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Falco – Erinnerung an eine Pop-Legende

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Im Alter von nur 40 Jahren starb Falco bei einem Autounfall in der Dominikanischen Republik. Wir erinnern uns in Bildern an einen Künstler, der durch seine Songs "Der Kommissar" und "Rock Me Amadeus" zum Weltstar wurde und dessen popkulturelles Erbe heute noch nachklingt. © top.de

Falco begann seine Karriere am Bass. Er zupfte die Seiten in der Wiener Band "Drahdiwaberl", bis er begann, an seinen Solo-Songs zu arbeiten – und das gleich sehr erfolgreich. Seine Debüt-Single "Der Kommissar" erreichte im Jahr 1982 nicht nur in Deutschland und Österreich Platz 1 der Charts, sondern unter anderem auch in Japan. Das Foto zeigt Johann "Hans" Hölzel, wie Falco mit bürgerlichen Namen hieß, im selben Jahr bei seinem Auftritt in der ZDF-Hitparade. Es deutete sich damals schon an, dass er auch modisch ein Händchen für eine gelungene Inszenierung hatte ...
Nach dem großen Hit "Der Kommissar" wurde 1984 für Falco die eigene TV-Show "Helden von heute" produziert. Das Foto zeigt ihn bei den Dreharbeiten mit einer Nacktkatze. Die Sendung diente insbesondere dazu, Falcos zweites Album "Junge Römer" zu promoten. Ganz nebenbei etablierte sich auch sein späteres Markenzeichen: Anzug, Sonnenbrille und zurückgegelte Haare.
1985 folgte dann der Hit, der Falco endgültig zum Superstar machte: "Rock Me Amadeus" erreichte sogar den 1. Platz in den amerikanischen "Billboard Charts". Das Foto zeigt den gebürtigen Wiener bei der Arbeit am Videoclip zur Single, mit der er sich auf seine ganz eigene Art vor dem Komponisten Mozart verneigte: "Er war Superstar, er war populär, er war so exaltiert, because er hatte Flair" lautet eine Strophe aus dem Song – mehr gerappt als gesungen. Auch der Sprachmix war typisch Falco.
Das Spiel mit den unterschiedlichen Looks machte Falco auch zur Stilikone – hier ganz lässig im Juni 1985 in der ZDF-Hitparade. Doch der Erfolg hatte für Falco auch eine dunkle Seite. Sein Kampf mit Alkohol und Drogen wurde unter anderem in dem Biopic "Verdammt wir Leben noch!" (2007) dargestellt. Auch Falcos langjähriger Manager Horst Bork schreibt in seinem Buch "Falco: Die Wahrheit" (2009) über die Drogenexzesse des Künstlers.
Der große Erfolg kam sehr früh: Der Mann Im Vordergrund war natürlich Falco selbst, im Hintergrund (hier links im Bild) zog allerdings Markus Spiegel die Fäden. Der österreichische Musikproduzent und Chef der Plattenfirma "GIG Records" gilt als Entdecker von Falco. Das Foto zeigt beide im September 1985 anlässlich der "Goldenen Schallplatte"-Verleihung. Für den Sound hinter dem Erfolgsalbum "Falco 3" waren übrigens die niederländischen Brüder "Bolland & Bolland" als Produzenten verantwortlich.
Mit seiner Mutter Maria (Foto) verband Falco bis zu seinem Tod 1998 eine innige Liebe. Der Vater hatte die Familie früh verlassen. Das Foto stammt aus dem November 1985. Maria starb 2014 im Alter von 87 Jahren. Sie wurde im Grab ihres Sohnes auf dem Wiener Zentralfriedhof beigesetzt.
Mit dem berühmten Entertainer Peter Alexander (†84) verstand sich Falco offenbar bestens – dieses Foto zeigt die beiden im November 1984. Falco war auch zu Gast in der Show von Alexander – und hatte dabei kein Problem mit Schlager: "Hier ist ein Mensch" heißt ein Hit von Peter Alexander, mit den Falco 1985 im Rahmen der Show auftrat.
In der Welt der 80er-Jahre-Prominenz war Falco allgegenwärtig: Hier posiert er im April 1987 mit dem Profi-Boxer René Weller in dessen Fitness-Center in Nürnberg. Ein Jahr zuvor hatte Falco gerade sein viertes Album "Emotional" veröffentlicht, das mit Soul-Einflüssen überraschte.
Ein Foto aus offensichtlich glücklichen Tagen: Falco und seine damalige Freundin Isabella im Dezember 1987 in München. Ein Jahr später heirateten die beiden Las Vegas – aber die Ehe wurde nur ein Jahr später wieder geschieden.
Auch diese rote Fantasie-Uniform wurde zu Falcos Markenzeichen. Hier an der Seite von Fernsehmoderator Alfred Biolek, auf einem Foto von 1986. Im selben Jahr ging Falco in Japan auf Tour – er war ein internationaler Star.
Falco im Juni 1990. Sein Album "Data de Groove" enstand in Zusammenarbeit mit dem Produzenten Robert Ponger, mit dem Falco bereits auf seinem Debütalbum zusammengearbeitet hatte. "Data de Groove" widmete sich dem digitalen Zeitalter und war textlich ziemlich spleenig. Sogar in seiner Heimat Österreich verfehlte Falco damit knapp die Top-Ten der Albumcharts und landete auf Platz 11.
Zwei Stars der 80er Jahre, hier allerdings 1997 – und ziemlich überraschend mit der gleichen Haarfarbe: Sängerin Samantha Fox ("Touch Me") und Falco. In den 90er-Jahren konnte Falco nicht mehr an seine großen Erfolge anknüpfen – er veröffentlichte die Alben "Data de Groove" (1990) und "Nachtflug" (1992). 1995 probierte er es mit einem Techno-Projekt namens TMA und zog sich später in die Dominikanische Republik zurück – auch dort nahm er weiter Songs auf, die posthum auf dem Album "Out of the Dark" veröffentlicht wurden. Am 6. Februar 1998 verunglückte der Sänger zwischen den Städten Villa Montellano und Puerto Plata tödlich, als er in seinem Geländewagen beim Verlassen einer Ausfahrt von einem Bus gerammt wurde.
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