Jetzt ist der Ball bei Felix Baumgartner: Nachdem der Extremsportler auf Facebook über die Figur von Corinna Milborn gelästert hatte, holt diese nun geschickt zum Gegenschlag aus.

Österreich hat eine neue Fehde. Die Protagonisten: Extremsportler Felix Baumgartner und Puls-4-Infochefin Corinna Milborn. Die Requisiten: Facebook und eine Palmers-Werbung, die im Netz für hitzige Diskussionen sorgte.

Doch der Reihe nach. Milborn hatte sich auf Facebook in die Diskussion über eine umstrittene Werbung des Unterwäscheherstellers Palmers eingeschaltet: Palmers werbe mit einer Ästhetik, die an Menschenhandel erinnere, zitierte die "Krone" aus dem Posting, das später auf Milborns Seite nicht mehr zu sehen war. Wie die Moderatorin inzwischen klarstellte, hatte sie es allerdings nicht gelöscht, sondern nach einer Flut von Kommentaren die Sichtbarkeit eingeschränkt.

Milborn: Setting erinnere an Frauenhandel

Darauf meldete sich Felix Baumgartner aus Los Angeles zu Wort und bedankte sich bei Palmers: "Ich finde die Mädls Weltklasse und springe da gerne mal dazwischen rein, auch ohne Fallschirm!" Dass sich Milborn darüber aufrege, sei aber kein Wunder - "bei der Figur", so Baumgartner wörtlich auf Facebook.


Mehrere Medien berichteten über die Beleidigung und stellten sich klar hinter Milborn. Einen Tag nach dem Vorfall, am Mittwoch, konterte sie dann - natürlich auf Facebook. Sie erinnerte daran, worum es eigentlich ging in der Debatte über die Werbung - nämlich nicht um irgendjemandes Figur, sondern das Setting.

"Man sieht darauf Frauen, die kaum bekleidet auf einem schmutzigen Boden liegen und mit dem Gesicht gegen die Wand auf einen Haufen Dreck schauen", erklärte Milborn in ihrem Posting, "das erinnert mich an meine Recherchen zu Menschenhandel - nämlich an die Fotos, die Frauenhändler von ihren Opfern machen, um dem nächsten Abnehmer die ,Ware' zu zeigen: Man sieht da Frauen, wenig oder nicht bekleidet, in Abbruchhäusern oder Kellern, oft von hinten fotografiert, damit man das Gesicht nicht erkennt und die Frauen nicht gefunden werden können. Das ist eine Realität. Und ich finde so eine Ästhetik sehr unpassend für eine Werbung für Unterwäsche zu Ostern."


Einladung zu "Pro und Contra"

Dann spielte sie durch einen gewieften Schachzug den Ball an Baumgartner zurück, indem sie ihn in ihre Sendung "Pro und Contra" auf PULS 4 einlud, um mit ihm über sein "Frauenbild und die Auswirkungen" zu diskutieren.

Dass er nämlich in der Diskussion über die Werbung ihre Figur kritisiere, ergebe überhaupt keinen Sinn: "Sie sind nicht auf den Inhalt eingegangen, sondern haben zusammenhanglos mein Aussehen, meinen Körper thematisiert (...) Ich will nicht, dass Ihr Facebook-Posting - mit dieser Reichweite - dazu führt, dass irgendeine Frau da draußen das Gefühl hat, sie müsse sich erst irgendwelchen Schönheitsvorstellungen von Leuten wie Ihnen beugen, bevor sie in der Öffentlichkeit den Mund aufmacht."

"Sie haben doch sicher die Eier"

Nun wird gerätselt, ob Baumgarnter die Einladung annehmen wird. Milborn hat auch dazu klare Worte: "Sie sind ja schon aus dem All gesprungen, Sie sind also sicher nicht zu feig dafür - oder, um es in Ihrer Sprache zu sagen: Sie haben doch sicher die Eier, sich der Diskussion zu stellen."

Corinna Milborn vs. Felix Baumgartner Was meinen Sie? Sollte Felix Baumgartner die Einladung annehmen und in Milborns Sendung kommen?
  • A
    Unbedingt! Genau wie sie sagt: Die "Eier" sollte er haben.
  • B
    Unsinn, das Ganze ist doch lächerlich und total übertrieben.

Keine zwei Stunden nach ihrer Einladung kam ein neues Posting von Felix Baumgarnter. Keine direkte Antwort, aber eine indirekte, wenn man so will: "Eine der großartigsten Seiten des Fliegens: Alles sieht klein aus, einschließlich deiner Probleme und der Menschen, die sie Verursachen", schreibt er. Dann noch ein Smiley. Und es kann gut sein, dass die Sache für Baumgartner damit erledigt ist. (af)


Wieder einmal sorgt ein Facebook-Post von Felix Baumgartner für Wirbel. Er mischte sich in die Debatte über eine umstrittene Palmers-Werbung ein und attackierte dabei Puls-4-Infochefin Corinna Milborn.