Seit einem Jahr verschollen: Daniel Küblböcks Leben in Bildern

Genau vor einem Jahr mussten Fans und Familie von Daniel Küblböck einen schlimmen Schock verkraften: Am 9. September soll der Sänger von Bord der AIDAluna gesprungen sein. Seitdem gilt er als verschollen. Der Musiker ging in seinem Leben durch Höhen und Tiefen. Eine schwierige Familiengeschichte, seine berühmt-berüchtigte "DSDS"-Teilnahme und sein überraschender Imagewandel: Das ist seine bewegende Geschichte. © spot on news

Daniel Küblböck wurde 1985 in Hutthurm bei Passau geboren. Seine Eltern ließen sich früh scheiden. Erst lebte er bei seiner Mutter Bianca, danach bei seinem Vater Günther (Foto). Vor allem die Zeit bei seiner offenbar gewalttätigen Mutter sei sehr schwierig gewesen, beschrieb der Sänger in seiner Biografie "Ich lebe meine Töne".
Doch der Sänger ließ sich nicht unterkriegen. "Letztendlich hat jeder Mensch sein Schicksal. Mit meinem bin ich so umgegangen, dass ich letztendlich aus dem, was ich in der Kindheit nicht hatte, das Beste im Erwachsenenleben draus gemacht habe", sagte er 2015 in einem RTL-Interview.
2002 nahm Küblböck an der ersten Staffel "Deutschland sucht den Superstar" teil. Die RTL-Castingshow feierte einen Riesenerfolg – und Küblböck wurde als schräger Vogel bekannt. Sein Markenzeichen: Eine markante Stimme gepaart mit schrillen Outfits.
2003 war sein Jahr: Der DSDS-Kandidat überstand trotz begrenztem stimmlichen Talent Runde um Runde und belegte am Ende den dritten Platz. Die Tränen über den Rauswurf waren schnell vergessen: Die von Dieter Bohlen produzierte Single "You Drive Me Crazy" schaffte es auf Platz eins der deutschen Charts. Im Juni 2003 erschien sein Debütalbum "Positive Energie".
2004 wurde sein Kinofilm "Daniel, der Zauberer" veröffentlicht. Der Film, in dem der Sänger sich selbst spielt, wurde von Kritikern verrissen und oft als einer der schlechtesten Filme aller Zeiten bezeichnet. Im selben Jahr nahm Küblböck an der ersten Dschungelcamp-Staffel teil und schaffte es wieder "nur" auf Platz drei.
Wenig später, im Februar, geriet der Sänger mit einem Unfall in die Schlagzeilen: Bei Pfarrkirchen in Niederbayern stieß sein Auto, in dem er und zwei Bekannte saßen, mit einem Lkw zusammen – Küblböck hatte bis dato keinen Führerschein. Bei der Dschungel-Wiedersehensshow (Foto) meldete er sich mit Halskrause zurück.
Ab 2005 versuchte sich der Sänger in verschiedenen Musik-Genres und veröffentlichte ein deutsches Pop-Album ("Liebe Nation"), einen Country-Song ("Born in Bavaria") und eine Jazz-Platte ("Jazz Meets Blues … wenn zwei sich verlieben"). Zuletzt erschien das wieder poppigere Album "Jesus Is My Lover" (2016).
2011 folgte eine weitere Veränderung: Küblböck ließ sich von der wohlhabenden Kerstin Elisabeth Kaiser adoptieren und nannte sich fortan Kaiser-Küblböck. "Sie hatte mein Herz berührt, ich ihres. Wir sind seelenverwandt", schwärmte der Sänger Anfang 2013 gegenüber dem Magazin "Bunte". Er lebte daraufhin abwechselnd in Berlin und auf Mallorca.
2015 nahm er erneut an einer RTL-Show teil – rund zehn Jahre nach DSDS allerdings mit völlig verändertem Look. Bei dem Promi-Tanzformat "Let’s Dance" erreichte er mit Tänzerin Otlile Mabuse den sechsten Platz und überraschte mit Dreitagebart, Ohr-Piercing und Tattoos.
Ab September 2015 widmete sich Küblböck der Schauspielerei: Er startete eine Ausbildung am Europäischen Theaterinstitut Berlin. Anfang August 2018 erhob er in einem Facebook-Posting schwere Vorwürfe gegen seine Mitschüler und die Leitung der Schule: Dieses monatelange Mobbing habe ihn zutiefst in seiner Seele erschüttert, zitierten verschiedene Medien aus dem Beitrag.
Im Herbst 2018 dann die Schocknachricht: In den frühen Morgenstunden des 9. September soll Küblböck im Seegebiet vor der kanadischen Küste von Bord des Kreuzfahrtschiffes AIDAluna gesprungen sein.
Doch wie kam es zu dem dramatischen Ereignis? Im RTL-Jahresrückblick "Menschen, Bilder, Emotionen“ (Foto) erklärte Küblböcks Vater: "Persönlich bin ich mir sicher, dass das in einer Psychose passiert ist. Daniel wusste nicht, was er tat."