Eva Green und andere: Das sind die bekanntesten Bond-Girls seit 1962

Sie sorgen für das gewisse Etwas in den 007-Filmen: die Bond-Girls. Insgesamt 75 an der Zahl waren es seit 1962. Schauspielerin Eva Green ist eine von ihnen - und feiert am 6. Juli ihren 40. Geburtstag. Wir blicken auf die bekanntesten Bond-Girls aller Zeiten zurück. © 1&1 Mail & Media/spot on news

In Daniel Craigs erstem Bond-Film "Casino Royale" spielt die Französin Eva Green 2006 das Bond-Girl Vesper Lynd, die für die majestätische Schatzkammer arbeitet und an Bond geliehene Geldmittel verwaltet. Als 007 vom Schurken Le Chiffre vergiftet wird, kommt Vesper ihm zur Hilfe und rettet ihm das Leben. Wer waren Greens Vorgängerinnen?
1962 verzaubert die Schweizerin Ursula Andress als Honey Rider das Kinopublikum, als sie in "James Bond 007 jagt Dr. No" in ihrem weißen Bikini samt Jägermesser aus dem karibischen Meer emporstieg. Als erstes Bond-Girl ebnete sie vielen weiteren den Weg. Zena Marshall verkörperte im selben Film die Femme fatale Miss Taro.
In "Liebesgrüße aus Moskau" mimt die Italienerin Daniela Bianchi 1963 Tatiana Romanova, die für die sowjetische Botschaft in Istanbul arbeitet und Bond hilft, eine wichtige Decodiermaschine zu stehlen, bevor das Paar mittels des Orient-Express-Zugs flieht.
Honor Blackman wird 1964 in "Goldfinger" als skandalträchtiges Bond-Girl Pussy Galore an der Seite von Sean Connery weltberühmt. Im Film arbeitet sie zunächst für den Schurken Goldfinger, schlägt sich später aber auf die Seite von 007. Blackman verstarb im April 2020 im Alter von 94 Jahren.
Die Französin Claudine Auger spielt 1965 in "Feuerball" Domino Derval, die Geliebte des Spectre-Agenten Emilio Largo. Als Bond erfährt, dass der den Bruder Dominos getötet hat, versucht er sie auf seine Seite zu ziehen. Auger verstarb im Dezember 2019 mit 78 Jahren.
Die Japanerin Mie Hama verkörpert in "Man lebt nur zweimal" 1967 die Ninja-Künstlerin Kiss Suzuki, die für den japanischen Geheimdienst Tiger Tanaka tätig ist. Sie heiratet im Film James Bond, der sich als japanischer Fischer tarnt, um nicht erkannt zu werden.
In "Man lebt nur zweimal" spielt Karin Dor die Femme fatale Helga Brandt, die im Film von Piranhas gefressen wird. Sie war damit das einzige deutsche Bond-Girl. Die Schauspielerin verstarb 2017 mit 79 Jahren.
Diana Rigg alias Contessa Teresa di Vicenzo spielt wohl die bedeutendste Rolle in Bonds Leben: Nachdem 007, der zu jener Zeit von George Lazenby gespielt wurde, sie in "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" 1969 vor dem Selbstmord rettet, verliebt sie sich in ihn. Am Ende des Films heiraten die beiden, sie nimmt sogar seinen Namen an. Doch in einer tragischen Wendung wird Tracy Bond schließlich erschossen.
In Sean Connerys letztem Bond-Film "Diamantenfieber" verkörpert 1971 die Amerikanerin Jill St. John das Bond-Girl Tiffany Case, eine Diamanten-Schmugglerin. James Bond kommt ihr während einer Schmuggel-Mission zur Rettung und bewahrt sie vor dem Tod, sodass sie ihm schließlich die Treue schwört.
1973 mimt in "Leben und sterben lassen" erstmals Roger Moore den 007. An seiner Seite: Jane Seymour als Tarotkarten-Leserin Solitaire, die für Drogenboss Dr. Kananga arbeitet und die Schritte von Bond voraussagt. Kananga weiß, dass Solitaire ihre Fähigkeiten verliert, sobald sie mit jemandem schläft und hält sie daher gefangen. Seine Vermutung bestätigt sich, als Solitaire auf Bond trifft, mit ihm schläft und ihre Mächte verliert.
