Carolin Kebekus' aufsehenerregender Kirchen-Rap "Dunk dem Herrn" hat für viel Wirbel gesorgt. Nach einem Aufruf der Piusbruderschaft erstatteten einige Gläubige Anzeige gegen die Komikerin. Staatsanwaltschaftliche Ermittlungen wird es jedoch nicht geben.

Am Ende waren es knapp 100 Gläubige, die dem Ruf der erzkonservativen Piusbrüder gefolgt waren. Die Anzeigen stützten sich auf den Paragrafen 166 des Strafgesetzbuches. Dieser stellt die Beschimpfung religiöser Bekenntnisse unter Strafe. Dennoch wird es für Carolin Kebekus keine Konsequenzen geben.

Wie das Medienmagazin "DWDL.de" berichtet, sieht die Staatsanwaltschaft Köln keinen Anfangsverdacht eines strafrechtlich relevanten Handelns. Dass das Verfahren eingestellt würde, war abzusehen. In Deutschland steht sowohl die Meinungsäußerungsfreiheit, als auch die Freiheit der Kunst unter grundrechtlichem Schutz. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft überschreite das Video nicht die Grenze dessen, was nach ständiger Rechtsprechung als Satire aufzufassen ist.

Über diese spezielle Form der Komik sagte Kurt Tucholsky einst: "Sie bläst die Wahrheit auf, damit sie deutlicher wird, und sie kann gar nicht anders arbeiten als nach dem Bibelwort: Es leiden die Gerechten mit den Ungerechten [...] Was darf Satire? Alles." - In diesem Sinne können die Gläubigen der ganzen Geschichte vielleicht sogar etwas Positives abgewinnen. - (lug)