Geschlechterbildern mit einer dominanten Frau und einem zurückhaltenden Mann in den Hauptrollen.
An der Seite von Nicole Kidman (Mitte) und Margot Robbie (rechts) sagt sie in "Bombshell - Das Ende des Schweigens" (2019) der männerdominierten Berufswelt den Kampf an. In dem auf wahren Begebenheiten beruhenden Drama lehnen sich drei Journalistinnen gegen ihren Chef bei dem konservativen Fernsehsender "Fox-News" auf, indem sie die Wahrheit über die toxische und unterdrückende Arbeitsatmosphäre offenlegen. Für die geballte Frauenpower gab's für Charlize eine Oscar-Nominierung als beste Hauptdarstellerin.