Don Johnson wird 70: Zwischen Frauen, Skandalen und Höhenflügen

Kommentare11

Als von Höhen und Tiefen geplagter Undercover-Cop "Sonny" Crockett wurde er ab 1984 in der Kult-Serie "Miami Vice" berühmt. Aber auch im wahren Leben gleicht sein Leben einer Achterbahnfahrt. Das sind die Stationen im Leben von US-Schauspieler Don Johnson. © spot on news

Donald Wayne "Don" Johnson wurde am 15. Dezember 1949 in Flat Creek, Missouri als Sohn einer Kosmetikerin und eines Bauern geboren. Er wuchs in ärmlichen Verhältnissen in Wichita, Kansas auf. Bereits in der dortigen High School spielte der junge Don Theater und übernahm unter anderem die Hauptrolle des Tony in "West Side Story". Das Bild entstand 1970 in Hollywood. Damals war Johnson 21 Jahre alt.
1967 schrieb sich der damals 18-Jährige an der University of Kansas ein, verließ die Uni allerdings bereits ein Jahr später, um nach San Francisco zu ziehen. Dort bemühte er sich um Rollen am American Conservatory Theater. Eine seiner ersten Filmrollen ergatterte er 1971, als er die Titelfigur in "The Magic Garden Of Stanley Sweetheart" spielte.
Nach zwei annullierten Ehen mit unbekannten Frauen traf Don Johnson auf Melanie Griffith. Sie verliebten sich trotz eines Altersunterschieds von neun Jahren und zogen ein Jahr später zusammen. Das Foto zeigt die beiden im Jahr 1975. Ein Jahr später folgte die Hochzeit. Die junge Ehe hielt allerdings nur knapp sechs Monate.
Seine nächste längere Beziehung führte der Amerikaner mit Schauspiel-Kollegin Patti D'Arbanville. Sie waren von 1981 bis 1985 ein Paar und wurden gemeinsam Eltern eines Sohnes: Jesse Wayne. Johnsons Alkohol- und Drogenexzesse wurden allerdings zum Problem. Immer wieder landete der Star im Entzug. Nach dem Liebes-Aus mit D'Arbanville folgte eine Liaison mit Sängerin Barbra Streisand, die bis in den September 1988 andauerte.
Noch heute denken die Menschen zuerst an den coolen "Sonny", wenn sie den Namen Don Johnson hören. Der Ex-Soldat lebt in der Serie auf einer Yacht im Hafen von Miami, gemeinsam mit seinem "Haustier", dem angeketteten Alligator Elvis. Unter dem Decknamen "Sonny" Burnett schleust sich der Cop gemeinsam mit seinem Partner in die Unterwelt der sonnigen Millionenmetropole ein. Dort macht er Jagd auf Drogenbosse und andere Kriminelle.
1986 war der Schauspieler an der Spitze angelangt. Für seine Rolle in "Miami Vice" erhielt er den Golden Globe in der Kategorie "Bester Hauptdarsteller in einer TV-Serie/Drama". Außerdem begann er eine Zweit-Karriere als Sänger. 1986 und 1989 veröffentlichte er jeweils ein Album. Die Single "Heartbeat" schaffte es sogar bis auf Platz fünf der amerikanischen Billboard Hot 100-Charts.
Mit seiner Serienfigur "Sonny" Crockett teilte der Star nicht nur den Lebensstil, sondern auch die Leidenschaft für schnelle Boote. Er begann in den 80ern, an Speedboat-Rennen teilzunehmen. 1988 wurde er sogar Weltmeister. Hier mit im Bild: Don Johnsons Hollywood-Kollege und Kumpel Kurt Russell (links).