Die Schwedin Britt Ekland spielt 1974 in "Der Mann mit dem goldenen Colt" Mary Goodnight, die in Hongkong Bonds Assistentin und in London seine Sekretärin ist. Sie hilft Bond dabei, die Freundin des Killers Scaramanga aufzuspüren und wird später von diesem entführt. Natürlich rettet der 007-Agent Goodnight am Ende.
In "Der Spion, der mich liebte" spielt Barbara Bach 1977 das Bond-Girl Anya Amasova, mit dem Code-Namen Triple X, die eine Agentin des KGB ist. Mit derselben Mission wie Bond, gestohlene Mikrofilme für ein U-Boot-Verfolgungssystem zu retten, treffen die Bosse der beiden aufeinander und beschließen, miteinander zu kooperieren.
Lois Chiles verkörpert 1979 in "Moonraker – Streng geheim" die CIA-Agentin Holly Goodhead, die undercover als Astronautin arbeitet. Nach einer gemeinsamen Nacht mit Bond, treffen die beiden sich am Gipfel des Zuckerhuts in Rio. Auf dem Weg nach unten werden beide fast getötet, Hollys Cover fliegt auf. Doch 007 rettet sie und die beiden fliegen zusammen ins All, um tödliche Kugeln abzuschießen.
"In tödlicher Mission" ist 1981 bereits der fünfte Film mit Roger Moore als 007. An seiner Seite dieses Mal die Französin Carole Bouquet als Melina Havelock, Tochter eines Marine-Forschers. Nachdem beide Eltern von Hector Gonzales getötet werden, sucht Havelock den Killer auf und tötet ihn. Anschließend arbeitet sie gemeinsam mit Bond daran, den Mann zu finden, der die Angriffe bestellt hat.
In "Octopussy" spielt Maud Adams 1983 das gleichnamige Bond-Girl, Anführerin einer als Zirkusakrobatinnen getarnten Gruppe von Schmuck-Schmugglerinnen. Octopussy rettet Bond das Leben und er darauf das ihre. Adams war bereits 1974 in "Der Mann mit dem goldenen Colt" als Andrea Anders zu sehen.
1985 geht die Ära Roger Moore mit "Im Angesicht des Todes" nach sieben Filmen zu Ende. An seiner Seite dieses Mal Tanya Roberts (li.) als Bond-Girl Stacey Sutton, mit der er den größenwahnsinnigen Max Zorin tötet, nachdem sie einem gemeinsamen Mordversuch entkommen waren. Grace Jones (re.) spielt im Film die Freundin des Schurken Zorin und arbeitet als Auftragskillerin für ihn.
1987 übernimmt Timothy Dalton in "Der Hauch des Todes" die Rolle des Geheimagenten. Mit ihm im Film die Britin Maryam d’Abo als Kara Milovy, die die Geliebte des Generals Koskov spielt und sich am Ende des Films mit Bond verbündet. Nach Milovy gab es 27 Jahre lang kein blondes Bond-Girl mehr.
"Lizenz zum Töten" bedeutet 1989 schon das Ende für Dalton als Bond. An seiner Seite im Film Carey Lowell als Pam Bouvier, eine CIA-Pilotin und Informantin gegen Drogenbaron Franz Sanchez. Nachdem sie Bond in einer Bar trifft, fliehen die beiden vor dem Killer Dario.
Nach sechs Jahren Pause läutet "Goldeneye" im Jahr 1995 die Ära Pierce Brosnan ein, dem von Izabella Scorupco (re.) als Bond-Girl Natalya Simonova dabei geholfen wird, die Verräter Boris Grishenko und Xenia Onatopp (li.) zu überwältigen, nachdem diese Natalya entführt hatten.
Mit "Der Morgen stirbt nie" feiert die Malaysierin Michelle Yeoh als Wai Lin 1997 ihren internationalen Durchbruch. Als chinesische Agentin hat sie dieselbe Mission wie 007 und stellt sich dabei um einiges schlauer an. Schlussendlich verbünden sich die beiden auf der Jagd nach Mediamogul Elliot Carver. Schauspielerin Teri Hatcher spielt in dem Film eine Ex-Geliebte Bonds und die Ehefrau Carvers.