Das Schicksal wollte es so: 1989 entfachte sich das Feuer zwischen Johnson und seiner Ex-Frau Melanie Griffith erneut. Sie heirateten zum zweiten Mal und wurden im Oktober des gleichen Jahres Eltern einer kleinen Tochter: "Fifty Shades of Grey"-Star Dakota Johnson. Im zweiten Anlauf hielt die Ehe des Schauspieler-Pärchens länger, genau genommen bis ins "verflixte siebte Jahr". 1996 kam es erneut zur Scheidung.
Mit seiner Frau Melanie Griffith stand Don Johnson mehrmals gemeinsam vor der Kamera, zum Beispiel 1991 für den Kinofilm "Sommerparadies". Darin hatte auch Schauspieler Elijah Wood einen seiner ersten Auftritte. Auf der großen Leinwand wollte sich der Erfolg für Don Johnson allerdings nie so richtig einstellen.
Eines seiner erfolgreicheren Film-Projekte war der Golfer-Film "Tin Cup" aus dem Jahr 1996. Darin spielt Johnson den sportlichen Rivalen von Kevin Costners Filmfigur. In einer weiteren Hauptrolle ist Rene Russo zu sehen.
Im selben Jahr landete der Schauspieler dann erneut einen Glückstreffer - wieder als TV-Darsteller. 1996 ging er mit der Titelrolle in der Serie "Nash Bridges" an den Start. Darin verkörpert er einen Polizisten, der gemeinsam mit seinem Partner Joe (Cheech Marin, links) ermittelt - dieses Mal in San Francisco. Das Format flimmerte fünf Jahre lang erfolgreich über die Fernsehbildschirme, von 1996 bis 2001.
Am Set von "Nash Bridges" verliebte sich Johnson in seine Serien-Tochter, Schauspielerin Jodi Lyn O'Keefe. Die beiden trennte ein Altersunterschied von 29 Jahren. In den Jahren 1995 und 1996 waren sie sogar kurzzeitig verlobt.
Im April 1999 heiratete Don Johnson dann die damals 30-jährige Lehrerin Kelley Phleger. Die beiden sind bis heute glücklich und wurden gemeinsam Eltern von Tochter Atherton Grace (geboren 1999) und den Söhnen Jasper Breckinridge (geboren 2002) und Deacon (geboren 2006).
In den frühen 2000er Jahren machte der US-Amerikaner mehr mit Skandalen als mit seinen Film-Projekten auf sich aufmerksam. 2002 nahmen ihn deutsche Beamte an der Grenze zur Schweiz in Gewahrsam, weil er Kontoauszüge bei sich hatte, die Transaktionen in Höhe von acht Milliarden US-Dollar auswiesen. Der Verdacht der Geldwäsche lag nahe. Beweise konnten die amerikanischen Ermittler allerdings nicht finden.
Beruflich geht es seit knapp zehn Jahren wieder bergauf. Johnson konnte in dieser Zeit immer wieder kleinere Rollen in großen Filmen ergattern, unter anderem "Machete" aus dem Jahr 2010. Zwei Jahre später war er in der Rolle des Plantagenbesitzers Spencer "Big Daddy" Bennett in dem Quentin Tarantino-Blockbuster "Django Unchained" zu sehen - neben Leonardo DiCaprio, Jamie Foxx und Christoph Waltz.
Eine weitere große Rolle ergatterte der Jubilar in der Krimi-Komödie "Knives Out - Mord ist Familiensache" von Regisseur und Namensvetter Rian Johnson. Darin spielt er die Rolle des Richard Drysdale und ist neben Hollywood-Größen wie Jamie Lee Curtis, Chris Evans, Daniel Craig und Christopher Plummer zu sehen.
Erst kürzlich wurde zudem bestätigt, dass es eine Neuauflage von "Nash Bridges" geben wird - als zweistündiger Fernsehfilm, der in eine neue Serie münden könnte. Außerdem deutete der Star in einem Interview an, dass es in der Zukunft auch zu einem Reboot von "Miami Vice" kommen könnte. Pünktlich zu seinem 70. Geburtstag läuft es also blendend für Don Johnson.